Kapff, Ernst Sixt 

Geburtsdatum/-ort: 17.04.1863; St. Gallen
Sterbedatum/-ort: 26.12.1944;  Göppingen
Beruf/Funktion:
  • Archäologe, Pädagoge, Schriftsteller, Übersetzer
Kurzbiografie: Elementarschule und Lyzeum in Ludwigsburg; Lyzeum in Cannstatt; Gymnasium in Stuttgart
1882 ff. Studium der Philosophie und Ästhetik in Tübingen, Bonn und Leipzig; Militärdienst; Promotion zum Dr. phil. an der Universität Tübingen; literarische Arbeiten im Elternhaus in Cannstatt
1890 Humanistisches Professoratsexamen; Gymnasial-Vikar, dann Gymnasial-Lehrer an dem von seinem Vater geleiteten Lyzeum in Cannstatt
1894/96 Entdeckung und Ausgrabung des römischen Kastells in Cannstatt
1900 Rektor der Mittelschule in Witzenhausen an der Werra (Provinz Hessen-Nassau)
1902 Leiter der „Nationalschule für Söhne Deutscher im Auslande“ in Wertheim in Baden
1906 Rückkehr in den württembergischen Staatsdienst; Hilfslehrer in Ellwangen; Leiter der Reformschule in Degerloch
1907/13 Oberpräzeptor am Gymnasium in Ulm
1913/30 Prof. (Studienrat) am Realgymnasium in Göppingen
1930 Eintritt in den Ruhestand
Weitere Angaben zur Person: Religion: ev.
Verheiratet: 17.10.1896 (Schwäbisch Hall) Bertha Charlotte Christine, geb. Plochmann (geb. 2.2.1875 in Kaisersbach), Tochter des Carl Plochmann, Oberförster in Neuffen, und der Karoline, geb. Rappold
Eltern: Vater: Franz Kapff (1829-1898), Gymnasial-Prof. an der Kantonsschule St. Gallen, später in Ludwigsburg, dann Rektor des Lyzeums in Cannstatt
Mutter: Emma, geb. Binder
GND-ID: GND/116045280

Biografie: Karl Heinz Burmeister (Autor)
Aus: Württembergische Biographien 1, 122-125

Sixt Ernst Kapff war ein Schöngeist der Gründerzeit, dessen Lebensweg eine große Vielfalt von Tätigkeiten aufweist, mit denen er sich neben seinem Lehrberuf befasst hat. Er selbst bezeichnet sich in den für die Jahre 1891 bis 1938 lückenlosen Eintragungen in Kürschner's Deutschem Literatur-Kalender (ab 1939 fehlt sein Name), den Schwerpunkt seiner Interessen immer wieder wechselnd, als Bühnendichter, Archäologe, Philologe, Pädagoge, Historiker, Übersetzer. Hinzuzufügen wäre noch Politiker und Opernlibrettist.
Aus alter adliger württembergischer Beamtenfamilie stammend wechselte Kapff in der Jugend mit dem Dienstort seines Vaters mehrfach seinen Aufenthalt. Nach seinem Studium der Philosophie und Ästhetik in Tübingen, Militärdienst, Fortsetzung seines Studiums in Bonn und Leipzig, Promotion zum Dr. phil., widmete er sich im Elternhaus in Cannstatt literarischen Arbeiten. Daneben verfolgte er seine Ausbildung als Lehrer für das mittlere und höhere Schulamt: 1890 bestand er das humanistische Professoratsexamen, 1891 war er Lehramtskandidat, 1892 Gymnasial-Vikar, 1898 Gymnasial-Lehrer, verließ dann den württembergischen Staatsdienst, wurde 1900 Rektor der Mittelschule in Witzenhausen und 1902 Rektor der „Nationalschule für Söhne Deutscher im Auslande“ in Wertheim. 1906 kehrte er in den württembergischen Schuldienst zurück: er wurde 1906 Leiter der Reformschule in Degerloch, 1907 war Kapff Oberlehrer am Gymnasium in Ulm, 1908 Oberpräzeptor und 1922/30 Studienrat am Realgymnasium in Göppingen. 1930 trat Kapff nach 40jähriger Lehrtätigkeit in den Ruhestand.
Der Schriftsteller Kapff ist in den Literatur-Lexika aufgeführt, aber dennoch nicht eigentlich in die Literaturgeschichte eingegangen: Sein Name fehlt in allen Grundrissen und Handbüchern der deutschen Literatur. Eine Ausnahme bildet die „Schwäbische Litteraturgeschichte“, deren Verfasser Rudolf Krauß allerdings auch nicht darüber hinaus gelangt, Kapffs 1892 zum in der ganzen Welt gefeierten 400. Kolumbusjubiläum für die Hofbühne verfasstes Schauspiel in fünf Aufzügen „Columbus“ als „ein geschickt gemachtes Drama“ zu qualifizieren und in „Kanzel und Schaubühne“ ein „artiges Talent für die kulturhistorische Komödie“ zu entdecken. Kapffs Erfolge als Bühnendichter blieben ohne spektakulären Erfolg, sieht man vielleicht von dem im Sommer 1890 zur Feier der Vollendung des Ulmer Münsters geschaffenen preisgekrönten Schauspiel-Cyclus „Alt-Ulm“ ab. Der Zyklus umfasste die Zwischentitel „Die neue Pfarrkirche“, „Das Interim im Münster“ und „Ein Schwörtag“. Kapffs Erstlingswerk war das historische Lustspiel „Kanzel und Schaubühne“ (1889), das uns in die Zeit Wielands nach Biberach und Schloss Warthausen führt. Zwei weitere Versuche blieben ungedruckt, nämlich die Bühnenspiele „Ein Besuch bei Wilhelm Hauff“ (1896) und „Die deutschen Ingenieure auf Lichtenstein“ (1896). Ungedruckt blieben auch einige Novellen: „Das letzte Recht“, „Der Sekundant“ (1896).
1895 schrieb Kapff den Text für die Komposition des Oratoriums für gemischten Chor, Soli und Orchester „Jephta“ von Josef Anton Mayer. Im Februar 1912 wurde im Städtischen Theater in Ulm die Oper „Magdalenenbrunnen“ aufgeführt, zu der Kapff den Text lieferte, die Musik schrieb wiederum Mayer. 1918 folgte die romantische Oper „Laurins Rosengarten“, deren Text Kapff verfasste; die Musik schuf der Komponist Wilhelm Mauke. Auch diese Oper wurde um 1920 aufgeführt. 1927 erschien zu dieser Oper in der Reihe „Radiotexte“ ein „Vollständiges Textbuch für Theater, Rundfunk“. Demnach wurde diese Oper auch durch das Radio ausgestrahlt. Auch in der Theorie setzte sich Kapff mit der Oper auseinander; für die „Neue Musikzeitung“ verfasste er einen Artikel über die „Volksoper im neuen Deutschland“ (1916).
Kapff ist schließlich dennoch in anderer Weise in die Literaturgeschichte eingegangen. Er war 1891/92 am Lyzeum in Cannstatt Deutschlehrer von Hermann Hesse, sein „jüngster und nettester Lehrer“ und 1895/96 sein Briefpartner, mit dem er viele literarische Themen diskutierte. 1893 schrieb Kapff eine Abhandlung über „Das Verhältnis zwischen Christentum und Literatur mit besonderer Beziehung auf Shakespeare, Goethe und das junge Deutschland“, erschienen in der Reihe „Zeitfragen des christlichen Volkslebens“. In kleineren Aufsätzen äußerte Kapff sich zu schwäbischen Dichtern wie Wilhelm Hauff oder Ludwig Uhland, ferner zu dem Kultur- und Literaturhistoriker Johannes Scherr (1930) oder zu dem Stuttgarter Maler Karl Urban Keller (1927). Kapff, der Portugiesisch lernte, wollte – wie zeitweise auch H. Hesse – nach Brasilien auswandern; er hatte 1895 eine Redakteurstelle bei einer deutschen Zeitung in Porto Allegre in Aussicht. 1900/02 leitete Kapff die städtische Mittelschule in Witzenhausen, dem Standort der 1899 gegründeten ersten deutschen Kolonialschule. 1902/06 war er Rektor der „Nationalschule für Söhne Deutscher im Auslande“ in Wertheim. Als pädagogischer Fachschriftsteller befasste sich Kapff mit der in Deutschland wenig ausgeprägten Ausbildung von Führungskräften für die Kolonien und Auslandsschulen in Südbrasilien. 1892-1901 erschienen von ihm wiederholt Aufsätze, vor allem in den „Grenzboten“, über das Deutschtum im Ausland, namentlich in Brasilien, u.a. zwei Artikel im Rahmen des damals weltweiten imperialistischen Diskurses „Weltpolitik und Schulpolitik“ und „Weltpolitik und höheres Schulwesen“ sowie eine größere theoretische Abhandlung über „Die deutschen Schulen im Ausland“(1902). Seine Erfahrungen und Gedanken über „Schulen für koloniale Ausbildung“ fasste er für das „Encyklopädische Handbuch der Pädagogik“ (2. Auflage 1908) zusammen.
Seine zweite theoretische Schrift „Die Erziehungsschule. Ein Entwurf zu ihrer Verwirklichung auf Grund des Arbeitsprinzips“ (1906) kam ebenfalls aus der Praxis. Das Buch war eine Werbeschrift für die Reformschule in Degerloch, deren Rektor Kapff im Herbst 1906 wurde. Im Winter 1905/06 hatte sich auf privater Basis der „Verein Reformschule Degerloch“ gegründet, um eine nach den Vorstellungen von Kapff gestaltete Mittelschule als „Erziehungsschule“ ins Leben zu rufen, deren Lehrplan sich an den des Reformrealgymnasiums mit Realschule anlehnte. Die „Erziehungsschule“ war eine Tagesschule, in der an vier Tagen in der Woche die Schüler (Knaben und Mädchen gemeinsam) bis zum Abend in der Schule blieben und dort auch die Hausaufgaben erledigten. Den Leibesübungen (Schwimmen, Tennis, Fußball, Eislaufen) wurde viel Raum gegeben. Die Behörden begünstigten dieses Projekt, das Vorbildcharakter haben sollte. In vielen anderen Aufsätzen in der pädagogischen Fachliteratur, aber auch in anspruchsvollen Tageszeitungen, nahm Kapff zu Erziehungsfragen Stellung, u.a. zur Großstadtschule der Zukunft (1919), zur Bedeutung der Naturwissenschaft für die Erziehung (1920), zur Zukunft der evangelisch-theologischen Seminare (1923).
Seit 1893-1900 fand Kapff, Mitglied des Württembergischen Anthropologischen Vereins, in der Archäologie ein reiches Betätigungsfeld. Kapff berichtete regelmäßig als Ausgräber über neolithische und römische Bodenfunde in der Umgebung von Stuttgart, vor allem in Cannstatt, aber auch über die Indianer Südbrasiliens. Er hielt Vorträge zu diesen Themen und führte Führungen durch. Kapff entdeckte 1894 das römische Kastell in Cannstatt, das 1894/96 von der Reichs-Limes-Kommission zusammen mit dem damals gegründeten Altertumsverein von Cannstatt ausgegraben wurde. 1896-1898 gab Kapff sieben Bände der Mitteilungen des Altertumsvereins Cannstatt heraus. 1908 nahm Kapff in Ulm seine archäologischen Fundberichte in Ulm noch einmal für kurze Zeit auf. 1932 widmete er der Heimatkunde eine Aufsatzsammlung „Rund um den Hohenstaufen“. Er beschreibt in diesem Wanderführer in 17 Beiträgen u.a. die Ansiedlung der Alamannen in vorchristlicher Zeit, die Edlen von Büren, das kaiserliche Hoflager auf dem Hohenstaufen, die Wallfahrtskirche auf dem Rechberg und die Geschichte der Herren von Rechberg. Besonders modern klingt seine ökologiegeschichtliche Darstellung über „Pflanzen- und Tierwelt im Göppinger Bezirk vor hundert Jahren und heute“. Kapff ist darum bemüht, den trockenen Ton einer theoretischen Darstellung zu vermeiden, beharrt jedoch inhaltlich auf einem streng wissenschaftlichen Standpunkt und will zudem auch neue Forschungsergebnisse einbringen. Sein Ziel ist es, den Leser dazu anzuregen, die landschaftlichen Schönheiten um den Hohenstaufen und die Denkmäler der Vergangenheit zu Fuß zu erwandern.
Als Übersetzer bot sich der in vielen Sprachen bewanderte Kapff für Übertragungen aus dem Lateinischen, später auch aus dem Englischen und Französischen an; vermutlich übersetzte er auch – zumindest teilweise – die Werke des italienischen Historikers Guglielmo Ferrero (1871-1942) aus dem Italienischen. Dessen „Grandezza e decadenza di Roma“ (1902/07), das bereits 1907 in Englisch „The greatness and decline of Rome“ vorlag, erschien 1908/10 in einer deutschen Übersetzung „Größe und Niedergang Roms“ in 6 Bänden, von denen Max Pannwitz Band 1 bis 2 übertragen hatte, Kapff Band 3 bis 6. Kapff brachte Band 3 1908, Band 4 und 5 1909, Band 6 1910 heraus (2. Auflage 1912/14, 3. Auflage 1921/22, 4. Auflage 1922). Es wird nichts darüber ausgesagt, inwieweit Kapffs Übertragung dem italienischen Original oder der englischen Übersetzung gefolgt ist. Kapff wandte sich auch der Übersetzung anderer Werke von Ferrero zu. So erschien 1912 „Die Frauen der Cäsaren“ (2. Auflage 1914, 3. Auflage 1921). Der Übersetzung lag hier das englische Original „The Women of the Caesars“ (1911) zugrunde. Kapff übersetzte auch „La ruine de la civilisation antique“, das 1913 im Original in französischer Sprache erschienen war. Kapffs Übersetzung nach dem französischen Original „Der Untergang der Zivilisation des Altertums“ kam 1922 heraus (2. Auflage 1923). Mit diesen seitenstarken Übersetzungen erzielte Kapff nicht nur einen buchhändlerischen Erfolg durch hohe Auflagenziffern und Neuauflagen, sondern nahm auch Anteil an einem viel beachteten zeitgenössischen Autor der Weltliteratur. Die Übersetzungen Kapffs sind auch heute noch im Antiquariat verbreitet, während dort seine eigenen Werke kaum zu finden sind.
Quellen: AED Göppingen, Nr. 608, Bl. 586; DLA, Z: Kapff, S. E. (Zeitungsausschnitte); Ninon Hesse (Hg.), Kindheit und Jugend vor 1900, Hermann Hesse in Briefen und Lebenszeugnissen, I-II, 1966/78, passim.
Werke: Bühnendichtungen: Kanzel und Schaubühne, 1889; Columbus, 1893; Alt-Ulm, 1894; Jephtha, Oratorium von Josef Anton Mayer, 1895 (ungedruckt); Ein Besuch bei Wilhelm Hauff, Bühnenspiel, 1896 (ungedruckt); Die deutschen Ingenieure auf Lichtenstein 1896 (ungedruckt); Magdalenenbrunnen, Oper von Josef Anton Mayer, 1912; Laurins Rosengarten, romantische Oper von Wilhelm Mauke, 1918, 2. Aufl. 1927.<br /> Literatur-, Musik-, Kunst- und Zeitgeschichte: Das Verhältnis zwischen Christentum und Literatur mit besonderer Beziehung auf Shakespeare, Goethe und das junge Deutschland, in: Zeitfragen des christlichen Volkslebens 132 (1893); Das Uhland-Haus in Tübingen, in: Daheim 47 (1910), Nr. 2; Volksoper im neuen Deutschland, in: Neue Musikzeitung 37 (1916); K. U. Keller, in: Schwäbischer Merkur (1927), 30, 7; Sollen wir Rapallo verleugnen? in: Der Türmer 30 (1927/28), 374; Johannes Scheer, in: Deutsche Arbeit, Sudetendeutsche Monatshefte 30, 12-15; Johannes Scherrs literarische Wiedergeburt, in: Die Gartenlaube 1930, 625; Wilhelm Hauff und die Tübinger Feuerreiter, in: Württ. Monatsschrift, hg. von A. Lämmle (1933), 697-704.<br /> Archäologie und Heimatgeschichte: Neolithische Wohnstätten bei Hof Mauer, in: Fundberichte aus Schwaben 1 (1893), 22 f. (mit Nachtrag in 6 (1898), 9 f.); Ausgrabungen und Funde, in: ebda. 1 (1893), 34-36; Ausgrabungen in Untertürkheim, in: ebda. 2 (1894), 8; Neue Funde aus Cannstatt, in: ebda. 4 (1896), 36-39; Der römische Begräbnisplatz bei Kastell Cannstatt, in: ebda. 5 (1897), 39-41; 6 (1898), 48-58; 8 (1900), 74 f.; Neue Funde vom „Altenburger Feld“ bei Cannstatt, in: ebda. 8 (1900), 75-77; Anthropologisches von den Indianern des ehemaligen Jesuitenstaates in Paraquaria, in: ebda. 6 (1898), 63; Funde aus frühmittelalterlicher und mittelalterlicher Zeit in Ulm, ebda. 16 (1908), 105 f.; Hg. der Mitt. des Altertumsvereins Cannstatt, Bde 1-7, 1896/98; Das römische Standlager bei Cannstatt am Neckar, in: Blätter des schwäbischen Albvereins 10 (1898), 427-435; Rund um den Hohenstaufen, Heimatkundliche Streifzüge durch den Hohenstaufengau, 1932.<br /> Kolonialpädagogik, -geschichte und -politik: Das Auswanderungsgesetz und die politische Lage in Südbrasilien, in: Export 14 (1892), 697; Die deutsche Auswanderung nach Brasilien, in: Die Grenzboten (1896), Nr. 44, 201; Besiedlung des Alto-Uruguaygebiets, in: ebda. (1897), 162-168; Landsmannschaftliche Kolonisation in Südbrasilien, in: Deutsche Kolonialzeitung 1899, Nr. 4; Ein deutscher Jesuitenpater in Südbrasilien, in: Die Grenzboten (1899), Nr. 5; Angelsachsen und Deutsche in Südbrasilien, in: ebda. (1899), Nr. 30; Weltpolitik und Schulpolitik, in: Pädagogisches Archiv (1901), 420-427; Weltpolitik und höheres Schulwesen, in: Beilage zur Allgemeinen Zeitung, 1901, Nr. 18; Die deutschen Schulen im Ausland, 1902; Kolonialpädagogik, in: Die Grenzboten (1903), Nr. 33; Schulen für koloniale Ausbildung, in: Encyklopädisches Handbuch der Pädagogik, hg. von W. Rein, Bd. 8, 2. Aufl. 1908, 86-89.<br /> Pädagogik: Die Erziehungsschule. Ein Entwurf zu ihrer Verwirklichung auf Grund des Arbeitsprinzips, 1906; Großstadtschule der Zukunft. Das Schulhaus, 1919, 72-78; Die Bedeutung der Naturwissenschaft für die Erziehung, in: Kosmos, 1920; Die 3klassige Arbeitsschule der 4.-6. Schuljahre als Kernstück der neuen Erziehungs- und Arbeitsschule, in: Ernte, Jb. der Halbmonatsschrift Das literarische Echo, 1920, 74-80; Zukunft unserer niederen ev.-theologischen Seminare, in: Schwäbischer Merkur (1923), 26, 2.<br /> Übersetzungen: Guglielmo Ferrero, Größe und Niedergang Roms, Bd. 3-6, 1909/10, 4. Aufl. 1922; Die Frauen der Cäsaren, 1912, 3. Aufl. 1921; Der Untergang der Zivilisation des Altertums, 1922, 2. Aufl. 1923.
Nachweis: Bildnachweise: Kapff mit Mitgliedern der Reichs-Limes-Kommission bei den Ausgrabungen am Cannstatter Kastell 1894/96, in: M. Schmid, 27 (vgl. Lit.).

Literatur: Kürschner, 1891-1937/38; R. Krauß, Schwäbische Literaturgeschichte, 1899, 355; K. W. F. Brümmer, Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten, 3, 1913, 407 f.; H. H. Riemann, Musiklexikon, 10. Aufl. 1922, 797 (Maucke), 798 f. (Mayer); H. A. L. Degener, Wer ist's?, 10. Ausg. 1935, 781; F. Stieger, Opernlexikon, I/2, 1977, 752; II/2, 1977, 702 und 698; NDB 11, 130 f. (Erwähnung im Familienzusammenhang); Deutsches Literatur Lexikon, 3. Aufl. 1981, 899; M. Schmid, 250 000 Jahre Cannstatter Geschichte, 1989, 26 f.; U. Apel, Hermann Hesse: Personen und Schlüsselfiguren in seinem Leben 2, 1989, 523 (mit ausführlichen Quellennachweisen).
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