Reformation in Hohenlohe

Die Residenz Bartenstein mit katholischer Schlosskirche in unmittelbarer Nachbarschaft des evangelischen Ettenhausen mit Pfarrkirche – Quelle WLB Stuttgart
Bartenstein, Residenz der katholischen Linie Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein mit katholischer Schlosskirche, am Hang unterhalb das evangelische Ettenhausen mit der Pfarrkirche – Quelle WLB Stuttgart

Am Anfang der Reformation in Hohenlohe stand 1544 die Berufung von Kaspar Huberinus nach Öhringen. Aus seiner Feder stammte die erste hohenlohische Kirchenordnung (1553). Ihre Grundlage bildete die brandenburgisch-nürnbergische Kirchenordnung. Ende Mai 1556 wurden die hohenlohischen Pfarrer über die Einführung der Reformation und die Abschaffung der Messe informiert. 1578 erschien eine neue Kirchenordnung, die nun auch württembergische Elemente enthielt. Die Öhringer Theologen vertraten die geistliche Seite im Konsistorium, das bei Bedarf einberufen werden konnte. Nach der Teilung des Hauses Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst 1667 entstanden katholischen Linien. Da Verträge die evangelische Konfession garantierten, konnten nun in den Residenzorten Schillingsfürst, Waldenburg, Bartenstein, Pfedelbach auf privater Basis katholische Gottesdienste eingeführt werden.

 

Sabine Holtz