Pfalzgrafen von Tübingen

"Geschichte der Pfalzgrafen zu Tübingen", handschriftliches Manuskript des Geheimen Archivars Wilhelm Ferdinand Ludwig Scheffer, 1821(FaBi Bibliothek)

"Geschichte der Pfalzgrafen zu Tübingen", handschriftliches Manuskript des Geheimen Archivars Wilhelm Ferdinand Ludwig Scheffer, 1821 (Landesarchiv FaBi Bibliothek)

Auch die Pfalzgrafen von Tübingen gehörten zu den Anhängern der Staufer. 1146 hatten sie diese Würde von ihren Dillinger Vorgängern übernommen, und durch reiche Erbschaften, vor allem von den Grafen von Calw und denen von Bregenz, verfügte die ursprünglich im Nagoldgau beheimatete Familie über weitgestreute Güter vom Nordschwarzwald bis zu den Bündner Pässen. Sie vermochten als Parteigänger des Schwabenherzogs 1164 Welf VII. bei Tübingen zu schlagen, mussten sich dann aber dem Machtspruch Barbarossas fügen. Der Bildung eines großen Territoriums stand die Teilung in die Linien Tübingen und Montfort (1182) und deren spätere Zersplitterung in viele Zweige (Tübingen, Gießen, Böblingen, Horb, Herrenberg, Asperg bzw. Montfort, Werdenberg, Feldkirch, Sargans) entgegen. Die schwäbische Pfalzgrafenwürde hat so völlig an Bedeutung verloren.

(Quelle: Bearbeitete Fassung aus dem Abschnitt Landesgeschichte, in: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, hg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Band I, Stuttgart, 2. Aufl. 1977)