Wilser, Julius Ludwig 

Geburtsdatum/-ort: 23.03.1888;  Wehr (Baden
Sterbedatum/-ort: 06.02.1949;  Heidelberg
Beruf/Funktion:
  • Geologe
Kurzbiografie: 1907 Abitur am Humanistischen Gymnasium Karlsruhe
1907-1908 Wehrdienst als Einjährig-Freiwilliger beim 3. badischen Feldartillerieregiment 50 in Karlsruhe
1908-1913 Studium der Naturwissenschaften und Philosophie, Geologie, Paläontologie und Mineralogie in Heidelberg, München, Berlin und Freiburg
1912-1925 II., ab 1913 I. Assistent am Geologisch-Paläontologischen Institut Freiburg
1913 Promotion in Freiburg im Fach Geologie
1914-1915 Kriegsdienst
1915-1917 Lazarett (schwere Erkrankung) und Heimatdienst
1917-1918 Kriegsgeologe im Gr. Hauptquartier
1921 Habilitation in Freiburg, für Geologie und Paläontologie mit besonderer Berücksichtigung der angewandten Geologie, gleichzeitig Erhalt der venia legendi und Privatdozent
1924 Ernennung zum außerordentlichen Prof.
1933/34 Sommersemester und Wintersemester Kanzler der Universität Freiburg
1934 Nov. ordentlicher Prof. für Geologie und Paläontologie in Heidelberg
1939-1945 Wehrgeologe
1945 vom Dienst suspendiert
Weitere Angaben zur Person: Religion: ev.
Verheiratet: 1916 Wilhelma, geb. Ludowici
Eltern: Vater: August Wilser, Kaufmann
Mutter: Melanie, geb. Stehling
Geschwister: keine
Kinder: 3 Söhne
1 Tochter
GND-ID: GND/117396370

Biografie: In: Badische Biographien NF 3, 300-301
Werke: Die Rheintalflexur nördlich von Basel zwischen Lörrach und Kandern und ihr Hinterland, Diss., in: Mitt. Bad. geol. Landesanst. III., 1914; Grundriß der angewandten Geologie unter Berücksichtigung der Kriegserfahrungen für Geologen und Techniker, Berlin 1921; Der Mauracher Berg bei Denzlingen nördlich von Freiburg, in: Mitt. bad. Landesver. Naturkde Freiburg, N.F. 1, 1924; Die natürlichen Bedingungen der Donauversinkung und deren wirtschaftliche Nutzung, 1924; Geologische Voraussetzungen für Wasserkraftanlagen, Berlin 1925; Das Erdöl in der Weltwirtschaft und Weltpolitik, in: Zs., Geopolitik IV, 1927; Zur Geologie des europäischen und zentralasiatischen Südrußland, Forschungen u. Fortschr., 1928; Schwarzmeerumrandung und Kaukasien, in 6 Stücken, 1928; Die Entwicklungsstadien des südlichen Rheintalgrabens, N. Jb. Min. etc., Beil.-Bd. 62, 1929; Stratigraphische und tektonische Gliederung des südwestlichen Schwarzwaldes, Fortschr. Geol. Pal., 11/37, 1932; Paläozoikum und Schuppenbau im südwestlichen Schwarzwald, in: Zs., deutsch, geol. Ges. 84, 1932; Vergleich zweier Feinnivellements am südwestlichen Schwarzwaldrand (1874-81 und 1927-30), in: Centralbl. Min. etc., B 3, 1932; Die tektonische Lage von Freiburg i.Br., in: Ber. Naturf. Ges. Freiburg, 32, 1933; Das Untercarbon von Badenweiler – Schweighof im südwestlichen Schwarzwald, in: Centralbl. Min. etc. B, 1933; Das oberste (Bernauer) Albtal im südlichen Schwarzwald, in: N. Jb. Min. etc., Beil.-Bd. 71 B, 1933; Paläogeographie der Perm-Trias-Profile am südöstlichen Rand des Rheintalgrabens, in: ebda. Beziehungen des Flußverlaufes und der Gefällskurve des Neckars zur Schichtenlagerung am Südrand des Odenwaldes, in: Heidelberger Ak. Wiss., math.-nat. Kl., 1937.
Nachweis: Bildnachweise: Foto StAF, Bildnissammlung.

Literatur: W. Hasemann, J. L. Wilser (1888-1949), in: Mitt. bad. Landesver. f. Natkde. NF 5, 1948-52; Ernst Becksmann, J. L. Wilser, in: Ruperto-Carola, Jg. 21, Bd. 46, 1969, 20 f.
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