Tracht. Betzingen. Brustblätz 

Datierung :
  • um 1900  [Hergestellt]
Ortsbezüge (Werk):
Objekttyp: Tracht
Weitere Angaben zum Werk: Wolle, Leinen, Baumwolle, Seide, Samt, handgenäht [Material/Technik]
H 27 cm; B 17 cm [Maße]
Literatur:
  • Keller-Drescher, Lioba, 2003: Die Ordnung der Kleider. Ländliche Mode in Württemberg 1750-1850, Tübingen, S. 268-269
Kurzbeschreibung: Zur Betzinger Frauentracht gehörender Brustblätz, dessen unterer, leicht abgerundeter Teil aus himbeerrotem Wolltuch besteht und am Rand gezackt ist. Das trapezförmige Mittelstück besteht aus schwarzer Seide, die mit einem Kranz aus weißen und blauen Blumen bestickt und mit einem Monogramm „B.R.“ verziert ist. Zwischen dem oberen und dem unteren Teil befindet sich ein schmales schwarzes Samtband. An den übrigen drei Seiten ist das Mittelstück mit breiten schwarz-weiß gewobenen Bändern gerahmt. Die Ränder sind mit blauem Stoff eingefasst. Die Rückseite des Brustblätzes besteht aus naturfarbenem Leinen. Das Mieder der Betzinger Tracht schließt nicht "bündig" ab, die verbleibende Partie wird vom sogenannten Brustblätz gefüllt. Dieser wird in das Mieder eingesteckt und mittels der Schnürung durch ein Breisnestel gehalten. Der Brustblätz ist das individuellste Stück einer Betzinger Tracht. Er variiert in Farben und Stoffen. Bunte Farben werden zum blauen Rock und zum Schnurrock getragen. Der Werktagsbrustblätz ist dunkel und schlicht. Konfirmandenbrustblätze wurden von den Konfirmandinnen selbst ausgenäht und außer zur Konfirmation auch zum Abendmahl getragen.
Identifikatoren/​Sonstige Nummern: 2002/0525
Weiter im Partnersystem: https://bawue.museum-digital.de/index.php?t=objekt&oges=56123
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