Buttenhausen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1275

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Dorf im Lautertal, Ortskern auf der linken Talseite. Etwas erhöht am Hang das Schloß, dabei die Neubauten des Landheims Buttenhausen, unterhalb der Gutshof. Wachstumsspitzen des 18. Jahrhunderts am rechten Talhang (Judenansiedlung) und in dem von Apfelstetten herabkommenden Seitental. Seit 1972 neues Wohnge­biet am Talhang südlich des Dorfes.
Geschichte: 1275 Buttenhausen (vermutlich Personenname). Alemannische Aus­bausiedlung, Reihengräberfriedhof am westlichen Dorfeingang. Der ritterschaftliche Ort wechselte vom 14. bis 16. Jahrhundert häufig die Besitzer. 1365 in Händen der Herren von Freyberg, 1384 der von Gundelfingen. 1469 Besitz der von Stein, 1569 an Friedrich von Gemmingen verkauft. Schloß der Gemmingen aus dem 18. Jahrhundert. Zweigeschossiger Langbau mit Mansarddach. Reste der mittelalterlichen Burg in der Umfassungsmauer des Fried­hofs erhalten. 1782 gelangte der Ort durch Tausch an Freiherr von Liebenstein aus Jeben­hausen. Weitere Ortsherren waren die Familien von Münch 1812 und von Weidenbach 1822. 1808 kam Buttenhausen als »Patrimonialamt« zum Oberamt (seit 1938 Landkreis) Münsingen.

Name: Burg; Schloss

Ersterwähnung: 1275
Kirche und Schule: Kirche und Pfarrei 1275; Sankt Michael. 1508 wird eine zum Schloss gehörige Nikolauskapelle genannt. Der häufige Wechsel des Patronats (Lehen von Württemberg, Stein\\\'scher Besitz, Kartause Güterstein) führte zu Streitigkeiten mit der Ortsherrschaft. Reformation nach 1569. Evangelische Pfarrkirche neugotisch nach 1800, Turm vom gotischen Vorgängerbau übernommen. Katholiken nach Bichishausen.
Patrozinium: Sankt Michael
Ersterwähnung: 1275
Jüdische Gemeinde: Die Freiherrn von Liebenstein förderten seit 1787 die Ansiedlung von Juden. 1810 umfasste die israelitische Gemeinde bereits 164, 1870 442 Einwohner (53% der Ge­samtbevölkerung). Zunächst waren die Juden auf dem rechten Lauterufer angesie­delt. Später auch Erwerb von Grundstücken links der Lauter möglich. Die Juden spielten als Handelsleute im 19. Jahrhundert in weitem Umkreis eine Rolle. Um 1800 Bau der Synagoge, 1938 vernichtet. Rabbinatshaus und jüdischer Friedhof erhalten. 1901 Bernheimersche Realschule. 1933 noch 97 Juden. Im 2. Weltkrieg wurden zahlreiche weitere aus Stuttgart und anderen Städten hierher zwangseingewiesen, anschließend alle nach Riga und Theresienstadt deportiert. Zurückgekehrt ist nur eine Frau. Mahnmal im Dorfzentrum 1960.

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