Wolfenweiler - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0873

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Langgestrecktes Wegedorf am Westrand der Vorbergzone mit Hauptausdehnungsrichtung entlang der В 3 westlich der Bahnlinie. Neubaubereich, auch mit gewerblicher Bebauung im Westen.
Historische Namensformen:
  • Wolvinwilare 0873
Geschichte: 873 Wolvinwilare, von Personenname. Das 716/20 erscheinende Openwilare wurde als Wolfenweiler erklärt, dürfte jedoch ein anderer verschwundener Weiler-Name auf der Gemarkung sein (s. Pfaffenweiler). Am Nordrand des Ortes großes merowingerzeitliches Gräberfeld. Nach Wolfenweiler nannte sich im 11. Jahrhundert ein hochadeliges Geschlecht, stammverwandt mit den Grafen von Nimburg. Der letzte Namensträger wird zu Anfang des 13. Jahrhundert erwähnt. Nach dem Ausgang der Herzöge von Zähringen 1218 und dem folgenden Streit um das Erbe verblieb Wolfenweiler den Grafen von Freiburg, die den Ort nach der Aufgabe Freiburgs 1368 zu ihrer Herrschaft Badenweiler rechneten, die über die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg 1503 an die Markgrafen von Baden kam. 1803 wurde ein Stabsamt Wolfenweiler geschaffen, das jedoch seinen Sitz in Tiengen hatte. Seit 1807 unterstand Wolfenweiler dem Amtssitz in Freiburg.

Ersterwähnung: 1139
Kirchengeschichte: 1139 übergab Erlewin von Wolfenweiler die Pfarrkirche (14. Jahrhundert St. Peter) dem Priorat Wilmarszell (St. Ulrich). Zum Pfarrsprengel gehörten Schallstadt und bis zur Reformation der untere Teil von Ebringen und Talhausen. 1535 Inkorporierung in das Kloster St. Ulrich, 1560 Patronat und Pfarrpfründe bei der Abtei St. Peter, Kirchensatz und Vogtei über das Pfarrvermögen beanspruchte die badische Landesherrschaft. Das mittelalterliche Kirchengebäude wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erweitert, 1869 neugotisch verändert. Die Katholiken sind nach Ebringen eingepfarrt.
Patrozinium: St. Peter
Ersterwähnung: 1300 [14. Jahrhundert]

GND-ID:
  • 4383797-9
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