19) Die Mergentheimer finden die vom Deutschmeister erhaltene Verschreibung für nicht genügend, da die Bewilligungen des Deutschmeisters und des Komturs nur auf ihre Personen ausgestellt sind. Sie wären hingegen nach ihrer Erbhuldigung nicht nur dem Deutschmeister, sondern allen seinen Nachkommen und dem ganzen Orden Untertan, und also durch ihre persönliche Zusage, dem Evangelium gemäß zu handeln für die Zukunft nicht gesichert. Überdies wären Hauptrecht, Handlohn, alle unbilligen Zölle, Umgeld, Beet, Steuern, Dienste, Groß- und kleiner Zehnt für diejenige, die nichts dafür tun, auch wider das Wort Gottes. Auch müssten sie das Recht haben, einen Pfarrer, der ihnen das Wort Gottes verkündet, anzunehmen, und der, der es nicht tut, wieder zu entlassen dürfen. Ebenso wurden ihnen ihre Gemeindewiesen, Fischwasser, Viehweiden von der Herrschaft entzogen. Die Schäfereien am Schloss und zu Neuhaus würden am Tag in ihren Gärten, Weingärten und Wiesen weiden, was sie nicht mehr leiden wollen. Auch sollen ihnen die Schlüssel zu den Stadttoren in ihre Verwahrung übergeben werden. Überdies soll dies alles auf Pergamentbriefe ausgestellt werden, worin der Deutschmeister für sich und seine Nachkommen und Ordensangehörige unterschreibt und Siegel anhängt werden soll, 18. April 1525 

Erstellt (Anfang):  [1521; 2. Juli 1524; 20. Februar 1525 - 14. Juni 1525]
Quelle/Sammlung: Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart
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2. Akten
7. Deutscher Orden in Mergentheim
Schriftwechsel des Deutschmeisters Dietrich von Cleen, Teil I: (1521), 2. Juli 1524 - 14. Juni 1525 / 1521; 2. Juli 1524; 20. Februar 1525 - 14. Juni 1525
Archivalienuntereinheit
Identifikatoren/​Sonstige Nummern: H 54 Bü 65, 11 [Bestellsignatur]
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  • Cleen, Dietrich von; Deutschmeister
  • Deutscher Orden
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