Wettelbrunn - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1100 [Anfang des 12. Jahrhunderts]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Locker bebautes Reihendorf mit leiterförmigem Straßennetz im Grenzbereich von nördlichen Markgräfler Vorbergen und Staufener Bucht.
Historische Namensformen:
  • Wetilbrunnen 1100 [Anfang des 12. Jahrhunderts]
Geschichte: Anfang des 12. Jahrhunderts Wetilbrunnen, von Personenname. Plattengrab an der Straße nach Heitersheim. Ausbauort von Heitersheim oder Staufen. Zwei große Klosterhöfe: den Hof mit der Kirche besaß das Domstift Basel, das ihn 1289 zu Erblehen vergab; 1331 Übergang an Kloster St. Blasien. Der andere Hof kam aus dem Besitz eines Welscher von Neuenburg an das Kl. Tennenbach, das ihn als Grangie einrichtete und an zwei Träger zu Erblehen vergab. 1284 verzichtete der Markgraf von Hachberg auf die Vogteirechte, die er hier besaß; 1330 verkauften die Herren von Staufen die ihren über den sanktblasischen Großhof an dieses Kloster. Tennenbach verkaufte 1685 seinen Hof an Kloster St. Trudpert. Die Ortsherrschaft hatten im 13. Jahrhundert die Herren von Staufen als Lehen der Grafen von Freiburg. Nach 1602 durch die österreichische Landesherrschaft verpfändet, kam Wettelbrunn mit der Herrschaft Staufen 1738 in sanktblasischen Lehensbesitz. In badischer Zeit gehörte Wettelbrunn zum Bezirksamt Staufen, seit 1936 zum Bezirksamt/Landkreis Müllheim.

Ersterwähnung: 1216
Kirchengeschichte: Ein Pfarrer wird 1216 und 1275 genannt. Die Pfarrkirche (St. Vitus und Modestus) kam mit dem Hof vom Bistum Basel an St. Blasien, das die Pfarrei mit einem Konventualen besetzte. Der Turm der Pfarrkirche stammt aus romanischer Zeit (1160), das jüngere Obergeschoß trägt ein mit Voluten barock gestaltetes Satteldach. Der Chor ist spätgotisch, das Langhaus wurde nach einem Brand 1732/33 neu gebaut. Die evangelischen Einwohner gehören zur Pfarrei Gallenweiler.
Patrozinium: St. Vitus und Modestus

GND-ID:
  • 7838306-7
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