Deckenpfronn - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 0800 [Überlieferung 16. Jahrhundert]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Der frei auf der Hochfläche im Gebiet der Wasserscheide von Nagold und Würm liegende Ort wuchs nach der fast völligen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg vorwiegend im Süden und Südosten. Seine neuen Wohnsiedlungen aus Ein- und Zweifamilienhäusern wurden in den Fluren »Brühl«, »Osterbuchel«, »Angel«, »Zwerchgrund« und »Frontal« errichtet. Nahe der Bundesstraße 296, die den Ort im Westen schneidet, entstanden außerdem 1949/55 bzw. 1969 gewerbliche Betriebe.
Historische Namensformen:
  • Teckenprun 0800 [Überlieferung 16. Jahrhundert]
  • Deggenpruhn 1075
  • Tekkenphrunde 1260
Geschichte: 9. Jahrhundert (Überlieferung 16. Jahrhundert) Teckenprun, 1075 Deggenphrun, 1260 Tekkenphrunde. Vielleicht vom Grundwort frumari = Dienstleute und degen = Dienstmann mit besonderer Verpflichtung. Wohl in der älteren Ausbauzeit des 6./8. Jahrhunderts entstanden. Mit dem 1260 vorkommenden Heinrich von Deckenpfronn ist nur ein Mitglied eines Ortsadels bekannt. Schon im 9. Jahrhundert erhielt Kloster Hirsau von Graf Erlafried umfangreichen Besitz, der ihm 1075 bestätigt wurde und ihm bis zur Reformation verblieb. Der Ort selbst kam mit der Herrschaft Calw 1308/45 an Württemberg und zählte bis 1973 stets zum Amt, Oberamt, Landkreis Calw.

Ersterwähnung: 0800 [9. Jahrhundert]
Kirchengeschichte: Die Kirche (1528 St. Nikolaus), schon im 9. Jahrhundert von Graf Erlafried dem Kloster Hirsau geschenkt, unterstand später Calwer Patronat, wurde aber 1395 Hirsau inkorporiert. Evangelische Pfarrkirche von 1818; ihr Westturm mit altem Sockel, nach dem Zweiten Weltkrieg aufgeführt, zeigt zugemauerte Rundbogenfenster und ein frühgotisches Rippenkreuzgewölbe. Katholisch zu Herrenberg-Kuppingen.
Patrozinium: St. Nikolaus
Ersterwähnung: 1528

GND-ID:
  • 4369550-4
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