Martin, Kurt Hermann 

Geburtsdatum/-ort: 31.01.1899; Zürich
Sterbedatum/-ort: 27.01.1975; Tegernsee/Oberbayern
Beruf/Funktion:
  • Kunsthistoriker, Museumsmann
Kurzbiografie: Volksschule in Zürich, Realgymnasium in Karlsruhe und Freiburg
1917 Not-Abitur in Freiburg, danach Kriegsfreiwilliger in Frankreich und Freiburg
1920 Studium in Freiburg und München
1924 Doktorexamen in München
1927 5 Monate Volontär an der Mannheimer Kunsthalle
1927-1934 wissenschaftlicher Hilfsarbeiter, später Konservator am Badischen Landesmuseum in Karlsruhe
1934 Direktor der Staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe
1940-1944 auch Generaldirektor der Oberrheinischen Museen mit Sitz in Straßburg
1945ff. Rückführung des Museumsgutes und Wiederaufbau der Staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe
1946 außerdem Leiter des Landesamts für Museen, Sammlungen und Ausstellungen in Freiburg
1948 Begleiter deutschen Kunstguts durch die Vereinigten Staaten, Mitbegründer von ICOM und 15 Jahre Leiter seines deutschen Nationalkomitees
1956/57 nach Ausscheiden aus der Staatlichen Kunsthalle Direktor der Karlsruher Akademie der Bildenden Künste
1957-1964 bis zur Pensionierung Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München – Mitglied des Olympiadekunstausschusses
1964 Dr. Ing. h. c. der Universität (Technischen Hochschule) Karlsruhe, weiterhin bis zu seinem Tode Berater des Auswärtigen Amts für Ausstellungen, namentlich moderner deutscher Kunst im Ausland, verbunden mit Reisen, auch in andere Erdteile – Mitglied zahlreicher Kunstgremien
Weitere Angaben zur Person: Religion: ev.
Verheiratet: 1928 Dr. med. Hildegard, geb. Wangrin
Eltern: Vater: Rudolf Martin
Mutter: Anna, geb. Hein
Geschwister: 2
Kinder: 2
GND-ID: GND/116805188

Biografie: In: Badische Biographien NF 1, 204-206
Werke: (Auswahl): Die Nürnberger Steinplastik im XIV. Jahrhundert (Denkmäler der deutschen Kunst II Plastik), Berlin 1927; Deutsche Dichter als Maler und Zeichner, Katalog der Heidelberger Ausstellung, Heidelberg u. als Buch München 1931; Die Kunstdenkmäler des Großherzogtums Baden, 10. Bd. Kreis Mannheim, 2. Abt. Stadt Schwetzingen (Stadt, Schloß und Park), Karlsruhe 1933; Jacob Burckhardt und die Karlsruher Galerie (Briefe u. Gutachten), Karlsruhe 1941; Bad. Sezession, 7. Ausstellung 1947, Univ. Freiburg (Vorwort); Bildnisse der Familie von Hans Thoma, Bilder u. Selbstzeugnisse, Berlin 1947; Grünewalds Kreuzigung der Karlsruher Galerie in der Beschreibung von Joris Karl Huysmans, Mainz 1947; Malerei und Plastik des Mittelalters aus Südwestdeutschland, Ausstellung in Freiburg und Baden-Baden, Baden-Baden 1947 (Freiburg 1946); Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko von Edouard Manet, Berlin 1948; Jardot, Maurice, und Martin, Kurt: Die Meister französischer Malerei der Gegenwart, Baden-Baden 1948 (auch französische Ausgabe); Hans Baldung Grien, Skizzenbuch: „Karlsruher Skizzenbuch“, Basel 1950, 2. erw. Ausgabe 1959; Musée de l'Orangerie: Des Maîtres de Cologne à Albert Dürer, primitifs de l'École allemande. Einleitung und Mitbearbeiter des Katalogs, Paris 1950; Minnesänger (Tafeln aus der Manessischen Liederhandschrift), Einleitung und Beschreibungen, Baden-Baden 1953, weitere Bände 1959, 1960, 1963; Karl Hofer, Ausstellung in der Kunsthalle Karlsruhe und der Kunsthalle Hamburg, Einleitung, Mannheim 1954; Kunst des Abendlandes, Hg. in Verbindung m. d. Erziehungsabt, der Staatl. Kunsthalle Karlsruhe (Kunstatlas), 4 Bde., Karlsruhe 1955 bis 1962; Edouard Manet, Aquarelle und Pastelle, Auswahl und Einleitung, Stuttgart 1958 (in franz. und englisch, Basel, Paris, London, New York in den folgenden Jahren); Hap Grieshaber, Holzschnitte, Text zu einer Ausstellung des Deutschen Kunstrats, Köln 1962; Die Ottonischen Wandbilder der St. Georgskirche in Reichenau-Oberzell, Konstanz 1961, 2. erw. Aufl., Sigmaringen 1975; Die Alte Pinakothek, München 1961 (Schnell u. Steiner Gr. Füh) u. München (Bruckmann) 1962 gr. Bd.; sowie einige Einführungen in Katalogen versch. Abt. der Bayer. Staatsgemäldesammlungen; Albrecht Dürer: Die vier Apostel, Stuttgart 1963 (Reclam, Werkmonogr.); Schicksale des Isenheimer Altars, Erinnerungen aus der Zeit von 1936 bis 1945, in: Cahiers Alsaciens d'Archéologie, d'Art et d'Histoire, Strasbourg 1967; Die Alexanderschlacht von Albrecht Altdorfer, München 1969; Erinnerungen an die französische Kulturpolitik in Freiburg nach dem Krieg, Sonderdruck, Sigmaringen 1974.
Nachweis: Bildnachweise: Plastik seines Kopfes in zwei Fassungen von Bernhard Heiliger 1958, in Museums- und Familienbesitz, Fotobildnisse in Artikeln und Nachrufen.

Literatur: Martins zahlreiche Publikationen und Literatur über ihn wurden von der Familie zusammengestellt und liegen weitgehend vollständig in der Bibliothek der Bayer. Staatsgemäldesammlung in München vor, die früheren Arbeiten auch in der Staatl. Kunsthalle Karlsruhe.
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