St. Peter 

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Typauswahl: Gemeinde
Namensformen:
  • Sankt Peter
  • St. Peter i. Schw.
  • St. Peter im Schwarzwald
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.st-peter-schwarzwald.de
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Einwohner: 2533
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 70.0
Max. Höhe ü. NN (m): 1224.28
Min. Höhe ü. NN (m): 494.8
PLZ: 79271

Am Nordrand des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald gelegen, nimmt die großflächige Gemeinde Teile der permischen Einebnungsfläche des kristallinen Hochschwarzwaldes mit Quellgebiet und Oberlauf der Glotter ein. Auf dem stark hügeligen Relief erreicht sie mit 1228 m über NN am Plateauabfall zum Kandel den höchsten Wert, den tiefsten mit 519 m beim Ibenbach an der südlichen Gemeindegrenze. Vor allem auf den Ausläufern des Kandelmassivs und auf Höhenrücken dominiert Tannen-Buchen-Fichtenwald, der in den Senken weithin von Grünland, vereinzelt auch Ackerflächen abgelöst wird. Von den erhaltenen Niedermooren in den höheren Talmulden wurde jenes am ‚Häuslematt‘ wegen seiner Pflanzenformation unter Naturschutz gestellt und im Norden reicht das Naturschutzgebiet ‚Zweribach‘ in die Gemeinde hinein (siehe Gemeinde Simonswald). Diese zeigt sich als typisches Streusiedlungs- und Einzelhofgebiet der geschlossenen Hofgüter im Schwarzwald. Lediglich der Hauptort fällt heraus. Er wird durch die einstige barocke Benediktinerabtei mit ihrer Pfarrkirche St. Peter bestimmt, an die sich der alte Ort (die ‚Bürgerschaft‘) als kleines Straßendorf südlich anschließt. Einzelhäuser ließen ihn seit 1960 vor allem nach Süden deutlich wachsen. Heute ist er gut ausgestatteter Kern einer ausgesprochenen Fremdenverkehrs- und Erholungsgemeinde. Buslinien schaffen Verbindungen nach Waldkirch sowie über Glottertal und Hinterzarten nach Freiburg. 1807 war die Gemeinde Sitz des Stabsamtes St. Peter, kam 1819 zum Bezirksamt und 1939 zum Landkreis Freiburg und damit 1973 zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.

Teilort

Wohnplatz

Von Norden nach Süden abfallende alte Rumpfflächenlandschaft im Mittleren Schwarzwald in der Gestalt einer welligen Hochfläche, die im Süden in eine wohl tektonisch bedingte länglich-ovale Geländemulde mit der Klostersiedlung ausmündet. Die fast ganz von den Deckgebirgsschichten befreite, wiederaufgedeckte permische Einebnungsfläche des Gneis-Grundgebirges trägt nur noch im Bereich der tiefer gelegenen Geländemulde bruchstückhafte Reste des Rotliegenden und Buntsandsteins. Die rhenanische Erosion greift durch den Glotterbach von Westen sowie durch den Eschbach und Ibenbach aus dem Zartener Becken von Südwesten auf die Hochfläche hinauf und zerschneidet sie durch junge Kerbtalbildungen. Dorfartige Besiedlung um die barocke Klosteranlage auf der wiederaufgedeckten permischen Rumpffläche des Mittleren Schwarzwalds. Neubaubereich im Südwesten. Sonst über die weitgehend hochflächenartige Gemarkung verbreitete Streubesiedlung.

Wappen von St. Peter

In Blau auf grünem Dreiberg eine silberne (weiße) Tanne, der Stamm beheftet mit zwei schräggekreuzten goldenen (gelben) Schlüsseln.

Beschreibung Wappen

Eine Gemeinde St. Peter gab es vor Aufhebung des Klosters 1806 nicht. Die Höfe und Hofgruppen der klösterlichen Grundherrschaft waren in Vogteien organisiert, von denen ein Teil 1813 zur Gemeinde St. Peter zusammengefasst wurde. Die Farbstempel der Gemeinde zeigen im 19. Jahrhundert auf einem Boden eine Tanne, links neben deren Stamm die Initialen SP, rechts die schräggekreuzten Petersschlüssel. Die Vogteien hatten bereits zu Ende des 18. Jahrhunderts Siegel geführt, die alle die Initialen des Klosternamens, die Schlüssel des Klosterwappens und je ein individuelles Zeichen enthielten. 1898 schlug das Generallandesarchiv das heutige Wappen vor, das erst 1960 endgültig angenommen wurde, wovon das Innenministerium am 24. März 1961 Kenntnis nahm. Die Flagge wurde vom Innenministerium am 29. September 1970 verliehen.

GND-ID:
  • 4051618-0
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