Sulzburg 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.sulzburg.de
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Einwohner: 2632
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 116.0
Max. Höhe ü. NN (m): 1102.63
Min. Höhe ü. NN (m): 249.58
PLZ: 79295

Die Stadt liegt im südlichen Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und grenzt im Süden bzw. im Norden an die Städte Müllheim und Staufen. Ihr Gebiet greift vom Markgräfler Hügelland, dem Sulzbach folgend, weit in den kristallinen, hier von Silber-Bleiglanzadern durchsetzten Hochschwarzwald aus. Das Gelände steigt von rd. 250 m über NN an der Westgrenze auf knapp über 1102 m am Sirnitz im äußersten Südosten an. Während Reben und Obstpflanzungen, zentrales Wirtschaftsstandbein des eingemeindeten Winzerortes Laufen, das lößüberdeckte Vorland einnehmen, dominiert Wald den Gebirgsteil. Die kleine Kernstadt, gekennzeichnet durch den ovalen Altstadtgrundriss mit seiner breiten Hauptstraßenachse und engen Seitengassen, dehnt sich an der Austrittsmündung des Sulzbachs aus dem Schwarzwald aus. Die ottonische Klosterkirche, das barocke Stadttor, der Schlossflügel sowie die wiederhergestellte alte Synagoge weisen auf die frühe Bedeutung und Residenzfunktion der einstigen Bergbaustadt hin. Gegenüber den aufstrebenden Nachbarstädten hat Sulzburg drastisch an Einfluss verloren, den es, seit 1971 Luftkurort, durch Konzentration auf Tourismus und Naherholung auszugleichen versucht. Eine öffentliche Verkehrsanbindung erfolgt über Buslinien zu den Bahnstationen in Staufen und Müllheim. Leichtes Siedlungswachstum findet sich im hinteren und vorderen Sulzbachtal, insbesondere aber rund um Laufen. Beide Teilorte gehörten bis 1807 zur Herrschaft Hachberg bzw. zum Oberamt Emmendingen, dann zum Bezirksamt bzw. Landkreis Müllheim und kamen damit 1973 zum Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.

Das Stadtgebiet überdeckt zwei unterschiedliche Naturräume. Mit der Gemarkung Laufen dehnt es sich in die als Acker- und Rebland genutzte Lößriedellandschaft des nördlichen Markgräfler Hügellandes aus. Die beidseits des Sulzbachtals sich ausdehnende Stadtgemarkung von Sulzburg erstreckt sich in das stark zertalte Grundgebirge des Hochschwarzwaldes mit Gneis und Granitgesteinen westlich des Belchens.

Wappen von Sulzburg

In Blau auf silbernem (weißem) Gebirge mit schwarzem Stollenmundloch sitzend ein silbern (weiß) gekleideter Engel mit erhobener Rechter und schwarzem Kreuz über dem Kopf, rechts davor ein nach links schreitender, silbern (weiß) gekleideter Bergmann mit brennender silberner (weißer) Fackel in der Linken, mit der Rechten eine silberne (weiße) Keilhaue schulternd, über ihm ein goldener (gelber) Stern.

Beschreibung Wappen

Die Stadt wurde vor 1283 von den Herren von Osenberg gegründet. Ausschlaggebend dafür war der Bergbau auf Silber und Blei, der hier, seit 1028 urkundlich belegt, schon in römischer Zeit betrieben wurde. Die Bedeutung dieses Wirtschaftszweiges für den Ort bis ins 17. Jahrhundert dokumentiert sich auch darin, dass die Stadtsiegel von Anfang an (ältester Abdruck 1283) den zur Arbeit schreitenden Bergmann und den segnenden Engel („Bergsegen") zeigen. Das Wappen, das in Zeichnung und Tingierung in seiner heutigen Form 1972 festgelegt wurde, ist nach den älteren Siegelbildern gestaltet.