Ettlingen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.ettlingen.de
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Einwohner: 38866
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 685.0
Max. Höhe ü. NN (m): 414.97
Min. Höhe ü. NN (m): 111.98
PLZ: 76275

Die Große Kreisstadt (seit 1.1.1966) liegt im südlichen Teil des Landkreises Karlsruhe. Der Landesentwicklungsplan ordnet das Mittelzentrum dem Verdichtungsraum Karlsruhe/Pforzheim zu. Auf dem 56,74 qkm großen Gebiet treffen drei Naturräume aufeinander: von Westen die sandigen bis kiesigen Schotterflächen der Niederterrasse und die lehmigen Niederungen des Bruchrandes der Hardtebenen sowie von Osten die Schwarzwald-Randplatten aus dem Oberen Buntsandstein. Dazwischen schieben sich keilförmig die nördlichen Ausläufer der Ortenau-Bühler Vorberge. Der Malscher Landgraben beschreibt im Nordwesten an der Grenze zu Karlsruhe auf etwa 113 m NN den tiefsten Punkt. Das Höhenmaximum wird an der Südostseite des Scheuerbergs auf rd. 415 m NN erzielt. Wurden Bruchhausen, das 1192 zur Stadt erhobene Ettlingen, Ettlingenweier und Oberweier im 13. Jahrhundert badisch, kamen die mittelalterlichen Rodungsorte später zur Markgrafschaft: Spessart im 14. Jahrhundert, Schöllbronn 1457 und Schluttenbach 1528. Das altbadische Amt Ettlingen wurde 1803 zum Oberamt und 1813 zum Bezirksamt erhoben. Der Bezirk wurde zum 1. Oktober 1936 aufgelöst, wegen interner Schwierigkeiten wechselten die sieben Kommunen aber erst am 1. April 1937 zum Bezirksamt Karlsruhe, aus dem 1939 der gleichnamige Landkreis hervorging. Während Spessart am 1. März 1972 und Ettlingenweier am 1. Oktober 1974 eingemeindet wurden, schloss sich Ettlingen an letzterem Datum mit Bruchhausen, Oberweier, Schluttenbach und Schöllbronn zur neuen Stadt zusammen.

Das ausgedehnte Stadtgebiet hat Anteil am Oberrheinischen Tiefland und am nordwestlichen Schwarzwald. Im westlichen Tieflandsbereich erstreckt sich das Stadtgebiet bei Bruchhausen noch auf die vom Hardtwald bestandenen Schotterfelder der Niederterrasse, an die nach Osten die weitgehend wiesenerfüllte Gebirgsrandniederung mit jungen Anschwemmungen und feuchten Lehmböden anschließt. Östlich davon gehört noch eine südlich der Stadt ausgebildete schmale, fruchtbare Lösshügelzone am Fuß des Gebirges zum Oberrheinischen Tiefland, über dem dann der im Hauptbuntsandstein und Oberen Konglomerat des Mittleren Buntsandsteins ausgebildete Steilabbruch des Nordschwarzwaldes zu der westlich des Albtals gelegenen Sandsteinplatte hinaufführt. Dieser hochflächenartige Gebirgsanteil, der sich im Südosten bis zum Moosalbtal ausdehnt, das wiederum in das harte Obere Konglomerat eingeschnitten ist, besteht aus Schichten des Oberen Buntsandsteins. An vielen Stellen ist er allerdings unter eiszeitlichen Flugsandablagerungen aus Älterem Löss und Lösslehm versteckt, die die natürlichen Voraussetzungen für Rodungen und Landwirtschaft boten.

Wappen von Ettlingen

In gespaltenem Schild vorn in Gold (Gelb) ein roter Schrägbalken, hinten in Blau ein schwebender silberner (weißer) Zinnenturm.

Beschreibung Wappen

In Ettlingen hatte das elsässische Kloster Weißenburg umfassenden Besitz und Rechte. Die Staufer gründeten als Vögte dieses Klosters um 1191/92 die Stadt, die 1219 von Kaiser Friedrich II. Markgraf Hermann von Baden übertragen wurde und fortan unter badischer Landeshoheit blieb. Das älteste Stadtsiegel (Abdrucke 1256/57) spiegelt mit einem Schlüssel als Zeichen des Weißenburger Klosterpatrons Petrus und dem badischen Schrägbalken die Rechtsverhältnisse der damaligen Zeit wider. Ab 1346 begegnet in den Siegeln das bis heute gültige Wappenbild mit dem herrschaftlichen Wappen im vorderen Feld. Der Turm dürfte ein Stadtmauer- oder Befestigungssymbol und nicht eine Anspielung auf das Weißenburger Klosterwappen (doppeltürmige Burg) sein. Die Farben des hinteren Feldes sind so seit dem 19. Jahrhundert belegt. Nach der Neubildung der Stadt im Jahre 1974 wurden das Wappen und die seit alters geführte Flagge vom Regierungspräsidium Karlsruhe am 12. Februar 1976 neu verliehen.