Herbertingen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.herbertingen.de
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Einwohner: 4796
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 124.0
Max. Höhe ü. NN (m): 628.04
Min. Höhe ü. NN (m): 537.16
PLZ: 88518

Die Gemeinde Herbertingen liegt im Nordosten des Landkreises Sigmaringen. Durch das Gemeindegebiet verlaufen die Donau und die Schwarzach. Die anmoorige Donauniederung erreicht im Gemeindegebiet eine Breite von bis zu zwei km. Der Fluss selbst verläuft hart am steilen linken Talrand. Das würmeiszeitliche Urstromtal wird beiderseits von den Hochflächen des Altmoränenlandes begleitet. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergreifenden Einheit der Donau-Ablach-Platten. Der höchste Punkt liegt auf 628 m, der tiefste Punkt auf 537,16 m im Donautal. Auf dem Gemeindegebiet liegt ein Teil des 383 ha großen Naturschutzgebietes Ölkofer Ried. Das seit 1786 den Fürsten von Thurn und Taxis gehörige Herbertingen gelangte 1806 unter die Staatshoheit von Württemberg und wurde dem Oberamt Saulgau zugewiesen. 1938 kam die Gemeinde zum Landkreis Saulgau. Nach dessen Auflösung im Zuge der Kreisreform 1973 wurde Herbertingen Teil des Landkreises Sigmaringen. Die heutige Gemeinde entstand 1975 durch Eingemeindung von Hundersingen, Marbach und Mieterkingen nach Herbertingen. Der aus einem großen Haufendorf am Rande der Donauniederung hervorgegangene Hauptort hat sich seit 1945 durch die Neubaugebiete auf der Talsohle und am östlichen Hang deutlich entwickelt. Zunächst wurden in den 1950er und 1960er Jahren vorwiegend die Flächen am nördlichen Ortsrand, in geringerem Maße auch am Südrand erschlossen. In den 1970er Jahren entstanden weitere Baugebiete im Norden sowie noch vom Ort abgesetzt im Westen am Bahnhof. Die 1980er Jahren sahen dann die Schließung der großen Baulücke zum Bahnhof durch ein Gewerbegebiet. Zugleich wurdeauch am Ostrand ein neues Areal bebaut. Seit dem Ende der 1990er Jahre sind nur noch kleinere Siedlungsflächen im Norden, Osten und Südwesten hinzugekommen. Herbertingen ist durch die Donautalbahn sowie die B311 und B32 an den Fernverkehr angeschlossen. Zwischen Herbertingen und Mengen liegt ein Verkehrslandeplatz.

Das Gemeindegebiet wird von der über 2 Kilometer breiten, großenteils anmoorigen Donauniederung durchzogen. Der Fluss selbst verläuft hart am steilen linken Tal­rand. Würmeiszeitliches Urstromtal. Die Hochflächenareale beiderseits der Niede­rung sind Altmoränenland mit einer dünnen Decke von Geschiebemergel der Rißeis­zeit über tertiärem Untergrund aus wechselhaftem Molassegestein. Der ausgedehn­tere Bereich des Moränengeländes auf der rechten Seite ist durch die scharf einge­schnittenen Sohlentäler der Schwarzach und des Krähenbachs gegliedert.

Wappen von Herbertingen

In Blau auf grünem Dreiberg ein aufgerichteter goldener (gelber) Hirsch, im Maul einen im Wechsel silbern (weiß) und rot befiederten schwarzen Pfeil haltend.

Beschreibung Wappen

Kaiser Leopold I. stellte der Gemeinde Herbertingen am 6. November 1682 einen Wappenbrief aus, der das heute noch verwendete Gemeindewappen aufweist. Sein Schildbild soll wahrscheinlich an das einstmals offenbar beliebte Jagdgebiet erinnern. In Herbertingen hat einst ein Jägerhaus und bis zu den Jahren 1812/1813 auch ein Tiergarten und ein Jagdschloss bestanden.