Gündelbach - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1100 [um 1100/1110]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Zwischen Ausläufern des Strombergs liegt Gündelbach an der Einmündung des gleichnamigen Bachs in die Metter. Sein Ortskern zeichnet sich durch bemerkenswerte Fachwerkhäuser, darunter das Rathaus aus dem 18. Jahrhundert und das Gasthaus zum Adler von 1758, aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete das Evangelische Hilfswerk eine Siedlung für Bessarabiendeutsche. Weitere Wohngebiete wurden 1960 im Norden (»Im Steinfeld«), Westen (»Kästner«) und Osten (»Kreuzweg«) erbaut. Ebenfalls im Osten gewerbliche Niederlassungen.
Historische Namensformen:
  • Gindratbach 1100 [um 1100/1110 und 1277]
  • Ginderandesbach 1241
Geschichte: Um 1100/1110 und 1277 Gindratbach, 1241 Ginderandesbach (Personenname?). In der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts erhielt hier Kloster Hirsau Besitz. Die Ortsherrschaft über einen Teil des Dorfes verkauften die Grafen von Vaihingen 1277, über den Rest 1339 an das Kloster Maulbronn, das zuvor schon grundherrliche Rechte, so 1335 vom Kloster Herrenalb erlangt hatte. Seit der Aufhebung des Kloster Maulbronn gehörte das Dorf zum württembergischen Klosteramt, seit 1806 zum Oberamt Maulbronn. 1938 kam es zum Landkreis Vaihingen. Im Bayerischen Erbfolgekrieg (1504) wurde es von württembergischen Truppen niedergebrannt.

Ersterwähnung: 1400 [15. Jahrhundert]
Kirchengeschichte: Das Patronatsrecht an der Laurentiuskirche war gräflich vaihingisch, dann württembergisch (1443-1587 besaßen es die von Nippenburg als württembergisches Lehen). Die evangelische Pfarrkirche: Turmchor aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts Langhaus 1618 angebaut. 1592 stand auf dem Friedhof außerhalb des Orts eine Kapelle. Katholiken nach Sersheim eingepfarrt.
Patrozinium: St. Laurentius
Ersterwähnung: 1400 [15. Jahrhundert]

GND-ID:
  • 4598869-9
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