Lais, Robert 

Geburtsdatum/-ort: 01.03.1886;  Freiburg
Sterbedatum/-ort: 28.03.1945;  Freiburg
Beruf/Funktion:
  • Geologe, Molluskenforscher, Urgeschichtler, Verfolgter des NS-Regimes
Kurzbiografie: 1892-1896 Volkschule in Freiburg
1896-1905 humanistisches Gymnasium, großherzogliches Gymnasium (Bertholdsgymnasium) in Freiburg bis Abitur
1905-1909 Studium der Mathematik und Naturwissenschaften an der Universität Freiburg
Seit 1906 Mitglied im Landesverein für Naturkunde und Naturschutz e. V. (BLNN)
1910 Staatsexamen für das höhere Lehrfach der mathematisch-naturwissenschaftlichen Abteilung in Karlsruhe
1910 Jul. Eintritt ins Beamtenverhältnis Krankheitsvertretung von Okt. 1910 bis Jul. 1911, dann Beurlaubung
1911-1912 Assistent an der kaiserlichen Hauptstation für Erdbebenforschung und Zentralbureau der Internationalen Seismologischen Assoziation in Straßburg
1913 Sep.-1915 Jan. Lehramtspraktikant am Realgymnasium in Freiburg
1915 Jan.-1918 Dez. Frontkämpfer, Ostfront, verwundet, nach Genesung ab 1916 als Freiwilliger in Wolhynien. Anschließend als Kriegs-(Wehr)geologe im Raum Verdun
1917 Beförderung zum Leutnant der Reserve. Nach dem I. Weltkrieg wieder Lehrer am Freiburger Realgymnasium
1920 Versetzung an die Realschule nach Triberg
1926-1936 Geschäftsführer/Schriftleitung des BLNN
1927 Versetzung nach Freiburg an die Freiburger Mädchenoberrealschule
1931 Gründungsmitglied des alemannischen Instituts
1937 30. Jun. Aus „rassischen Gründen“ in den Ruhestand versetzt: „Professor Lais ist mit einer Jüdin verheiratet“
1944/45 Beim Volkssturm in Freiburg; eine schwere Lungen- und Rippenfellentzündung führt schließlich zum Tod
Weitere Angaben zur Person: Religion: rk.
Auszeichnungen: Eisernes Kreuz 2. Klasse (1917), Ritterkreuz 2. Klasse mit Schwertern des Ordens vom Zähringer Löwen (1917); Abzeichen für Verwundete, schwarz (1918), Ehrenkreuz für Frontkämpfer (1934)
Verheiratet: 1921 (Freiburg) Martha, geb. Grötzinger (1890-1979), isr.
Eltern: Vater: Robert (1858-1932), Hauptlehrer aus St. Ulrich
Mutter: Elisabeth, geb. Sattler aus Lahr (1850-1943)
Geschwister: 2 Halbgeschwister: Hermann und Ludwig Maier (1873-1963)
2 Geschwister: Elisabeth (1889-1954) und Paul (1895, gefallen 1915)
Kinder: Renate (geb. 1926)
GND-ID: GND/116648082

Biografie: Andrea Bräuning (Autor)
Aus: Badische Biographien NF 5, 170-173

Lais ist als der Erfinder der „Lais’schen Methode“ bekannt, d. h. der Sedimentanalyse. Sie stellte für die archäologische Feldforschung der 1920er und 1930er Jahre eine Sensation dar, da sie eine Datierung von Schichten anhand der Untersuchung der Sedimente unabhängig vom archäologischen Fundgut ermöglicht. In Gebieten mit kalkhaltigen Böden kann die Molluskenkunde Erkenntnisse vermitteln, wie es anderswo die Pollenanalyse vermag. Dadurch gelang es, erstmals Klima und Landschaftsbild des prähistorischen Menschen zu rekonstruieren. Sein Ansatz war methodisch hervorragend, letztlich waren es aber andere, die seinen Weg archäologie-unabhängiger Funddatierungen weiter gegangen sind, etwa seine Schülerin Elisabeth Schmid. Lais förderte vor allem das interdisziplinäre Arbeiten zwischen Naturwissenschaften und Archäologie.
Lais' Vater wie Großvater waren Pädagogen. Bildung und Wissen besaßen also vom Anbeginn an einen großen Stellenwert in seiner Erziehung. Nach dem humanistischen Abitur studierte er in seiner Heimatstadt Freiburg Mathematik und Naturwissenschaften. Schon damals forschte er auf eigene Faust und erhielt mit 26 Jahren die Chance, als Assistent in Straßburg an der kaiserlichen Hauptstation für Erdbebenforschung zu arbeiten. Es sind dies die Jahre zahlreicher Erdbeben – so am 16. September 1911 das große mitteleuropäische Beben und das vom 20. Juli 1913 in Freiburg –, die auf den jungen Wissenschaftler eine Faszination ausübten und eine wissenschaftliche Herausforderung waren.
In diese Zeit fällt auch seine Dissertation mit dem Titel „Beiträge zur Kenntnis des Diluviums der Umgebung von Lahr“, bewertet mit 1,5 vom damaligen Ordinarius Deecke; doch, ungeklärter Weise, zu einem Promotionsabschluss kam es nie.
Mit 29 Jahren wurde Lais im Januar an die Ostfront eingezogen, wo er bereits im August in Kowno durch einen Brustschuss verwundet wird. Nach der Genesung folgten 1916 weitere Kampfeinsätze an der Ostfront in Wolhynien und von 1917 bis 1918 als Kriegs(Wehr)geologe an der Westfront im Raum Verdun. Diese Zeit nutzte er dennoch auch wissenschaftlich, indem er seine Molluskensammlung aufbaute.
Nach dem I. Weltkrieg wurde Lais Lehrer am Freiburger Realgymnasium, bald darauf erfolgten die Ernennung zum Studienprofessor und die Versetzung nach Triberg. Er war sowohl leidenschaftlicher Lehrer als auch Wissenschaftler; als Geologe interessierten ihn insbesondere das Pleistozän, also die Zeit, in der die frühesten Nachweise von Menschen in unserem Gebiet zu finden sind. Insgesamt lässt die Triberger Zeit, als sein Buch „Auf der Spur des Urmenschen“ entstand, bereits seine naturwissenschaftliche Vielseitigkeit erkennen. Auch der experimentellen Archäologie gehörte seine Leidenschaft: die Feuersteinwerkzeugherstellung des Steinzeitmenschen und die Brenntechniken prähistorischer Keramik interessierten ihn besonders; außerdem bearbeitete er die Schneckensammlung seines gefallenen Studienkollegen Hans Kaufmann und untersuchte die Auswirkung von Witterung, Standort und Klima auf Entwicklung und Wachstum von Mollusken, wobei er feststellte, dass die Temperatur der entscheidende Faktor ist. Diese Arbeiten bildeten die Grundlage und Voraussetzung für seine wichtigen Entdeckungen: anhand der Größe der Schnecken, so fand er heraus, kann man Auskunft geben über das Klima längst vergangener Zeiten, bis in das frühe Diluvium hinein, ohne langjährige meteorologische Beobachtungen anzustellen.
Trotz seiner Aktivitäten muss Triberg für den Wissenschaftler dennoch einem „Exil“ gleichgekommen sein. Er war weit weg von allen Forschungseinrichtungen und Bibliotheken, abgeschnitten auch vom wissenschaftlichen Diskurs mit den Fachkollegen. Gesuche um Versetzung, auch durch Dritte, wie vom Vorstand des Naturschutzbundes, blieben zunächst erfolglos. Endlich 1927 erhielt er seine ersehnte Versetzung zurück nach Freiburg an die Mädchenoberrealschule, heute Goethegymnasium. In diesen Lebensabschnitt fielen auch die Heirat und die Geburt der Tochter; beide, Ehefrau wie Tochter, unterstützen später seine wissenschaftlichen Forschungen und begleiteten ihn auf seinen Wanderfahrten und Exkursionen. Seine Frau hielt ihm den Rücken frei und las auch seine Manuskripte. Lais galt als hervorragender Pädagoge und Wissenschaftler, hatte Humor, war geradlinig, offen und direkt. In Tagebüchern hielt er seine Erkenntnisse fest und versah sie mit anschaulichen Zeichnungen und Fotos.
Das Engagement für den Naturschutz brachte dem heimatverbundenen und bodenständigen Lais neben der Tätigkeit als Lehrer den arbeitsintensiven Posten des Geschäftsführers beim Naturschutzbund ein. Er redigierte dessen Mitteilungsblatt und verfasste zahlreiche Beiträge, informierte die Mitglieder über die aktuellsten naturwissenschaftlichen Methoden in der Archäologie und Grabungstechnik – so über den Einsatz von Caissons in den Pfahlbaustationen in Sipplingen am Bodensee unter H. Reinerth, über die Pollenanalyse durch K. Bertsch und die Bestimmung der Holzkohlen durch W. von Stokar. Mit den Letztgenannten arbeitete er später am Isteiner Klotz zusammen.
Lais bezog auch aktiv Stellung gegen die Zerstörung der Umwelt: so z. B. gegen den Bau der Staumauer des Schluchseewerks, das 1930 zur Stromgewinnung gebaut wurde, wozu ein beträchtlicher Teil des Tales überflutet wurde, oder gegen die Umwandlung des Gottenheimer Rieds und der Opfinger Wiesen in ertragreiches Wiesengelände oder Ackerland. Sein Einsatz um die Ausweisung erster Naturschutzgebiete, wie die der Halbinsel Mettnau mit der Süddeutschen Vogelwarte am Untersee, ist hier zu nennen. Zum 50-jahrigen Jubiläum erschien 1933 das naturwissenschaftliche Werk „Der Kaiserstuhl“, an dessen Zustandekommen er maßgeblich beteiligt war.
1931 gehörte er zum 19-köpfigen Kuratorium, das das Alemannische Institut gründete, wozu Oberbürgermeister K. Bender einberufen hatte. Hart traf ihn freilich die Auflösung des Kuratoriums 1933 durch NS-Oberbürgermeister F. Kerber, was für Lais einem Ausschluss gleichkam. Das Institut bestand indessen fort. Dem Nationalsozialismus stand Lais schon vor 1933 ablehnend gegenüber, nicht allein wegen seiner jüdischen Frau. Es dauerte zwei Jahre, bis sich die politische Wende für ihn persönlich auszuwirken begann: 1935 wurde er denunziert mit dem Ziel, ihn aus dem Schuldienst zu entfernen; Oberbürgermeister Kerber reagierte dabei sogar auf eine anonym an ihn adressierte Postkarte. 1936 endete seine Tätigkeit als Geschäftsführer beim Naturschutzbund, ein Jahr später, 1937, wurde die Suspendierung vom Schuldienst eingeleitet. Selbst seine Mitarbeit im Museum für Ur- und Frühgeschichte unter Universitätsprofessor Georg Kraft, der auch Leiter der Archäologischen Denkmalpflege war, war den Machthabern ein Dorn im Auge.
Dabei waren Lais' dienstliche Beurteilungen vorzüglich; dem Kultusministerium war er neben seiner Lehrtätigkeit auch als Wissenschaftler bekannt. Dennoch, rückblickend betrachtet, erscheint die Chance für Lais als gering, verschont zu bleiben, da die Nürnberger Rassegesetze eindeutig gegen ihn standen. Noch im Mai 1937 unternahm selbst das Ministerium für Kultus und Unterricht den Versuch, Lais im Dienst zu halten: „Im Hinblick auf seine Frontkämpfereigenschaft, sowie wegen seiner verdienstvollen Tätigkeit auf dem Gebiet der Heimatforschung und auch wegen seiner fachlichen und wissenschaftlichen Leistungen halte ich es auch bei strenger Auslegung des...Erlasses...für berechtigt, dass bei dem Genannten von einer Zurruhesetzung gemäß § 6 BBG abgesehnen wird“. Postwendend kam aber die Zurückweisung aus Berlin. Am 30. Juni 1937 wurde Lais aus „rassischen Gründen“ im Alter von 50 Jahren in den Ruhestand versetzt, allein weil er mit einer Jüdin verheiratet war.
Die Entlassung traf ihn hart. Er kämpfte zwar dagegen an, bemängelte das Verfahren, ihm sei keine Gelegenheit zur Äußerung gegeben worden, und wiederholte im Schreiben vom 7. Juli 1937 die bereits vom Ministerium für Kultus und Unterricht vorgetragenen Argumente. Doch Lais' Karriere schien zu Ende zu sein, er war wissenschaftlich kaltgestellt, aufs tiefste gekränkt und verletzt. Gleichzeitig mit der Pensionierung erfolgte nämlich auch der Ausschluss aus den Laboratorien verschiedener Institute und aus dem Geologischen Colloquium. Aus der Denkmalpflege wollte man ihn ebenfalls entfernen, ungeachtet der Unterstützung von Fachkollegen, um ihm so auch die Möglichkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten ganz zu nehmen. Kraft setzte sich in einem Schreiben vom 29. Juli 1937 mit Erfolg für eine projektbezogene Weiterbeschäftigung von Lais ein: „Als wissenschaftlicher Heimatforscher ist er auf seinem naturwissenschaftlichen Spezialgebiet – Untersuchung von Böden und besonders der darin befindlichen Schnecken – von bahnbrechender Bedeutung.“
Lais hatte bereits vor 1933 mit Kraft an zahlreichen Unternehmungen des Amtes als Spezialist vor Ort mitgewirkt. Dazu gehören die Untersuchung der Bodenschichten vom Munzinger Berg, der paläolithischen Station am Ölberg bei Ehrenstetten oder auch analytische Untersuchungen zur vorrömischen Keramik von Breisach. Kraft war es auch später, der Lais noch wissenschaftliche Perspektiven eröffnete und unermüdlich auf den wissenschaftlichen Nutzen von Lais' Forschungsarbeiten für die Prähistorie hinwies. Besonders wichtig waren Lais die Ausgrabungen und Forschungen um die 1939 von Friedrich Kuhn entdeckte und von ihm als Feuersteinbergwerk gedeutete Höhle an der Kachelfluh in Kleinkems am Isteiner Klotz. Dabei handelte es sich um das erste sicher nachgewiesene neolithische Jaspisbergwerk, dessen Erdschichten Lais im eigens von ihm aufgebauten und eingerichteten Freiburger Labor des Museums für Urgeschichte untersuchte.
Die NS-Machthaber, allen voran die Lehr- und Forschungsgemeinschaft „Das Ahnenerbe“, hatten großes Interesse an der prähistorischen Archäologie. Sie finanzierte zahlreiche Forschungen, so die Ausgrabungen von Prof. Lothar Zotz in Moravany nad Vàhom in der Slowakei, an denen Lais 1941/43 „besondere Untersuchungen“ durchführen durfte. Lais fand dort ähnliche geologische Bedingungen – kalkhaltige Lößböden – wie am Kaiserstuhl vor und erarbeitete für die Ausgrabung eine zuverlässige geologische Datierung, die mit Hilfe der herkömmlichen Methoden nicht möglich gewesen wäre.
Die Familie litt unter den wirtschaftlichen Einbußen der vorzeitigen Pensionierung. Wie prekär die Lage war, wurde durch die Verhaftung der Schwiegermutter, die in der Familie lebte, im Oktober 1940 schlagartig klar. Sie wurde in das KZ Gurs nach Südfrankreich deportiert, wo sie im Januar 1943 starb. Unterdrückung und Diskriminierung bestanden unvermindert, u. a. wurde seine Tochter Renate 1942, zwei Jahre vor dem Abitur, aus der Oberschule ausgewiesen. Ermutigt durch den Vater gelang es ihr, das Schulfremdenabitur abzulegen. Trotz aller Willkür sah Lais für eine Auswanderung keine Möglichkeit. Es blieb nur die Hoffnung, dass das NS-Regime zusammenbrechen würde, bevor es seine Vernichtungspläne systematisch ausgeführt hatte. Im November 1944 übernahm dann das „Das Ahnenerbe“ den Denkmalschutz am Westwall, doch schon am 23. wurde Straßburg von den Alliierten eingenommen. Lais wurde in diesem Winter zum Volkssturm zu Schanzarbeiten im Raum Freiburg eingezogen; zusammen mit Prof. Kraft und E. Schmid barg er bei den Erdarbeiten anfallende Funde. Als Kraft beim Luftangriff auf Freiburg am 27. November 1944 vermisst wurde, übernahm Lais die Leitung von Museum und Denkmalpflege und kümmerte sich um die finanziellen Angelegenheiten der Witwe, bis eine akute Lungen- und Rippenfellentzündung, die er sich bei den Schanzarbeiten zugezogen hatte, seinen raschen Tod herbeiführte.
Lais' unpublizierte Werke wurden postum veröffentlicht. Der Kampf der Witwe um Wiedergutmachung und Anerkennung Lais' als Verfolgter des Naziregimes setzte bald nach dem Krieg ein und resultierte in der Beförderung zum Oberstudiendirektor, rückwirkend zum 1. Januar 1939. Seine wissenschaftliche Leistung umriss Prof. Pfannenstiel in einem Schreiben an die Witwe vom 18. Juni 1956. Er urteilte: „dass er [Lais] die Leitung des Museums für Urgeschichte erhalten hätte, und dass ihn die Universität auf den verwaisten Lehrstuhl dieses Faches gerufen hätte und zwar ganz analog zu meinem eigenen Fall“, eine Anerkennung, wie sie ihm zeitlebens nicht vergönnt war.
Quellen: STAF D 180/2 Nr. 179751, Nr. 82563, L 50/1 Nr. 12257; StadtA Freiburg C4/XI/13/4, D, Mu 16/4 IXa 14 (Museen u. Vereine, Alemannisches Insitut), C 4/X/19/10-12 u. C 5/Nr. 1949; UA Freiburg B31/283, B3/803, B15/31; Ortsakten Landesdenkmalamt B-W, Außenstelle Freiburg; Privatakten R. Citron; Gespräche mit Zeitzeugen 2004 und 2005.
Werke: (zus. mit E. Scheu), Catalogue régional des tremblements de terre ressentis pendant l’année 1907. Publ. Du. Bur. Centr. De l’Assoc. Internat. Sismologie Strasbourg, 1912; Catalogue général des tremblements de terre ressentis pendant l’année 1907. Publ. Du. Bur. Centr. De l’Assoc. Internat. Sismologie Strasbourg, 1913; Die Wirkungen des Erdbebens vom 20. Juli 1913 in d. Stadt Freiburg i. Br., Mitt. des Großh. Bad. Geol. Landesanstalt 7, 1914, 673-699. Dr. Hans Kaufmanns hinterlassene Schneckensammlung. Ber. d. Naturf. Ges. Freiburg 25, 1925, 1-74; Klima u. Schneckenhaus, in: Natur u. Museum 56, 1926, 266-271; Auf den Spuren des Urmenschen, 1926; Das Schicksal des Schluchsees. Bad. Naturdenkmäler in Wort u. Bild Nr. 7, Beil. zu Mitt. d. Bad. Landesv. f. Naturkunde u. Naturschutz, N. F. 2, 1928; Die postglazialen Sedimente einer Höhle am Isteiner Klotz in Baden, Fortschr. Geol. Paläoont. 11, 1932, 415-438 (Deecke-FS); Molluskenkunde u. Vorgeschichte. Ber. Röm. Germ. Komm. 26, 1936, 5-23; Nachneolithische Ablagerungen „auf dem Berg“ bei Munzingen am Tuniberg (Breisgau). Beitr. zu natk. Forschungen in Südwestdeutschland 2, 1937, 174-216; Der Kaiserstuhl, Eine Naturgeschichte des Vulkangebirges am Oberrhein, (zus. mit E. Litzelmann u. a.) hg. vom bad. Landesverein für Naturkunde u. Naturschutz in Freiburg i. Br., 1933; Die Ausgrabungen bei Moravany, in: Grenzbote vom 21.9.1941; Die Höhle an d. Kachelfluh bei Kleinkems in Oberbaden. Eine Jaspisgrube u. Grabstätte d. jüngeren Steinzeit, 1942/1948.
Nachweis: Bildnachweise: Foto in: Bad. Fundberichte 17, zwischen 32 u. 33 (vgl. Lit.).

Literatur: E. Schmid, Nachruf R. Lais (1886-1945), in: Bad. Fundberichte 17, 1941-1947, 28-35; A. Zilch, Archiv für Molluskenkunde Bd. 76, 1948, 75-77; Michael H. Kater, Das „Ahnenerbe“ d. SS 1935-1945, 1997; Prähistorie u. Nationalsozialismus, Die mittel- u. ostdt. Frühgeschichtsforschung in den Jahren 1933-1945, hg. von Achim Leube, 2001.
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