Herrischried 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.herrischried.de
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Einwohner: 2688
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 72.0
Max. Höhe ü. NN (m): 1062.78
Min. Höhe ü. NN (m): 564.33
PLZ: 79737

Benachbart zu Todtmoos und der Stadt Wehr reicht die Gemeinde mit ihrem Anteil am Wehratal bis an die Westgrenze des Landkreises Waldshut heran. Mit ihren sechs 1973 bzw. 1974 eingemeindeten Teilorten erstreckt sie sich im südlichen Hochschwarzwald zwischen Wehra- und (Hauensteiner) Murgtal von dem stark durch würmeiszeitliche Vergletscherung geprägten oberen Wehragebiet weit auf die westliche Hochfläche des Hohen Hotzenwaldes. Dort sind breite, oft vermoorten Talwannen und steilwandigen Flusstäler kennzeichnend. Im Norden hat die Gemeinde mit einen solche intakten Moor Anteil am bedeutenden interkommunalen Naturschutzgebiet ‚Kirchspielwald-Ibacher Moos‘. Die Höhen fallen von 1062 m über NN im Norden auf 564 m in der Wehraschlucht im Westen ab. Dem Wald auf den Kuppen und Talsteilhängen stehen in den trockengelegten Talmulden weithin Weiden und Wiesen gegenüber. Sehr lockere Schwarmsiedlungen folgen den Verkehrswegen. Dies gilt auch für den Hauptort, der sich durch seine weithin sichtbare doppeltürmige Kirche heraushebt und erst nach 1978 in seinem Westen abseits liegenden kompakte Wohngebiete hinzubekam. Der staatlich anerkannte Luftkurort ist völlig auf einen ganzjährig angelegten Erholungstourismus ausgerichtet und wartet mit einigen diesbezüglichen Einrichtungen auf (Hallenbad, Rotmooshalle, Eissporthalle, Freilichtmuseum Klausenhof, Gugelturm etc.) auf. Zusammen mit dem südlich benachbarten Rickenbach erfüllt die Gemeinde die Funktion eines Kleinzentrums im westlichen Landkreisgebiet. Zur Gemeinde gehört auch der Hornberg-Speichersee (erbaut von 1969-1974) als Oberbecken des Pumpspeicherwerks Wehr. Kreisstraßen und im Süden die L151 durchziehen die Gemeinde, deren Ortsteile mehrheitlich nach Anfall an Baden 1805 zum Ober- später Bezirksamt bzw. 1936 zum Landkreis Säckingen und ab 1973 zum Landkreis Waldshut gehörten.

Das im Bereich des hinteren Hotzenwaldes in 1033 m Höhe (Lang Eck) und ca. 850 m Höhe (Süden) zwischen der Oberen Wehra und Oberen Murg gelegene Gemeindegebiet erstreckt sich ganz im Südschwarzwälder Grundgebirge. Im wesentlichen handelt es sich um präkambrische Gneisanatexite, auf denen in südwärts geneigter Hochflächenlage große Rodungen mit nachfolgender Besiedlung stattgefunden haben. Im Westen sind jüngere oberdevonische und unterkarbonische Gesteine des Wiesen- und Wehra-talbereichs am Landschaftsbau beteiligt. In ihnen liegt das 1969 begonnene Hornbergbecken des Wehratal-Kraftwerks. Das östliche Gemeindegebiet erstreckt sich im Murgbereich östlich Herrischried und auf der Gemarkung Hogschür noch in das Verbreitungsgebiet des unterkarbonischen Albtalgranits.

Wappen von Herrischried

In Silber (Weiß) auf grünem Schildfuß eine grüne Tanne, an der sich beiderseits je ein roter Hirsch aufrichtet.

Beschreibung Wappen

Herrischried gehörte zur Einung Görwihl der Grafschaft Hauenstein im bis 1805 vorderösterreichischen Breisgau. Für das Gemeindewappen griff man 1905 auf das vorhandene Siegelbild zurück. Die Tanne ist dem Wappen der Grafschaft Hauenstein (Tanne mit zwei Eichhörnchen) entnommen. Die Hirsche dienen als Symbol für den einstigen Wildreichtum der Gegend. Die Gemeinde verwendete jedoch die alten Stempel zunächst weiter. Die sechs in den Jahren 1973/74 eingemeindeten Orte hatten einst ebenfalls zur Grafschaft Hauenstein gehört und führen in ihren Wappen unter anderem die Hauensteiner Tanne, Wehrhalden auch einen Hirsch. So hat das Wappen umfassende Aussagekraft auch für die heutige Gemeinde Herrischried. Die Flagge wurde am 30. Juni 1977 durch das Landratsamt Waldshut verliehen.