Bausch, Paul Traugott 

Geburtsdatum/-ort: 27.05.1895;  Korntal
Sterbedatum/-ort: 01.05.1981;  Korntal
Beruf/Funktion:
  • Oberregierungsrat, MdR-CSVD, MdL-CSVD bzw. CDU, MdB-CDU
Kurzbiografie: 1902-1903 Volksschule in Korntal
1903-1910 Latein- und Realschule, später Realgymnasium in Korntal (1910 Einjährigenprüfung)
1910-1914 Ausbildung zum Schreiber (höherer Verwaltungsdienst) in Korntal
1914-1918 (seit 01.04.) Einjährig-Freiwilliger beim (6. Württembergischen) Infanterieregiment Nr. 124 (König Wilhelm I.) in Weingarten; 02.08.1914 bis 1918 Kriegsdienst: 08.11.1914 Gefreiter, 12.01.1915 Unteroffizier, 28.01.1915 Offiziersaspirant, Kompanieführer, mehrfach schwer verwundet, Eisernes Kreuz II. Klasse, Eisernes Kreuz I. Klasse
1919 Prüfung für den mittleren Verwaltungsdienst
1920 Hilfsarbeiter im württembergischen Arbeits- und Ernährungsministerium, später Rechungsrat und Oberrechnungsrat im Wirtschaftsministerium Württemberg (bis 1945)
1928-1932 MdL Württemberg (CSVD)
1930-Juli 1932 und November 1932-November 1933 MdR (CSVD)
1945 VIII.14. Oberregierungsrat im Wirtschaftsministerium Württemberg-Baden (bis 1949), (25.09.) Mitgründer der nordwürttembergischen Christlich-Sozialen Volkspartei (später CDU)
1946 Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung für Württemberg-Baden
1946/47 und 1948-1950 Stellvertretender Vorsitzender der CDU Nordwürttemberg
1946-1950 MdL (CDU) Württemberg-Baden für den Wahlkreis Ludwigsburg; Juni 1947 bis April 1948 Ruhen des Mandats wegen Verfahrens nach Gesetz Nr. 104
1947 II.26. Wahl durch den Landtag in den Parlamentarischen Rat beim Länderrat der US-Zone (bis 1949)
1949-1965 MdB (CDU) für den Wahlkreis Leonberg-Böblingen-Vaihingen a.d. Enz; Mitglied des Ältestenrates, bis 1953 des Haushaltsausschusses, bis 1957 des CDU-Fraktionsvorstands, seit 1953 des Ausschusses für Fragen der Presse, des Rundfunks und Films (Vorsitzender) sowie des Ausschusses für europäische Sicherheit
1976 Ehrenbürger von Korntal-Münchingen
Weitere Angaben zur Person: Religion: evangelisch
Verheiratet: 31.07.1919 Korntal, Hedwig, geb. Keuler (* 1898)
Eltern: Gotthold (1860-1938), Lehrer an der „Großen Kinderrettungsanstalt“ in Korntal
Karoline, geb. Klass (1860-1920)
Geschwister: 4 Brüder, darunter Gotthold (+ 1967, verh. mit der Schwester von Hedwig Keuler, Bauschs Ehefrau) und Willy (gefallen 1915 als Kompanieführer in Rußland)
3 Schwestern
Kinder: 5
GND-ID: GND/123504376

Biografie: In: Baden-Württembergische Biographien 3, 14-17
Quellen: Nachlaß im ACDP (Archiv für Christliche-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung in St. Augustin bei Bonn) und im BA Koblenz; Protokolle der Verhandlungen des Württembergischen Landtags 1928-1933 und des Reichstags 1930-1933; Protokolle der Verhandlungen der Verfassunggebenden Landesversammlung und des Landtags von Württemberg-Baden 1946-1950; Akten des Untersuchungsausschusses „Ermächtigungsgesetz“ des Landtags von Württemberg-Baden im Archiv des Landtags von Baden-Württemberg, Stuttgart; Protokolle der Verhandlungen des Deutschen Bundestages 1949-1965
Werke: Die deutsche Not im Blickfeld der CDU, 1945; Demokratie am Scheidewege. Rede, gehalten am 14.4.1947 über Radio Stuttgart, hg. von der CDU Nordwürttemberg, 1947; Gibt es für Deutschland einen Weg? Rede, gehalten auf der 6. Landesversammlung der CDU Nordwürttemberg am 25.4.1948, hg. von der CDU Nordwürttemberg, 1948; Freiheit zum Unglauben. Von den Voraussetzungen und Grenzen der christlichen Verwirklichung im politischen Raum. Vortrag, gehalten bei der Evangelischen Akademie Tutzing am 25.9.1954 (maschinenschriftlich); Der rechte und der falsche Weg der evangelischen Christenheit, Baden-Baden o.J.; Was erfordert die Lage unseres Volkes von der evangelischen Christenheit?, in: Wirken solange es Tag ist. Festgabe zum 70. Geburtstag für Dr. h.c. Wilhelm Simpfendörfer 1958, 17-23; Lebenserinnerungen und Lebenserkenntnisse eines schwäbischen Abgeordneten, 1969
Nachweis: Bildnachweise: Zahlreiche Abbildungen in: Bausch, Lebenserinnerungen (vgl. Literatur)

Literatur: Reichstags-Handbuch, V. Wahlperiode 1930, 1930, 298; Die Volksvertretung. Handbuch des Deutschen Bundestages, 1949, 111; Wer ist wer? 11 (1951), 27; Hans Georg Wieck, Christliche und freie Demokraten in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden und Württemberg 1945/46 (Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 10), 1958, 112, 144, 146, 154f., 157f., 160; Waldemar Besson, Württemberg und die deutsche Staatskrise 1928-1933. Eine Studie zur Auflösung der Weimarer Republik, 1959, 34, 38, 62f., 192; Günter Opitz, Der Christlich-Soziale Volksdienst. Versuch einer protestantischen Partei in der Weimarer Republik, 1969, passim; IBA/Munzinger-Archiv, Lieferung 30/70; Paul Sauer, Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus, 1975, 177, 435; ders., Demokratischer Neubeginn in Not und Elend. Das Land Württemberg-Baden von 1945 bis 1952, 1978, 99, 155-158, 164, 192, 225; Paul-Ludwig Weinacht (Hg.), Die CDU in Baden-Württemberg und ihre Geschichte (SpLBW 2), 1978, 141f., 146, 150, 157; Peter Schindler, Datenhandbuch zur Geschichte des Deutschen Bundestages 1949 bis 1982, 3. Aufl. 1984; Martin Schumacher (Hg.) M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung 1933-1945. Eine biographische Dokumentation, 3., erheblich erweiterte und überarbeitete Aufl., 1994, 24f.; Frank Raberg, Franz Wiedemeier (1890 bis 1970). Ein christlicher Demokrat in der Landes- und Parteipolitik des deutschen Südwestens, in: Ulm und Oberschwaben 50 (1996), 243-306, bes. 249, 256, 265ff. u.ö.; DBE 1 (1995), 353f.; Frank Raberg, Heinrich Stooß (1896-1971). Ein Ulmer Politiker zwischen Landtag und Landwirtschaft. Eine „parlamentarische Biographie“, in: Ulm und Oberschwaben 51 (2000), 248-349, bes. 293, 296, 299 u.ö.
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