Trautz, Fritz Alexander Theodor 

Geburtsdatum/-ort: 31.03.1917;  Heidelberg
Sterbedatum/-ort: 31.05.2001;  Heidelberg-Ziegelhausen, Urnenbeisetzung in Karlsruhe, Hauptfriedhof
Beruf/Funktion:
  • Historiker
Kurzbiografie: 1923-1936 Volksschule in Heidelberg, ab 1927 Humanistisches Gymnasium, 1934 Umsiedlung nach Rostock und Besuch des dortigen Gymnasiums (Große Stadtschule) bis Abitur im Feb. 1936, anschließend (Sommerhalbjahr 1936) Arbeitsdienst in Dierhagen/Mecklenburg
1936-1938 Dienst in der Wehrmacht bei den Gebirgsjägern in Lenggries
1938-1939 Zwei Semester Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Münster
1939-1945 Kriegseinsatz bei den Gebirgsjägern, zuletzt als Oberleutnant der Reserve. Mehrmals verwundet, das erste Mal 1939, dritte Verletzung im April 1942. Mit fünfzigprozentiger Kriegsbeschädigung ab Dezember 1942 semesterweise zum Studium beurlaubt; Studium der Geschichte, Anglistik und Romanistik in München (Wintersemester 1942/43 und Sommersemester 1943), Straßburg (Wintersemester 1943/44), Wien (Sommersemester 1944) und Heidelberg (Wintersemester 1944/45), dann amerikanische Kriegsgefangenschaft
1946-1947 Fortsetzung des Studiums in Heidelberg und Staatsexamen für das wissenschaftliche Lehramt in Geschichte, Englisch, Französisch (Gesamtnote: sehr gut)
1948-1950 Verwalter einer Assistentenstelle, dann wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar der Universität Heidelberg und 1949 Promotion zum Dr. phil. bei Fritz Ernst: „Der Lobdengau 750 bis 1150“ (Prädikat: summa cum laude)
1950-1952 Stipendiat des British Council in Liverpool und London bis 1951, dann der Deutschen Forschungsgemeinschaft
1952-1954 Assistent am Historischen Seminar der Universität Heidelberg
1954-1955 Fellow of Harkness Foundation (Stipendiat des Commonwealth Fund) an der Universität Chicago
1955-1958 Assistent am Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde der Universität Heidelberg; am 2. 7. 1958 Habilitation: „Die Könige von England und das Reich 1272 bis 1377“. Venia legendi für Mittelalterliche und Neuere Geschichte
1958-1965 Lehrtätigkeit an der Universität Heidelberg, zunächst als Diätendozent, seit 1959 als Universitätsdozent. 1962/63 Vertretung des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Tübingen, desgleichen 1963 in Heidelberg. Am 13. 8. 1964 außerplanmäßige Professur
1965-1969 Erster Ordinarius für Mittelalterliche Geschichte an der Technischen Universität Berlin. 1967/68 Dekan der Philosophischen Fakultät
1969-1982 ordentlicher Professor für Mittlere Geschichte an der Universität Mannheim. 1972/73 Dekan der Fakultät für Geschichte und Geographie, 1979/80 Prodekan. Zum 31. 3. 1982 emeritiert
Weitere Angaben zur Person: Religion: ev.
Mitgliedschaften: Beisitzer im Vorstand der Historischen Gesellschaft zu Berlin (bis 1969); Mitglied (1970) und 1977-1987 im Vorstand der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Außerdem Mitglied des Britisch-Deutschen Historikerkreises und korrespondierendes Mitglied der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften
Verheiratet: Unverheiratet
Eltern: Vater: Max Theodor
Mutter: Mona Janet, geb. Drysdale (1885-1971)
Geschwister: Dieter Max Fritz Ferdinand (1914-1941, gefallen)
Kinder: keine
GND-ID: GND/138119546

Biografie: Ingo Toussaint (Autor)
Aus: Baden-Württembergische Biographien 4, 369-372

Trautz entstammte väterlicherseits einer Familie badischer und württembergischer Beamter. Vater Max war Professor für physikalische Chemie, Großvater Theodor (1845-1897) Oberkirchenrat und Kreisschulrat in Karlsruhe. Seine Mutter war eine in Pau, im französischen Département Basses Pyrénées (seit 1969: Pyrénées-Atlantiques), geborene Schottin. Diese familiäre Konstellation hat den guten Schüler früh von den Vorteilen eines breitgefächerten Sprachenerwerbs profitieren lassen und ihn vor den Denkbarrieren des Nationalismus verschont. Das Umfeld war bildungsbürgerlich geprägt und wohlsituiert.
Im NS-Staat hat Trautz die übliche Sozialisation erfahren: Hitlerjugend, kurze Mitgliedschaft im NS-Studentenbund, zeitlich begrenzte, nominelle NSDAP-Mitgliedschaft ohne Amt und ohne Funktion, Dienst bei der Wehrmacht, Kriegseinsatz, danach amerikanische Kriegsgefangenschaft. Vor der Spruchkammer wurde ihm nichts vorgeworfen. In keinem seiner Briefe aus der Zeit gibt es einen „deutschen Gruß“ oder gar ein anerkennendes Wort zur NS-Politik. In der Nachkriegszeit galten seine Sympathien der FDP. Diese schwankten allerdings und gingen 1953 fast vollends zu Bruch, als Erich Mende sich für das Wiedererstehen Preußens einsetzte, was Trautz für töricht hielt. Sein Lebensmittelpunkt blieb zeitlebens Nordbaden. Am Geburtsort Heidelberg und in Mannheim wirkte er die meisten Jahre als Wissenschaftler, in Karlsruhe, wo er beigesetzt ist, war seine familiäre Heimat.
Trautz reiste gerne und viel, ein aufmerksamer Beobachter und Berichterstatter, war ein leidenschaftlicher Nutzer der Eisenbahn, in Amerika auch der Greyhound-Busse, der Flug- und Schiffslinien, bevorzugte gute Hotels und stilvolles Ambiente. Die Ziele seiner Bildungsreisen waren die großen Geschichtslandschaften und historischen Städte. Seine zweite Leidenschaft galt dem Buch und der schönen und reichhaltigen Bibliothek. Jene wird nicht nur erkennbar im Mitaufbau der gut ausgestatteten Seminarbibliotheken in Berlin und Mannheim. Er pflegte diese Liebe auch privat. Noch zu Lebzeiten hat er große Teile seiner wertvollen und umfangreichen Sammlung dem Deutschen Historischen Institut Paris, dem Historischen Institut Mannheim und dem Deutschen Historischen Institut London vermacht.
Trautz gehörte der Generation an, deren Studienzeit durch den II. Weltkrieg unterbrochen war. Nach seiner dritten Verwundung, einem Kopfschuss, galt er als schwerkriegsbeschädigt und durfte den von ihm beantragten Studienurlaub nach München für das Wintersemester 1942/43 antreten. Weitere Freistellungen vom Kriegsdienst folgten, wobei er in den vorlesungsfreien Monaten stets zu seiner Einheit zurückzukehren hatte. Er führte seine 1938 begonnenen juristischen Studien jedoch nicht weiter fort, sondern beschäftigte sich nun mit Geschichte im Haupt- und Englisch und Französisch im Nebenfach, dazu zeitweise auch mit Spanisch und, nach dem Krieg, Italienisch. Studienorte waren München, Straßburg, Wien und Heidelberg. Zu seinen akademischen Lehrern gehörten in München Claudius Freiherr von Schwerin (1880-1944), in Straßburg Hermann Heimpel (1901-1988), in Wien Heinrich Ritter von Srbik (1878-1951) und Otto Brunner (1898-1982), in Heidelberg Walther Bulst (1899-1986) und Fritz Ernst (1905-1963).
1947 war Trautz Hilfsassistent im Heidelberger Historischen Seminar, von August 1948 bis Mai 1949 Verwalter der dortigen Assistentenstelle. Mit der Promotion rückte er zum verbeamteten Assistenten auf, damals der einzige des Seminars.
Für die Materialsammlung zu seiner Habilitationsschrift waren ihm ab September 1950 zwei volle Jahre ungestörten Forschens vergönnt. Das erste Jahr verbrachte er als Stipendiat des British Council in England: im Winter bei Geoffrey Barraclough (1908-1984) an der Universität Liverpool, im Sommer im Public Record Office in London und im British Museum. Das zweite Jahr war er Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im März und April 1953 besuchte er auf Vorschlag von Fritz Ernst das „Salzburg Seminar in American Studies“ auf Schloss Leopoldskron, das ihm ein Studienjahr in den USA eintrug. Dorthin startete er im Februar 1954 als Fellow des „Commonwealth Fund“, studierte in drei Quartalen an der Universität Chicago amerikanische Geschichte und nutzte das verbliebene Vierteljahr zu einer Rundreise durch die Vereinigten Staaten.
Die Kehrseite der wertvollen Auslandserfahrungen war die wirtschaftliche Notlage bei der Rückkehr nach Heidelberg. Statt der selbst gekündigten Assistentenstelle mit Beamtenstatus erhielt er zunächst nur unregelmäßig erneuerte Privatdienstverträge als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für fränkisch-pfälzische Geschichte und Landeskunde. Im Gegensatz dazu entsprach die Tätigkeit, vor allem landesgeschichtliche Übungen, durchaus derjenigen eines Vollassistenten. Die Durststrecke endete erst etliche Monate nach Abschluss des Habilitationsverfahrens. Am 13. November 1958 wurde er wieder wissenschaftlicher Assistent am gleichen Institut, am 31. Oktober 1959 als „Diätendozent“ verbeamtet.
Mit der Venia legendi versehen, las er vom Wintersemester 1958/59 an u. a. über Großbritannien im Mittelalter, Geschichte Westeuropas 1270-1380 und 1380-1485, Italien im Mittelalter, Deutsche, west- und südeuropäische Geschichte 1214-1378 und mehrfach über Deutsche Verfassungsgeschichte (bis 1519). Außerdem führte er Mittelseminare, seit Sommer 1962 Oberseminare zur Geschichte des Mittelalters und zum Teil auch der frühen Neuzeit (z. B. über die deutschen Landstände vom 13./14. bis zum 17./18. Jahrhundert) und über die Geschichtsschreibung des 12., 13. und 14. Jahrhunderts durch.
Anfang 1959 erhielt er zudem von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften den Auftrag zur Bearbeitung der „Jahrbücher des Deutschen Reiches unter König Adolf von Nassau“, den er aber nie zu Ende führte. Vieles kam dazwischen, zunächst die Mitwirkung an den beiden Ausstellungen im Heidelberger Schloss, 1961 „Ruperto-Carola 1386-1961“ und 1963 „England und Kurpfalz im 17. Jahrhundert“. Im Wintersemester 1962/63 vertrat er den Tübinger Mediävisten Heinz Löwe. Im Januar 1964 wurde er mit der Vertretung des Ende 1963 durch den Tod von Fritz Ernst vakant gewordenen Lehrstuhls betraut. Dem kaum 12 Jahre älteren Lehrer und Chef war er sehr verbunden. Noch als Emeritus sollte er am „Ernst-Schüler-Treffen“ in Heidelberg teilnehmen.
Am 13. August 1964 für die Dauer seiner Zugehörigkeit zum Heidelberger Lehrkörper zum außerplanmäßigen Professor ernannt, ließ sich Trautz zum 1. November noch einmal für vier Monate zu Forschungsarbeiten unter Fortfall der Bezüge beurlauben. Für das Sommersemester 1965 übernahm er wieder die Lehrstuhlvertretung. Bereits unter dem 31. August 1965 hatte er allerdings einen Ruf auf den entsprechenden Lehrstuhl an der Technischen Universität Berlin erhalten, den er am 21. Oktober definitiv annahm.
Am 1. November 1965 bezog er seine vorläufigen Dienst- und Bibliotheksräume im Telefunkenhaus am Ernst-Reuter-Platz, um bereits zwei Tage später mit den Vorlesungen und Übungen zu beginnen. Am 29. Mai 1968 bestellte ihn der Senator für Wissenschaft und Kunst zum Direktor am Institut für Geschichte. Die von Hans Herzfeld geleitete Historische Kommission zu Berlin beim Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität nahm ihn unter die Herausgeber der „Studien zur europäischen Geschichte“ auf.
Zum Wintersemester 1969/70 übernahm Trautz dann den Mannheimer Lehrstuhl für mittlere Geschichte seines ihm aus Heidelberger Tagen verbundenen Kollegen Karl-Ferdinand Werner, der zum Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Paris berufen worden war. Damit wechselte er aus dem aufruhrgeschüttelten Berlin an eine ruhige, überwiegend von Wirtschaftsstudenten geprägte, junge Universität, an der er bis zur Emeritierung lehrte. Maßgeblich für die Annahme des am 21. Januar 1969 an ihn ergangenen Rufs waren freilich familiäre Gründe. Die Entwicklung des Hochschulwesens von der Universität Humboldtscher Prägung zur selbstverwalteten Massenuniversität sah er nicht ohne Bitternis. Überbordende Verwaltungsaufgaben waren ihm verhasst, stahlen sie ihm doch Zeit für seine eigentliche Arbeit. Seine Funktionen in der akademischen Selbstverwaltung, namentlich die als unergiebig und unerquicklich erlebten Mittwochabendsitzungen des Berliner Akademischen Senats, hielten ihn oft von der Teilnahme an Vortragsveranstaltungen ab, die er viel lieber besucht hätte. Er war wertkonservativ und verabscheute Gewalt. Für die Auswüchse der Studentenunruhen hatte er ebensowenig Verständnis wie für die Ansicht der universitären Entscheidungsträger, in kritischen Situationen zwischen dem verbindlichen Legalitätsprinzip und einem sogenannten Opportunitätsprinzip wählen zu dürfen. Den Ausweg der politisch Verantwortlichen, durch Umorganisation der Selbstverwaltungs-Gremien die Radikalen zu beschwichtigen, hielt er für einen fatalen Irrtum. Man zolle damit nur deren Fiktion und falschen Analogie der Universität als Betrieb oder Herrschaftsorganisation Tribut. Die studentische „Mitbestimmung“ bedeute in diesem Falle die Trennung der Entscheidungsgewalt von Verantwortung, Haftbarkeit und Sachkenntnis. Außerdem sei sie schon im Repräsentativcharakter fragwürdig, da sie die aus guten Gründen nicht wählenden Studenten und die auffällig vielen „ungültigen Stimmen“, zusammen die Mehrheit, ignoriere.
Trautz' Vorlesungen waren klar strukturiert, er bediente sich einer verständlichen und schnörkellosen Diktion. Ahasver von Brandt lobte die „leichte, auch für den Laien eingängige und gefällige Form der Darstellung“. Trautz' Stimme war leise und unprätentiös. Von den am Thema Interessierten erwartete er Gründlichkeit und Sorgfalt im Umgang mit den Quellen und eine intensive Kenntnis auch der einschlägigen älteren Literatur. Den hohen Ansprüchen, die er an sich selbst stellte, entsprach der Maßstab, den er bei seinen Schülern anlegte. Deren Zahl blieb klein. Seine Lehrtätigkeit in Heidelberg, Berlin und Mannheim zusammengenommen, hatte er 5 Doktoranden und 2 Habilitanden.
Trautz war kein Vielschreiber. Qualität ging ihm vor Quantität. So blieb das eigene Œuvre überschaubar. In seinen letzten Dienstjahren hat Trautz den Mangel an Muße für Forschungsarbeiten beklagt und empfand es als bedrückend, auf diesem Gebiet nicht das Gewollte geleistet zu haben. Freilich hat auch eine seit den Kriegsjahren stark eingeschränkte Sehfähigkeit sein Schaffen behindert. Das vorbereitete Regestenwerk über die Gesandtschaften zwischen England und dem Reich von 1377 bis 1509 hat er deshalb nicht vollenden können. Zwei große und sechs kleine selbständige Veröffentlichungen stehen etlichen Aufsätzen und Beiträgen zu Sammelwerken sowie einer ganzen Menge Rezensionen, vor allem in der Historischen Zeitschrift, gegenüber. Begonnen hatte Trautz mit einer landesgeschichtlichen Studie zur Siedlungs-, Rechts- und Wirtschaftsgeschichte des Lobdengaus: „Das untere Neckarland im früheren Mittelalter“. Die kleine Schrift über die pfälzische Auswanderung nach Nordamerika im 18. Jahrhundert – ein in der deutschen Geschichtswissenschaft damals weniger beachtetes Forschungsgebiet – führte von der Landesgeschichte in die Sozialgeschichte der Neuzeit. Sein Opus magnum wurde und blieb die Habilitationsschrift „Die Könige von England und das Reich 1272-1377“ aus dem Jahre 1958, 1961 zum Druck gebracht und nach wie vor ein Standardwerk. Trautz war also gleichermaßen in der südwestdeutschen Landesgeschichte wie in der mittelalterlichen Reichs- wie europäischen Geschichte zu Hause. Für Heinz Löwe, den er in Tübingen vertreten hatte, galt er als der beste Kenner der englischen Geschichte unter den deutschen Mediävisten. Deshalb war er auch ein begehrter Berichterstatter über neue Literatur zur außerdeutschen, insbesondere britischen Historie.
Ein ausgeprägtes Rechtsempfinden war Trautz zu eigen. Wo er es gestört sah, konnte er auch vorgesetzten Behörden gegenüber in aller Schärfe auftreten. Nach Selbsteinschätzung hielt er sich dabei „einen Mangel an Untertanendenken“ zugute. In privatrechtlichen Angelegenheiten vermochte er die seinem Standpunkt entsprechende Rechtslage in geschliffener Form mit bester juristischer Argumentation darzulegen und im gleichen Atemzug großzügig auf seine Rechte zu verzichten. Verträglichkeit korrespondierte mit ausgesprochener Höflichkeit. Er hatte Etikette, begegnete allen Mitmenschen respektvoll, wo es sein musste mit sachlich begründeter Kritik. Häme war ihm fremd. In der wissenschaftlichen Communitas war er hilfsbereit und neidlos. Er hatte es immer als unpassend empfunden, wenn Kollegen gegeneinander arbeiteten. Nach von Brandt gehörte er „zu den sympathischsten Angehörigen unseres Faches“, für Löwe war er ein Mensch von „vornehmer Gesinnung und ruhiger Sicherheit“. Seine Unaufdringlichkeit und Zurückhaltung erschien vielen Studenten als Unnahbarkeit. Denen jedoch, die sich auf ihn einließen, war er ein aufgeschlossener Gesprächspartner und zuverlässiger Betreuer. Dabei war er von einer bewundernswert stillen Großzügigkeit, von der die solchermaßen Bedachten oft erst durch Zufall erfuhren. Er selbst stand nie gerne im Mittelpunkt, seine Bescheidenheit war außergewöhnlich.
Quellen: GLA Karlsruhe Abt. 69, Dietz-Trautz Zug. 2002-23; Gespräche u. Briefwechsel mit Trautz' langjähr. Sekretärin Therese Hohlt in den Jahren 2001-2006.
Werke: Bibliographie bei K. Andermann (vgl. Lit.).
Nachweis: Bildnachweise: Im Nachlass u. bei Andermann (vgl. Quellen u. Lit.).

Literatur: Wolfgang Weber, Biogr. Lexikon zur Geschichtswissenschaft in Deutschland, Österreich u. d. Schweiz, 1987 2. Aufl., 606; Werner Paravicini, F. Trautz (31. März 1917-31. Mai 2001), in: Francia 29/1, 2002, 269-271; Kurt Andermann, F. Trautz 1917-2001, in: ZGO 150, 2002, 581-592 (mit Bild).
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