Jung, Gerhard Anton 

Geburtsdatum/-ort: 10.08.1926;  Zell im Wiesental
Sterbedatum/-ort: 25.04.1998;  Lörrach-Stetten
Beruf/Funktion:
  • Mundartdichter und Heimatpfleger
Kurzbiografie: 1933 Volkschule Zell im Wiesental
1937 Gymnasium Schopfheim
1943 Flakhelfer
1944 Reichsarbeitsdienst, Infanterist in Frankreich, schwere Verwundung
1945 Französische Kriegsgefangenschaft
1946 Entlassung; Abitur in Schopfheim; Postarbeiter
1949 Prüfung zum gehobenen Postdienst
1952 Umzug nach Lörrach
1955 Leitung der zentralen Postausbildung im Hochrheingebiet
1965-1976 Schriftleiter „Der Schwarzwald“
1967 Referent für Mundartfragen im Bund „Heimat und Volksleben“
1971 Postoberamtmann; Organisation von Lesungen für den Hebelbund Lörrach
1976 Hauptfachwart für Heimatpflege beim Schwarzwaldverein
1980 Pensionierung
Weitere Angaben zur Person: Religion: rk.
Verheiratet: 1950 (Zell im Wiesental) Klara, geb. Wuchner (geb. 1928)
Eltern: Vater: Karl Jung, Tierarzt (1889-1967)
Mutter: Hermine, geb. Möglich (1903-2002)
Geschwister: 2 Brüder
1 Schwester
Kinder: 3: Karlheinz, Markus Manfred, Maria Sabine
GND-ID: GND/135013747

Biografie: In: Baden-Württembergische Biographien 4, 176-178
Quellen: A für alem. Mundartspiele Denzlingen; PrivatA G. Jung.
Werke: Zu den rund 60 Heimatspielen Jungs vgl. Markgräflerland NF 6, H. 3/4, 1975, 191 f. u. Regionales Verzeichnis von Autorinnen u. Autoren, 1997. – (Auswahl) D' Heimet uf em Wald. Alem. Gedicht mit Nachwort von Emil Imm, 1960; FS für die Stadt Zell, 1960; FS für Lörrach-Stetten, 1963; Schmecksch de Brägel? Heiteri Sächeli zum Vortrage. Vorwort Karl Asal, 1966; Wurzle un Blatt. Alem. Gedichte in Wiesentäler Mundart, 1968; Bettmümpfeli. Sache zum Lese un Sache zum Lache. Vorwort von Hermann Person, 1971; Wo ane gohsch? 1973; Ehrlich Mensch sii isch elend schwer, hützetag bsunders. Aus d. Rede des Dichters G. Jung bei d. Verleihung d. Hebelpreises in Hausen, in: Freiburger Almanach 1975, 111-117; Alles, was schön isch, Schallplatte, 1976; Rutsch e bizzeli nöcher. Gedichte, Sprüche, Erzählungen, alem. Mundartlieder, 1977 (Neuaufl.: Rutsch no e bizzeli nöcher, 1993); Uf de Schwelle. Alem. u. hochdt. Gedichte, 1980; Proscht Gürgeli! Gedichte, Sprüche, Erzählungen u. Lieder in Wiesentäler Mundart, 1983; Loset, wie wär's? Gedichte u. Geschichten in d. Mundart des oberen Wiesentals, 1983; Sonnenwende. Gedichte, Geschichten, Gedanken (schriftdt.), 1985; Im Wandel d. Jahreszeiten, in: Breisgau-Hochschwarzwald. Bildbd. mit Gedichten u. Gedanken von G. Jung, 1986; Schwarzwälder Buuremess für Bläser, Orgel u. gemischten Chor. Musikkassette, 1986; Vater, wir kommen in dein Haus. Kindermesse. Musikkassette, o. J.; E Flämmli glüeht. Ein Weihnachtsbuch mit Gedichten, Gedanken, Liedern u. kleinen Spielen zur Advents- u. Weihnachtszeit, 1987, (2. erw. Aufl. 1992); Im Schwarzwälder Herrgottswinkel. Das obere Wiesental. Bildbd. mit Gedichten, Betrachtungen u. Erzählungen, 1989; Souvenierli us em Schwarzwald. Heitere Vortragslyrik in Mundart u. Schriftdt., 1991; Morgen kommt d. Schwed. Historisches Volksdrama in zwei Akten, o. J.; Im Beichenwind. Das mittlere u. kleine Wiesental. Bildbd. mit Gedichten, Betrachtungen u. Erzählungen, 1993; Seifiblodere. Sprüche, 1995; Mit e me Bleistiftstümpli. Schriftdt. u. alem. Lyrik u. Prosa, 1995; Herrgott isch des schön. Alem. Gedichte, 1996; S Lumpepuppeli, CD, 2001.
Nachweis: Bildnachweise: BH 78, H. 2, 1998, 272 (vgl. Literatur).

Literatur: jg., Den Hebelpreis erhielt „endlich aine vo uns“, in: BZ vom 11./12. 5. 1974; Werner Mennicke, Hebelpreis 1974 f. G. Jung Laudatio am 10. 5. 1974 in Hausen, in: Unser Lörrach 1974, 168 ff.; Hebelpreisträger 1974 G. Jung, Lörrach, in: Ekkhart 1975, 66-69; Gerhard W. Baur, H.-R. Fluck (Hgg.), Warum im Dialekt? Interviews mit zeitgenöss. Autoren, 1976, 75-88; Dietlind Karasek, Volkstheater = triviales Theater? Die Alem. Bühne spielte G. Jungs Jumelage u. Zwirn, in: BZ vom 30. 4. 1979; Wilhelm Kosch, Dt. Literatur-Lexikon 8, 1981, Sp. 732; Werner Mennicke, G. Jung d. neue Sänger Wiesentals, in: G. Jung, Loset, wie wär's, 1983, 13-23; Raymond Matzen, Laudatio zur Verleihung des Oberrhein. Kulturpreises, ebd., 257-259; anon., Schwarzwälder Buuremess. Gemeinschaftswerk v. Hermann Egner u. G. Jung, in: Markgräfler Tagblatt vom 29. 7. 1987; Manfred Bosch, Der J. P. Hebel-Preis 1936-1988, 1988, 280-285; Autoren in B.-W., 1991, 251 f.; Der Tag, an dem Herweghs Freischaren in Zell waren, in: BZ vom 29. 6. 1996; Literatur Forum Südwest e. V. (Hg.), Regionales Verzeichnis von Autorinnen u. Autoren 1997, 1997; Bernhard Sowinski, Lexikon dt. Mundartautoren, 1997, 280; Uthe Martin, Dichter mit Hotzenblut. G. Jung ist tot, in: Südkurier vom 27. 4. 1998; Guido Neidinger, Heimatdichter G. Jung ist tot, in: Oberbad. Volksblatt vom 27. 4. 1998; don., Auf d. Suche nach Frieden u. Glück. Zum Tod von Hebelpreisträger G. Jung in: BZ vom 28. 4. 1998; Horst Donner, G. Jung ist gestorben, in: Der Schwarzwald H. 2, 1998, 79; Rainer Herrmann, Zell i. W. Eine Stadt u. ihr Stück, in: Regio-Magazin 15, H. 5, 1998, 42 f., Klaus Poppen, G. Jung – sein Werk u. Leben, ebd. 15, H. 6, 1998, 7; Elmar Vogt, Zum Tode v. G. A. Jung, in: BH 78, H. 2, 1998, 271-73; Jean-Paul Sorg, G. Jung (1926-1998), in: Revue Alsacienne de Littérature 64, H. 4, 1998, 84-86; Harald Noth, G. Jung (1926-1998), in: Der Alemannenspiegel, H. 1, 1998.
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