Sauldorf 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.sauldorf.de
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Einwohner: 2483
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 50.0
Max. Höhe ü. NN (m): 701.01
Min. Höhe ü. NN (m): 605.94
PLZ: 88605

Die Gemeinde Sauldorf liegt im Südwesten des Landkreises Sigmaringen und grenzt mit ihrer Westgrenze an den Landkreis Tuttlingen, mit der Südgrenze an den Landkreis Konstanz. Das von der breiten Niederung der Ablach durchzogene Gemeindegebiet erstreckt sich im Altmoränenland. Das wellige Gelände wird durch Wald sowie die feuchten und anmoorigen Niederungen der Urstromtalwurzeln der letzten Eiszeit charakterisiert. Naturräumlich gehört das Gebiet zur Einheit der Donau-Ablach-Platten. Der höchste Punkt des Gemeindegebietes liegt auf 701,01 m, der tiefste Punkt auf 605,94 m. Auf dem Gemeindegebiet liegen die Naturschutzgebiete Sauldorfer Baggerseen mit 121,5 ha, Schwackenreuter Baggerseen – Rübelisbach mit 27,2 ha und Waltere Moor mit 23,8 ha. Die Gemeinde Sauldorf gelangte mit der Sakularisation 1803 an Baden. 1842 kam sie vom Bezirksamt Pfullendorf zum Bezirksamt Meßkirch, 1936 dann zum Bezirksamt Stockach, das 1939 im Landkreis Stockach aufging. Im Rahmen der Verwaltungsreform 1973 gelangte sie mit einem Teil des alten Landkreises zum Landkreis Sigmaringen. Die heutige Gemeinde Sauldorf wurde am 1.1.1974 durch Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Bietingen, Boll, Krumbach, Rast, Sauldorf und Wasser zunächst unter dem Namen “Wasser“ gebildet. Am 25.6.1974 wurde die neugebildete Gemeinde in Sauldorf umbenannt. Das am Ostrand der Ablachniederung gelegene Dorf hat sich seit 1945 nur wenig entwickeln können. Neubauten entstanden vorwiegend am östlichen und südlichen Ortsrand, aber auch an den zum Bahnhof führenden Straßen. An der Bahnlinie hat sich auch ein großes metallverarbeitendes Unternehmen niedergelassen. Die Gemeinde Sauldorf verfügte bis 1971 im Ortsteil Rothnoch über einen Haltepunkt an der Bahnlinie von Altshausen nach Schwackenreute. Der ÖPNV wird heute durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau gesichert.

Gemeindegebiet im Altmoränenland, durchzogen von der breiten Ablachniederung. Über diese sowie über flache Talwannen einiger Nebenbäche erhebt sich welli­ges Gelände in deutlich abgesetztem Anstieg, aber geringer relativer Höhe, mit Ge­schiebelehmböden und Waldflächen. Die feuchten und weithin anmoorigen Niede­rungen sind Urstromtalwurzeln der letzten Eiszeit, in denen Schmelzwassersande und -kiese abgelagert wurden. Bei Krumbach durchragt Weißjurakalk die eiszeitliche Auflagerung ohne Zwischenschaltung von tertiären Gesteinen, die an anderen Stellen zutage treten (im Nordzipfel Juranagelfluh, anderwärts Obere Meeres- und Untere Süßwassermolasse).

Wappen von Sauldorf

In einem durch Wellenschnitt von Silber (Weiß) und Blau geteilten Schild oben ein schräger blauer Schlüssel, dessen Bart aus drei linksgewendeten Haken besteht; unten ein schwimmender, flugbereiter silberner (weißer) Schwan.

Beschreibung Wappen

Die am 1. Januar 1974 durch Vereinigung von sechs Orten unter dem Namen „Wasser" gebildete und am 25. Juni 1974 in „Sauldorf" umbenannte Gemeinde hat ein Wappen festgelegt, das Bestandteile aus den Wappen ihrer Rechtsvorgängerinnen miteinander vereinigt. Dabei stehen der Schlüssel für die frühere Gemeinde Sauldorf, die drei Haken für Boll, die Wellenteilung für Wasser, der Schwan für Rast und die Flügel für Bietingen und Krumbach. Das Landratsamt Sigmaringen hat das Wappen und die Flagge am 28. Juni 1983 verliehen.