Huchel, Peter 

Geburtsdatum/-ort: 03.04.1903; Berlin-Lichterfelde
Sterbedatum/-ort: 30.04.1981;  Staufen i.Br.
Beruf/Funktion:
  • Dichter
Kurzbiografie: 1923 Abitur Oberrealschule in Potsdam
1923-1926 Literatur- und Philosophiestudium in Berlin, Freiburg i.Br. und Wien
1924 erste Gedichtveröffentlichung
1925 etliche Zeitschriften-Veröffentlichungen (u.a. im Freiburger „Figaro“)
1926-1931 Reisen, vorzugsweise Frankreich, Balkan, Türkei
1932 Lyrikpreis der „Kolonne“
1933 das Manuskript zum Gedichtband „Der Knabenteich“ wird von Huchel zurückgezogen
1933-1934 Rumänienreise
1934-1940 Hörspiele und -bearbeitungen für den Rundfunk (davon 19 gesendet)
1941-1945 Soldat (Flak-Einheit bei Berlin)
1945 April, in russischer Gefangenschaft; Dezember Auftrag, eine Hörspielabteilung im Berliner Haus des Rundfunks einzurichten
1946-1949 Sendeleiter, dann Künstlerischer Direktor des sowjetisch lizenzierten Berliner Rundfunks
1948 erste Buchpublikation („Gedichte“ im Aufbau-Verlag; 1950 Lizenzausgabe in der Bundesrepublik Deutschland)
1949 Mitglied des PEN-Clubs
1949-1962 Chefredakteur von „Sinn und Form“
1951 Nationalpreis der DDR (III. Klasse)
1952 ordentliches Mitglied der Akademie der Künste, Berlin
1955 Theodor-Fontane-Preis der Mark Brandenburg
1957 ordentliches Mitglied der Freien Akademie der Künste, Hamburg
1958 Mitglied der Société Européenne de Culture, Venedig
1959 Plakette der Freien Akademie der Künste, Hamburg
1961 Mitglied der „Comes“, Rom
1963-1971 Isolationsjahre in Wilhelmshorst bei Potsdam
1963 Theodor-Fontane-Preis (Westberliner Kunstpreis für Literatur)
1965 Preis der „Jungen Generation“, Hamburg
1966 ordentliches Mitglied der Akademie der Künste, Westberlin
1968 Großer Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen
1970 ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München
1971 nach Intervention des Internationalen PEN-Zentrums Ausreise aus der DDR; Ehrengast der Villa Massimo, Rom; Johann-Heinrich-Merck-Preis für Literarische Kritik der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt, ordentliches Mitglied dieser Akademie
1972 nach Reisen (Belgien, Holland, England, Italien, Österreich, Schweiz) Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland mit Wohnsitz Staufen
1972 Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur
1974 Andreas-Gryphius-Preis; Literaturpreis Deutscher Freimaurer
1976 Mitglied des Ordens „Pour le Mérite“
1977 Preis des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie; Europalia-Preis, Brüssel
1978 Jacob-Burckhardt-Preis, Basel
1980 Reinhold-Schneider-Preis, Freiburg
Weitere Angaben zur Person: Religion: ev.
Verheiratet: 1953 Monica (1949-1962), Redakteurin an der Zeitschrift „Sinn und Form“
Eltern: Vater: Friedrich Huchel, Beamter (1867-1945)
Mutter: Maria, geb. Zimmesman (1876-1961)
Geschwister: ein Bruder (im Ersten Weltkrieg gefallen)
GND-ID: GND/118554212

Biografie: In: Badische Biographien NF 2 (1987), 147-148
Werke: Doktor Faustens Teufelspakt und Höllenfahrt (Spiel) 1934; Die Magd und das Kind (Spiel) 1935; Gedichte (1948); Chausseen Chauseen (Gedichte) 1963; Die Sternenreuse (Gedichte) 1967; Ausgewählte Gedichte 1973; Gesammelte Werke, 2 Bände, hg. von A. Vieregg 1984.<br /> Briefe: H. H. Jahn, P. Huchel Ein Briefwechsel, 1974; P. Huchel Kontroversen. Ein Briefwechsel (in „Akzente“ 21) 1974.
Nachweis: Bildnachweise: Literaturkalender „Spektrum des Geistes“, 14. Jg., 1965.

Literatur: (Auswahl) Hommage für P. Huchel, hg. von O. F. Best, 1968 (mit Bibliographie); Über P. Huchel, hg. von H. Mayer, 1973 (mit Bibliographie); A. Vieregg, Die Lyrik P. Huchels, Zeichensprache und Privatmythologie im Werke P. Huchels, 1976.
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