Mundbogen: das älteste Saiteninstrument der Welt aus dem Geißenklösterle im Achtal bei Blaubeuren-Weiler 

Datierung :
  • 1974-1983  [Gefunden]
Ortsbezüge (Werk):
Objekttyp: Mundbogen
Weitere Angaben zum Werk: Geweih [Material/Technik]
Länge: 13,1 cm, Durchmesser: 0,4 cm [Maße]
Literatur: Württembergisches Landesmuseum, Keefer, Erwin, 1993: Steinzeit, Stuttgart, S. 58.
Hahn, J., 1988: Das Geißenklösterle I. Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg, Band 26
Kurzbeschreibung: Das dünne Geweihband ist mit parallelen Reihen von kurzen Einkerbungen verziert und an den beiden abgeflachten Enden durchbohrt. Es wurde im Geißenklösterle, einer Höhle im Achtal gefunden, die neben den Tierplastiken vor allem für zwei fast vollständig erhaltene Flöten bekannt ist. Bei dem Geweihband handelt es sich wahrscheinlich um einen Mundbogen, dafür spricht auch die Lage in der Nähe der Flöten. Bei diesem Instrument wird eine Saite durch die beiden Löcher gespannt, die Mundhöhle dient als Resonanzkörper und die Tonhöhe konnte über die Verkürzung der Saite mit einem Holzstäbchen gesteuert werden. Gespielt, klingt es sehr ähnlich wie eine Maultrommel.
Der Mundbogen ist in der Schausammlung "LegendäreMeisterWerke" im Alten Schloss ausgestellt.
[Fabian Haack]
Württembergisches Landesmuseum, Keefer, Erwin, 1993: Steinzeit, Stuttgart, S. 58.
Quelle/Sammlung: Steinzeit
Archäologische Sammlungen
Musikinstrumente
LegendäreMeisterWerke. Kulturgeschichte(n) aus Württemberg
Identifikatoren/Sonstige Nummern: S 89,22-10
Weiter im Partnersystem: http://www.museum-digital.de/bawue/index.php?t=objekt&oges=7906

Ortsbezüge:
Schlagwörter: Ausgrabung Geißenklösterle (1974-1983), Musikinstrument, Saiteninstrument, Steinzeit
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