Remchingen - Wüstung
Markgraf Hermann von Baden genehmigt als Lehensherr die Schenkung, die der Edle Albert Hacge von Hoheneck unter Zustimmung seines Sohnes Rudolf dem Kloster Bebenhausen mit dem Wendershof (curie – dicte des Wendershof) in Benningen, der Mühle am Neckar bei Herteneck und 4 Weinbergen bei Hoheneck, die Hugo Nalle, Rore, Marder und Sukke bebauen, gemacht hat und die in der darüber aufgenommenen Urkunde genauer verzeichnet ist. Siegler: Der Aussteller. Actum et datum apud Phorzhain, presentibus Cu{o}nrado advocato de Remchingen, Emhardo de Ilrsvelt, Hainrico dicto Tro{e}scheller, Eberhardo de Owenshain militibus, anno domini MCC nonagesimo primo, nonas Maii, indictione IIII. / Zur Detailseite
Heinrich von Enzherg genannt von Kapfenhardt verkauft an Ritter Gerhard von Enzberg seinen Hof bei der Burg Kapfenhardt mit dem Patronatrecht der Kirche in Weissach. / Zur Detailseite
Graf Konrad von Vaihingen überträgt das seitherige Lehengut Krafts von Gräfenhausen in Dietenhausen auf dessen Bitten dem Kloster Herrenalb als freies Eigentum unter Vorbehalt des Wiedereinlösungsrechts für den Lehensmann binnen Jahresfrist. / Zur Detailseite
Die Grafen Emich und Friedrich von Leiningen bestätigen die durch Konrad von Hohenheim genannt Banbast mit Einwilligung seiner Söhne Konrad und Johann geschehene Schenkung des Patronatrechts der Kirche zu Aurich an das Kloster Herrenalb. / Zur Detailseite
Markgraf Rudolf der Ältere von Baden gibt dem Abt und Konvent von Hirsau den Hof ihres Klosters bei der Nikolauskapelle in der Altstadt Pforzheim, der seinem Vater Hermann und ihm für 120 Mark Silber verpfändet war, gegen Erstattung der Pfandsumme zurück und freit ihn für sich und seine Söhne von allen Abgaben. Siegler: Der Aussteller und seine Söhne Hermann, Hesso und Rudolf, Ritter Dietrich von Lomersheim und die Stadt Pforzheim. Weitere Siegler: Die Äbte von Maulbronn und Herrenalb. Actum anno domini MCCLXXXII., dominica post decollationem beati Johannis proxima, regnante magnifico domino Rudolfo dei gratia Romanorum rege, tempore venerabilis domini Craftonis abbatis monasterii Hirsaugiensis. Testes: Dietherus de Lomersheim, Heinricus de Hohennieveren dictus Tro{e}scheller, Emehardus de Asvelt, Cunradus dictus advocatus de Remichingen, Albertus dictus So{e}lre, dictus Dyz dapifer milites, Ortwinus decanus in Pfortzhein, Berchtoldus, Albertus, Gotheboldus fratres dicti Wa{i}sen, Erlewinus dictus Rumellin, Diethmarus filius Gozoldi, Guntherus, Go{e}zelinus dictus Liebner, Heinricus filius Steimari, Reinbotho cives ibidem. / Zur Detailseite
Konrad der Sohn Heinrichs von Lomersheim verkauft (vendidi) an Kloster Herrenalb die Dörfer Mutschelbach und Wiesloch (villas Muschelnbach et Vitzenloch cum utilitatibus subscriptis videlicet XXII hu{o}bas de quarum qualibet solvitur annuatim. alterum dimidium maltrum siliginis et tantumdem avene et in nativitate Johannis Baptiste XVIII Hallenses et Martini VIII solidi et pro mortuario optimum pecus et ius advocatie cum censibus et pullis et iuribus et consuetudinibus dube frevel besu{o}ht et umbesu{o}ht, quocumque nomine censeantur, et cum hominibus propriis qui eisdem bonis attinent et attinuerant ab antiquo et nichilominus specaliter Hugonem de Muschelnbach et uxorem suam et pueros eiusdem ex utraque uxore generatos, insuper quoque utilitatem et gemeinemerke silve dicte Ranne qua sicut villani Nettingen et Urbach et Darmesbach utentur) um 193 Pfund Heller, überträgt sie (resigno et assigno) dem Kloster mit Zustimmung seines Herrn Rudolf von Roßwag und verzichtet auf alle seine Rechte daran. Zum Ersatz macht er dem Lehensherrn Rudolf von Roßwag den dritten Teil des Dorfes Kleinglattbach (ville in Wustenglatebach) zu Lehen. Für Gewährschaft (in certitudinem venditionis et pagationis – – – ad pagandum et veram warandiam faciendam super proprietate et libertate predictorum bonorum) setzt er auf Tag und Jahr zu Bürgen die Ritter Albert von Niefern, Sweneger von Remchingen, Heinrich und Gerhard, Brüder, von Enzberg, ferner H. von Kapfenhardt (Kapphenhart) und Berthold Strubelinum de Strubenhart, die zum Einlager in Pforzheim (Porzhein) verpflichtet sind, wenn er auf rechtzeitige Mahnung (die placiti michi a monachis prefixa infra mensem) eine etwaige gerichtliche Anfechtung nicht beseitigt oder einen abgegangenen Bürgen nicht in Monatsfrist ersetzt. Ist einer der Bürgen in ein anderes Einlager verstrickt, so darf er einen Edelknecht (servum nobilem) mit einem Pferd an seiner Statt schicken. Kann einer nicht nach Pforzheim kommen, so darf er auch in Bretten oder Vaihingen Einlager halten (quod si forte aliquis ipsorum pre metu corporis aut rerum in Phorzheim obstagio iacere non potuerit, et hoc constiterit domino H. de Enzeberc et Erlewino sculteto in Phorzheim, ad iudicium eorum in Bretheim vel in Veihingen similiter obstagio iacebit sine dolo et fraude). Auch wird das Kloster vom Kaufpreis 93 Pfund Heller zurückbehalten, bis der Kleriker Herr Hermann von Speyer genannt Kegeler, dem die Dörfer pro quadam summa pecunie verpfändet sind, dort auf alle Ansprache verzichtet hat (qui si in ipsis villis coram rusticis eandem absolutionem fecerit, extunc iidem monachi infra XIIII dies predictas XCIII libras Hallensium assignabunt). Siegler: Die Bürgen. Datum anno domini MCCXCV., mense Februario. / Zur Detailseite
Ritter Hugo von Hailfingen (Halvingen) verkauft (vendidi absolute) mit ausdrücklicher Zustimmung illustris viri seines Herrn des Grafen Gottfried von Tübingen und seiner Frau Luitgard dem Kloster Bebenhausen eine Wiese bei Entringen (pratum meum trium iugerum apud Æntringen situm dictum diu gevelgot wise) um 30 Pfund 30 Schilling Heller, die er in redemptionem gravium debitorum verwendet, überträgt sie dem Kloster und verpflichtet sich und seine Erben für 10 Jahre zur Gewährschaft in der Weise, dass seine Vettern (patrueles) Ritter Heinrich von Mu{e}ienegge und Heinrich von Remchingen auf Mahnung des Klosters innerhalb 8 Tagen sich zum Einlager in Tübingen oder Rottenburg stellen sollen, falls nicht durch ihn oder seine Kinder eine Anfechtung des Besitzes in Monatsfrist beseitigt wird oder seine Kinder nicht, sobald sie mündig sind, auf die Wiese zugunsten des Klosters verzichten, oder wenn einer der Bürgen pendente warandia stirbt und nicht in einem Monat ein anderer an seiner Stelle ernannt wird. Er verzichtet außerdem auf alle rechtlichen Einsprachen. Siegler: Graf Gottfried von Tübingen und der Aussteller. Testes: frater Guntherus prior, U{o}l. cellerarius, Johannes de Constantia et frater Marquardus Goltstain monachi de Bebenhusen, Volmarus plebanus in Æntringen, Al. dictus Kegeris, . . dictus O{e}wel. Datum in Æntringen, anno domini MCCC., kalendas Septembris, indictione XIII. / Zur Detailseite
Markgraf Friedrich von Baden verleiht dem Kloster Herrenalb für seinen Gastwirt in Pforzheim Freiheit von Diensten. / Zur Detailseite
Die Richter zu Speyer beurkunden, dass die edle Matrone Frau (nobilis matrona domina) Adelheid die Ältere von Liebenstein vor ihnen erklärt hat, sie habe schon vor 12 Jahren zum Heil ihrer Seele der Priorin und dem Konvent zu Itzingen (Uzingen) 14 Jauchert Weinberg in Kürnbach genannt Berthenloch (in Quirenbach – dicta Berthenloch) geschenkt, übergeben und öffentlich sowohl in Kürnbach als in Itzingen resigniert und dass sie diese Schenkung in ihrer Gegenwart der Priorin und den Pflegern des Konvents erneuert hat. Testes: dominus Alexander decanus Spirensis, Eber[hardus] de Stralenberc scolasticus eiusdem ecclesie, Albertus de Remechingen et Engelhardus pincerna canonici ibidem et magister Henricus Ciminus, qui pro testimonio huic instrumento publico nobis sua sigilla appenderunt. Nos decanus, canonici et magister Cyminus predicti predictis interfuimus una cum domino Ulrico de Sterrenvels, Conrado de Niedecke et domino Svicgero de Blankenstein nobilibus procuratoribus dominarum et aliis fide dingnis, et rogati cum sigillo dictorum iudicum hiis duximus appendenda. Actum anno domini MCCLXXVIII., in crastino ascensionis. / Zur Detailseite
Ritter Sweneger von Remchingen schenkt dem Kloster Herrenalb zur Ausrichtung einer Jahrzeit für seine Gemahlin Hedwig eine Gült von 3 Malter Öls jährlich aus seinem Drittel des kleinen Zehnten zu Weingarten. / Zur Detailseite
Albert von Remchingen, Propst des Dreifaltigkeitsstifts zu Speyer, investiert den Chorherrn Wolpot von Denkendorf auf der Pfarrei Bietigheim. / Zur Detailseite
Bischof Heinrich von Speyer beurkundet, dass Konrad von Enzberg und seine Neffen, die Söhne Heinrichs von Enzberg, nach vielfacher Beschädigung des Klosters Maulbronn durch alle diese Glieder der Familie feierlich auf die Vogtei über das Kloster und dessen Bauhöfe, Orte und sonstigen Besitzungen verzichtet haben und dass denselben ihre Ansprüche an die Höfe zu Elfingen und Füllmenbach, sowie die Orte Tiefenbach und Ölbronn durch seine richterliche Entscheidung abgesprochen worden sind. / Zur Detailseite
Albert von Remchingen, Propst des Dreifaltigkeitsstifts zu Speyer schenkt (conferimus donatione inter vivos) um seines Seelenheils willen und aus Verehrung der Jungfrau Maria dem Kloster Herrenalb dreizehn Malter dreierlei Frucht von einer Hube in Wilferdingen, die weiland seiner Schwester Adela von Elchesheim als Heiratsgut gehörte (redditus tredecim maldrorum siliginis spelte et avene annui census super huba sita in Wu{o}lvirkingen perpetuo possidendam, quam nunc colit dictus Slote, quam inquam hubam comparavimus ab Rudingero et Ku{o}nnigunde sorore sua natis condam sororis nostre Adele dicte de Elgesheim, quam hubam Bertholdus senior et Cu{o}nradus advocatus bone memorie et Swenningerus de Remichingen fratres nostri predicte Adele sorori nostri ad onus matrimonii sustentandum cum suo legitimo marito Sifrido dicto de Elgesheim contulerunt et donaverunt, singulis annis solvenda in nativitate Marie virginis). Er verzichtet auf alle Ansprüche und bestimmt noch, dass von dem Ertrag der Gült sein Bruder Heinrich, Mönch in Herrenalb, mit Kleidung versehen werde und sie erst nach dessen Tod in usus claustri verwendet werden darf. Siegler: Der Aussteller, das geistliche Gericht in Speyer und der Abt von Herrenalb. / Zur Detailseite
Ulrich von Wössingen (Wesingen) übergibt durch Schenkung unter Lebenden dem Kloster Herrenalb 2 Pfund Heller, die jährlich am Abend vor des Herrn Geburt in der villa Ellmendingen fallen, damit das Gedächtnis und der Jahrtag seiner Ehefrau (collateralis) Gertrud geborenen (natione) von Remchingen am Tag nach Mariä Geburt im Konvent soweit begangen werden sollen als die 2 Pfund reichen, mit der Bestimmung, dass die 2 Pfund um 18 Pfund abgelöst werden können. Siegler: Der ältere Markgraf von Baden, sein Sohn Her., C. der Vogt von Remchingen und der Aussteller. Datum anno domini MCCLXXXVII. / Zur Detailseite
Bischof Günther von Speyer bestätigt die Erwerbung der Güter Frechstatt und Schröck durch das Kloster Maulbronn. / Zur Detailseite
Friedrich von Gottes Gnaden Markgraf von Baden verkauft (vendidimus) dem Kloster Herrenalb sein Dorf Langensteinbach mit aller Zugehörde (villam nostram Langensteinbach nobis iure proprietatis attinentem cum marchia tota et campis silvis agris pratis aquis viis inviis almendis communitatibus et comoditatibus universis besu{o}ht et umbesu{o}ht et ius advocatie dube frevel stiure bete einunge ho{u}betreth et hertreth et usum glandium quod dicitur deheme cum censibus et redditibus et hominibus propriis, qui eisdem bonis attinent vel qui nobis attinebant et tunc temporis in eadem villa morabantur, cum omnibus iuribus et utilitatibus ac attinentiis universis quocumque nomine censeantur) um 550 Pfund Heller, verzichtet auf alle Ansprüche, überträgt die Güter und Rechte dem Kloster und verspricht volle Gewährschaft. Dafür (ad pagandum et ratihabendum omnia supradicta) stellt er als Bürgen die Ritter Schweneger von Remchingen, C. den Marschalk von Besigheim, Symon von Königsbach, Ulrich von Wössingen (Wesingen), Gerhard von Enzberg und Albert genannt Hofwart von Sickingen, ferner Konrad von Niefern, Friedrich von Enzberg, Gerlach und Heinrich von Niefern, die zum Einlager in Pforzheim oder Vaihingen oder Bretten verpflichtet sind, wenn der Besitz angefochten wird oder wenn einer von ihnen zurücktritt oder stirbt und nicht durch eine gleichwertige Person ersetzt wird, oder wenn ein Punkt des Kaufvertrags vernachlässigt wird und diese Beschwerden des Klosters nicht auf Mahnung in Monatsfrist erledigt werden. Ist einer der Bürgen in ein anderes Einlager verstrickt, so mag er einen Knecht mit einem Pferd schicken. Siegler: Der Aussteller und die Bürgen. Datum anno domini MCCXCVI., feria secunda post festum Marci ewangeliste. / Zur Detailseite
Abt Eggehard und Konvent von Maulbronn erkaufen sämtliche Güter und Rechte Werners von Malmsheim in der Mark Wiernsheim um 100 Pfund Heller und der Edle Konrad von Strubenhart verzichtet gegen Entschädigung mit Gütern in Heidelsheim und Malmsheim auf die Lehensherrlichkeit über sie zu Gunsten des Klosters. / Zur Detailseite
Abt Kraft von Hirsau beurkundet einen Vergleich zwischen Abt und Konvent von Herrenalb einer- und drei Herren von Eberstein und dem Grafen Simon von Zweibrücken andererseits über die Anerkennung der Freiheit Herrenalbs von der Vogtei und sonstigem Rechte der letzteren Herren und über die Wahl eines Schirmherrn durch das Kloster aus dem Geschlecht von Eberstein, zunächst in der Person des Grafen Simon. / Zur Detailseite
Der Edelknecht H. von Gärtringen (H. de Gertringen militaris) stiftet mit Zustimmung (cum manu et consensu) seiner Söhne Wernher und Schwigger in Form einer Schenkung unter Lebenden im Kloster Herrenalb eine Jahrzeit zum Seelenheil seiner Frau von Oßweil und bestimmt dazu Zinsen im Betrag von jährlich 1 Pfund und 6 Heller in Weiler und Nöttingen (unam libram et VI Hallenses reddituum annuatim super bonis meis in Wiler subscriptis, videlicet de bonis Wintingi III solidos, item de bonis Tu{o}tlinger et Gozzonis III solidos, item super molendino in villa Wiler duos solidos, item super bonis relicte quondam U{o}lrici XXX Hallenses, item super bonis dicte Naselosen IV solidos et dimidium, item super bonis in Netingen dicti Lange V solidos, item super molendino Swenegeri de Remechingen sex Hallenses). Diese Zinse sind auf Martini dem Küster in Herrenalb zu reichen, der damit das Licht in der Lampe vor dem Peter- und Paulsaltar im Kloster Tag und Nacht unterhalten soll. Der Stifter behält sich und seinen Erben den Rückkauf der Zinse für 10 Pfund Heller vor, die alsdann zum Erwerb anderer Einkünfte für denselben Zweck dienen sollen. Testes: frater Hugo custos in Alba, dominus Hugo viceplebanus in Novo Castro, dominus Wernherus de Holzgerringen, dominus Symon de Kunegesbach milites, Dietricus de Rieche, Burcardus dictus Gugelli. Siegler: Der Oheim (patruus) des Ausstellers Dekan H. von Tailfingen (Talvingen), womit auch seine Söhne einverstanden sind. Datum in Novo Castro, anno domini MCCLXXXX., proxima dominica ante nativitatem virginis gloriose. / Zur Detailseite
Rudolf von Roßwag libere condicionis homo beurkundet, dass Ritter Sweneger von Remchingen und seine Vorfahren seit langer Zeit die Dörfer Mutschelbach und Wiesloch von ihm zu Lehen gehabt und damit seine Tochter, die Frau Heinrichs von Lomersheim, ausgestattet hat; dass dessen Sohn Konrad gemeinsam mit Sweneger und dessen Sohn Konrad die Dörfer an Kloster Herrenalb verkauft und zur Erlangung seiner lehensherrlichen Zustimmung ihm den dritten Teil des Dorfs Kleinglattbach (Wustenglatebach) zu Lehen gemacht hat. Deshalb übergibt er (contulimus et – – conferimus) die Dörfer, verzichtet auf alle Ansprüche und hängt sein Siegel an die Urkunde. Sweneger und sein Sohn Konrad vom Remchingen und Konrad der Sohn Heinrichs von Lomersheim beurkunden ihre Übereinstimmung damit und verkaufen die beiden Dörfer um 203 Pfund Heller an Kloster Herrenalb unter Verzicht auf alle Rechte daran. Siegler: Markgraf Friedrich, Herr Rudolf von Roßwag, Herr Albert von Niefern, Sweneger von Remchingen, die Brüder Heinrich und Gerhard von Enzberg, Konrad der Sohn Swenegers, Konrad der Sohn Heinrichs von Lomersheim und die Stadt Pforzheim. Datum anno domini MCCXCV., mense Februario. / Zur Detailseite
Berthold von Remchingen beurkundet, dass er Schulden halber die von Otto von Eberstein zu Lehen gehende Vogtei zu Neusatz an Abt Walter und Konvent von Herrenalb verkauft und dass Friedrich Leise und Werner von Rotenfels die Belehnung für das Kloster empfangen haben. / Zur Detailseite
Die Speyrer Richter beurkunden, dass Ritter Berthold der Ältere von Remchingen vor ihnen versprochen hat, das Kloster Herrenalb inskünftig in keinerlei Weise, insbesondere nicht an dessen Gütern in Dietenhausen, zu schädigen. / Zur Detailseite
Der Rat der Stadt Weil bekundet, dass mit Einverständnis des Abts Gottfried von Hirsau, des Pfarrers Albert von Remchingen zu Weil und des Rats sich Augustinereremiten in der Stadt niederlassen dürfen. / Zur Detailseite
Ritter Hildebrand Brendelin von Bretten (Hilttebrandus miles dictus Brendelin de Brettehein) verkauft an Abt und Konvent von Herrenalb seine Höfe in Derdingen (Derdingen) mit aller Zugehörde an Häusern, Gärten, Äckern, Wiesen, Weinbergen, Zinsen, Eigenleuten, Hühnern, Gänsen und allem Anderen ohne Ausnahme in der Mark Derdingen um 170 Pfund Heller und Graf Simon von Zweibrücken verpflichtet sich für ihn dem Kloster gegenüber zur Eviktion und Gewährschaft. Siegler, da der Aussteller kein eigenes Siegel hat: Graf Simon von Zweibrücken. Testes: dominus Swigerus plebanus de Joheningen, F. prior, Arn. cellerarius, Hartmudus monachi de Alba, frater Ber[toldus] mercator, Mangoldus, Wolframus conversi, Ber[toldus] miles de Remechingen, Gerhardus de Ubestat, Mezzelinus de Brussella et alii quam plures. Acta sunt hec in Brussella, anno domini MCC septuagesimo octavo, mense Januario, octava epiphanie. / Zur Detailseite
Graf Simon von Eberstein und Zweibrücken (de Eberstein et de Gemino Ponte) gestattet aus Verehrung für das von seinen Voreltern gegründete Kloster Herrenalb (in Alba) die durch seinen Getreuen, Ritter Ludwig von Liebenzell (Liebencelle), um seines Seelenheils willen beschlossene Schenkung des Patronatrechts der Kirche zu Merklingen (Merkelingen), Speyrer Diözese, samt allen Zehnten und Zugehörden, insbesondere dem Vorzehnten (Vorcehende), an das genannte Kloster, da diese Schenkung ohne seine als des Lehensherrn Zustimmung nicht zur Ausführung kommen kann (recognoscens, id sine nostro consensu nec posse fieri nec debere, eo quod ipsum ius patronatus eiusdem ecclesie a nobis tenebat tytulo feodali et fidelitatis nobis astrictus homagio tenebatur); er überträgt nach vorhergegangener Resignation des Lehens in seine Hand gemeinsam mit Ludwig am selben Ort und zur selben Zeit das Patronatrecht in die Hand des Abts Konrad (C.) als Stellvertreters seines Klosters und verzichtet für sich und seine Erben auf alle seine Ansprüche an dieses Recht mit seinen Zugehörden. Siegler: Der Aussteller. Datum et actum anno domini MCC septuagesimo secundo, mense Septembri, mediantibus ac presentibus domino C[unrado] abbate predicto, H[einrico] de Dagersheim et C[unrado] de Winsberg monachis, Ber[toldo] milite de Remichingen, Diemone et Reinhardo de Novo Castro fratribus cum aliis fide dignis. / Zur Detailseite
Rudolf von Gottes Gnaden Graf von Tübingen (Tw{o}ingen), Herrn Rudolfs (R.) weiland Pfalzgrafen von Tübingen Sohn, schenkt dem Abt Eberhard (E.) und Konvent des Klosters Bebenhausen (Bebinhu{o}sen), in ehrerbietigem Andenken an seinen Großvater, den Pfalzgrafen Rudolf (R.) von Tübingen, den Stifter dieses Klosters, welcher dasselbe auch später emsig zu erhöhen bestrebt war, und an seinen Vater sel., der dasselbe gleichermaßen begünstigte und durch viele Übertragungen von Gütern zu fördern bemüht war, sowie im Einverständnis mit seiner Gemahlin . ., zu seinem und seiner Vorfahren Heil, alle seine Güter in dem Orte Waldhausen (in oppido Walthu{o}sen) samt allen Vogteirechten daselbst und aller Zugehörde als Almosen zu freiem und ewigem Besitz. Siegler: Der Aussteller. Testes: Heinricus dictus de Spirea, Heinricus plebanus in Ru{o}tilingen et Chrafto plebanus in Giltilingen dicti de Aentringen, et Waltherus dechanus in Lustinowe, item Hugo de Mu{o}gineke et Heinricus de Halvingen milites, Wolvilinus frater eiusdem H(einrici), Arnoldus de Mu{o}gineke, Cu{o}nradus de Lustinowe, Johannes filius eius, Dietericus scultetus in Herrinberc, Heinricus de Remichingen, Petrus frater domini de Spirea, Petrus filius Petri, Tru{e}twinus de Werstein et alii quam plures. Datum et actum anno domini MCCLXX., IIII nonas Augusti. / Zur Detailseite
Heinrich von Remchingen bekennt, dem Kloster Bebenhausen jährlich 2 Ohm Wein von seinem Weinberg Hartricherberg schuldig zu sein, die er seit der Aufnahme seines Bruders Rafto lange Zeit zu liefern unterlassen hat; ferner bekennt er sich zu der Verpflichtung, dem Konvent von seinen Gütern in Reusten (Ruisten) jährlich 3 Pfund Heller zu geben bis zu einer Gesamtsumme von 35 Pfund Heller, eine Vergünstigung, die er nur der Vermittelung des Propsts von Sindelfingen verdankt, da er den Konvent in dieser Angelegenheit beleidigt hat. Siegler: Der Propst von Sindelfingen, patruelis des Ausstellers. Datum et actum Tuiwingen, anno domini MCCLXXXVIII. / Zur Detailseite
Markgraf Hermann von Baden verpfändet dem Kloster Herrenalb um 310 Pfund Heller das Dorf Ellmendingen, das ehemals Graf Konrad von Vaihingen, genannt von Neuenbürg (de Novo Castro), an den Ritter Konrad den Älteren von Remchingen und dessen Sohn Berthold, diese aber an ihn je um dieselbe Summe verpfändet haben, verspricht, die Pfandschaft nie abzulösen, macht aber für den König oder den Besitzer von Neuenbürg, dessen Zubehör das Dorf ist (rex aut cui ex proprietate Novum Castrum attinet, ad quod ipsa villa pertinuit ab antiquo), den Vorbehalt, dass sie um 310 Pfund Heller, die auf einmal zu bezahlen sind, das Dorf zurückkaufen können. Er verpflichtet sich, die Übertragung des Eigentumsrechts vom König mit dessen Handzeichen und Siegel (sub suo cyrographo et sigillo) zu erlangen. Sobald er dem Kloster die königliche Urkunde beibringt, hat ihm dieses in Monatsfrist 70 Pfund Heller als Rest der Pfandsumme zu bezahlen und tritt dafür in den Besitz des Dorfes ein. Als Ersatz für vielfache Schädigungen, die er dem Kloster zugefügt hat, überlässt er demselben alle Einkünfte von jetzt bis zur Übertragung des Eigentums, wofür das Kloster auch seiner und seiner Vorfahren allezeit gedenken soll. Siegler: Der Aussteller und sein Bruder Hesso, qui dominium Novi Castri in sua habet potestate. Datum anno domini millesimo ducentesimo octogesimo nono, mense Martio. / Zur Detailseite
Die Ritter Berthold der Ältere, Vogt Konrad und Schweneger, Gebrüder von Remchingen, verzichten auf ihre Ansprüche an verschiedene Leistungen von Seiten der kloster-herrenalbischen Bauern zu Dietenhausen. / Zur Detailseite
Propst Albert von Remchingen (natione de Remichingen) vom Dreifaltigkeitsstift zu Speyer schenkt donatione inter vivos dem Kloster Herrenalb zwei Pfund Heller jährlicher Einkünfte von dem Hof dicti Hachelinger in Grünwettersbach (Gru{i}nenweterspach) mit der besonderen Bedingung, dass die Gült auf Mariä Geburt alljährlich durch den Bauern des Hofs zu bezahlen ist und wenn der Termin versäumt wird, alsbald am Tag darauf [der Hof] in den Besitz des Klosters übergeht (quod quocumque anno in festo nativitatis beate virginis predictam curiam colens censum sive redditus duarum librarum solvere neglexerit, extunc in crastino ad ius et proprietatem predicti claustri omni contradictione postposita perpetuo devolvetur). Er verzichtet auf alle Einsprache, bestimmt aber, dass der jeweilige Abt des Klosters seinen Bruder H., der dort Mönch ist, vom Ertrag der Gült mit Kleidung versehen und erst nach dessen Tod das Kloster selbst in den Genuss eintreten soll. Siegler: Der Aussteller, die Richter von Speyer und der Abt von Herrenalb. Datum et actum anno dommi MCCXCVIII., mense Augusto. / Zur Detailseite
| Regionalauswahl: | |
|---|---|
| Typauswahl: | Ortsteil – Historisches Ortslexikon |
| Typ: | Wüstung |
| Liegt auf Gemarkung: | Wilferdingen |
| Ersterwähnung: | 1160 |
Ortsgeschichte
| Historische Namensformen: |
|
|---|---|
| Geschichte: | 1160 Remchinga, von Personenname. Vielleicht die merowingerzeitliche Grabhügelbestattung im Buchwald (vergleiche Singen) hierher gehörig. Die Siedlung wohl schon im Hochmittelalter auf Burg und Kirche reduziert. Der Adel von Remchingen, ab 1160 genannt, entstammte der Ministerialität der Grafen von Vaihingen und stand früh in Beziehung zu den Ebersteinern. Das Geschlecht im 18. Jahrhundert erloschen. Spätestens 1301 setzte sich die Markgrafschaft Baden mit dem Erwerb von Teilen der Burg in Remchingen fest. 1463 waren 2/3 der Burg durch Baden an die Nix von Hoheneck verliehen. Sie fielen nach 1511 wieder an die Herren von Remchingen. 1562 verkauften die an der Burg bis dahin immer noch beteiligten Grafen von Eberstein ihre Anteile der Lehnshoheit endgültig an Baden. Ein eigenes badisches Amt Remchingen bestand schon 1404, wurde wohl im 16. Jahrhundert dem Amt Stein einverleibt. Die Burg, 1692 durch Franzosen zerstört, wurde 1749 vollends abgebrochen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts bestand noch ein Gutshof. - Die Kirche, in deren Sprengel Singen und Wilferdingen, anfangs (1388) auch Kleinsteinbach gehörten, ist ab 1295 bezeugt und stand unter dem Patronat der Burgherren, 1388 der Markgrafen von Baden, war zeitweise wieder an den Adel verliehen und wurde 1453 dem Stift Baden einverleibt. Es ist ungeklärt, ob die 1477-1530 genannte Liebfrauenkirche zur Eich mit Remchingen identisch ist, doch besteht dafür einige Wahrscheinlichkeit. Über 100 Jahre nach der Reformation (1672) verzichtete das Badener Stift auf seine Rechte. Nachdem Wilferdingen und Singen eigene Pfarreien geworden waren, wurde 1784 die Kirche in Remchingen abgebrochen. |
Burgen und Schlösser
| Name: | Burg Remchingen (abgegangen) |
|---|---|
| Datum der Ersterwähnung: | 1160 |
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![Ritter Hildebrand Brendelin von Bretten (Hilttebrandus miles dictus Brendelin de Brettehein) verkauft an Abt und Konvent von Herrenalb seine Höfe in Derdingen (Derdingen) mit aller Zugehörde an Häusern, Gärten, Äckern, Wiesen, Weinbergen, Zinsen, Eigenleuten, Hühnern, Gänsen und allem Anderen ohne Ausnahme in der Mark Derdingen um 170 Pfund Heller und Graf Simon von Zweibrücken verpflichtet sich für ihn dem Kloster gegenüber zur Eviktion und Gewährschaft. Siegler, da der Aussteller kein eigenes Siegel hat: Graf Simon von Zweibrücken. Testes: dominus Swigerus plebanus de Joheningen, F. prior, Arn. cellerarius, Hartmudus monachi de Alba, frater Ber[toldus] mercator, Mangoldus, Wolframus conversi, Ber[toldus] miles de Remechingen, Gerhardus de Ubestat, Mezzelinus de Brussella et alii quam plures. Acta sunt hec in Brussella, anno domini MCC septuagesimo octavo, mense Januario, octava epiphanie.](/media/labw_wub/current/generated/jpg/wub-3595.jpg.tm.png)
![Graf Simon von Eberstein und Zweibrücken (de Eberstein et de Gemino Ponte) gestattet aus Verehrung für das von seinen Voreltern gegründete Kloster Herrenalb (in Alba) die durch seinen Getreuen, Ritter Ludwig von Liebenzell (Liebencelle), um seines Seelenheils willen beschlossene Schenkung des Patronatrechts der Kirche zu Merklingen (Merkelingen), Speyrer Diözese, samt allen Zehnten und Zugehörden, insbesondere dem Vorzehnten (Vorcehende), an das genannte Kloster, da diese Schenkung ohne seine als des Lehensherrn Zustimmung nicht zur Ausführung kommen kann (recognoscens, id sine nostro consensu nec posse fieri nec debere, eo quod ipsum ius patronatus eiusdem ecclesie a nobis tenebat tytulo feodali et fidelitatis nobis astrictus homagio tenebatur); er überträgt nach vorhergegangener Resignation des Lehens in seine Hand gemeinsam mit Ludwig am selben Ort und zur selben Zeit das Patronatrecht in die Hand des Abts Konrad (C.) als Stellvertreters seines Klosters und verzichtet für sich und seine Erben auf alle seine Ansprüche an dieses Recht mit seinen Zugehörden. Siegler: Der Aussteller. Datum et actum anno domini MCC septuagesimo secundo, mense Septembri, mediantibus ac presentibus domino C[unrado] abbate predicto, H[einrico] de Dagersheim et C[unrado] de Winsberg monachis, Ber[toldo] milite de Remichingen, Diemone et Reinhardo de Novo Castro fratribus cum aliis fide dignis.](/media/labw_wub/current/generated/jpg/wub-3101.jpg.tm.png)




![Propst Albert von Remchingen (natione de Remichingen) vom Dreifaltigkeitsstift zu Speyer schenkt donatione inter vivos dem Kloster Herrenalb zwei Pfund Heller jährlicher Einkünfte von dem Hof dicti Hachelinger in Grünwettersbach (Gru{i}nenweterspach) mit der besonderen Bedingung, dass die Gült auf Mariä Geburt alljährlich durch den Bauern des Hofs zu bezahlen ist und wenn der Termin versäumt wird, alsbald am Tag darauf [der Hof] in den Besitz des Klosters übergeht (quod quocumque anno in festo nativitatis beate virginis predictam curiam colens censum sive redditus duarum librarum solvere neglexerit, extunc in crastino ad ius et proprietatem predicti claustri omni contradictione postposita perpetuo devolvetur). Er verzichtet auf alle Einsprache, bestimmt aber, dass der jeweilige Abt des Klosters seinen Bruder H., der dort Mönch ist, vom Ertrag der Gült mit Kleidung versehen und erst nach dessen Tod das Kloster selbst in den Genuss eintreten soll. Siegler: Der Aussteller, die Richter von Speyer und der Abt von Herrenalb. Datum et actum anno dommi MCCXCVIII., mense Augusto.](/media/labw_wub/current/generated/jpg/wub-6165.jpg.tm.png)