Grafenberg - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1246

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Zwei Siedlungskerne: Das Oberdorf lehnt sich in aussichtsreicher Lage an die Nord- und Ostseite des »Berges« an, das Unterdorf an die Südseite, zum Teil bereits im flachen Talgrund. Beide Ortsteile zusammen bilden ein halbkreisförmiges Straßendorf, von dem aus früher Weingärten den Berghang hinaufzogen. Unterdorf heute mit Ortsdurchfahrt Вundesstraße 313. Ortserweite­rung zunächst an den Straßen nach Metzingen und Bempflingen (Bahnhof). Nach 1950 neues Wohngebiet Ziegelwasen in der Talmulde im Süden, Gewerbegebiet im Westen.
Historische Namensformen:
  • Grawenberge
Geschichte: 1246 de monte (von Berg), alemannische Bauernniederlassung wohl seit dem Frühmittelalter. Erst ab 1300, beim endgültigen Übergang an Württemberg, kommt die Bezeichnung Grawenberge auf, vorher nur Berg oder mons. Kern der nachrömischen Siedlung (römischer Gutshof in der Flur Heuweg) war vermutlich die Kirche. Ortsadel nicht bekannt. Die Burg auf dem heute noch »Burgstall« genannten Berg wurde wohl durch die Grafen von Urach im 12. Jahrhundert erbaut. Vielleicht schon 1286 im Krieg Graf Eberhards des Erlauchten von Württemberg zerstört. 1254 wurden einer Gräfin Agathe von Urach Grundstücke bei Grafenberg als Leibgeding vorbehalten. Württemberg er­warb ab 1261 die Ortsherrschaft hauptsächlich über die Grafen von Urach, vielleicht auch teilweise von den edelfreien Herren von Neuffen. Die benachbarten Dörfer Groß- und Kleinbettlingen gehörten seit Ende 15. Jahrhunderts hierher ins Gericht. Bis 1806 beim Amt Neuffen, danach Oberamt (1938 Landkreis) Nürtingen bis 1973.

Ersterwähnung: 1246
Kirche und Schule: Die 1246 genannte Pfarr­kirche zum Heiligen Michael war eine der ärmeren des Landkapitels Urach. Das Patronat besaß Württemberg als Nachfolger der Grafen von Urach. Bei der Reformation durch Herzog Ulrich wurde die Pfarrei 1539 aufgehoben und Großbettlingen zugeschlagen, um 1556 von Herzog Christoph neu errichtet. Kirchenumbau 1726, Teile noch aus dem 13. Jahrhundert, Turm 1794 erneuert. Renoviert 1956/57. Spätgotisches Pfarrhaus um 1580. Katholiken nach Metzingen.
Patrozinium: Sankt Michael
Ersterwähnung: 1246

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