Erhard Schnepf

Erhard Schnepf, Kupferstich – Quelle UB Tübingen
Erhard Schnepf, Kupferstich – Quelle UB Tübingen

Erhard Schnepf, geboren 1495 in Heilbronn, war ein Reformator der ersten Stunde. Als junger Theologe hatte er 1518 während der Heidelberger Disputation Martin Luther getroffen und ließ sich von seiner Lehre überzeugen. 1520 trat er als Prädikant in Weinsberg zwar die Nachfolge von Johannes Oekolampad an, lehnte jedoch dessen und Zwinglis Auffassung im Abendmahlsstreit ab. Gute Kontakte bestanden zu Johannes Brenz. Die katholisch-habsburgische Herrschaft zwang ihn nach Neckarmühlbach, das unter dem Schutz des Hauses Gemmingen stand, 1523 folgte Wimpfen. Nach einigen Jahren an der Universität Marburg kehrte Schnepf 1534 auf Wunsch Herzog Ulrichs nach Württemberg zurück. Ulrich verfolgte einen Weg des Ausgleichs zwischen zwinglianisch-oberdeutscher und lutherischer Richtung. Schnepf sollte von Stuttgart, Ambrosius Blarer von Tübingen aus für jeweils einen Landesteil tätig werden. Beide konnten sich auf ein gemeinsames Abendmahlsverständnis einigen. Blarer wurde 1538 entlassen. 1548, während des Interims, musste auch Schnepf das Land verlassen und ging nach Jena an die später zur Universität erhobene Hohe Schule. Er starb am 1.11.1558 in Jena.

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