Drackenstein 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.drackenstein.de/
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Einwohner: 417
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 73.0
Max. Höhe ü. NN (m): 835.77
Min. Höhe ü. NN (m): 728.29
PLZ: 73345, 73349

Die Gemeinde Drackenstein liegt im südlichen Teil des Landkreises Göppingen und grenzt mit einem kleinen Teil ihres Gebietes an den Alb-Donau-Kreis. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf einer verkarsteten Hochfläche der Mittleren Kuppenalb, in die sich der von Westen kommende Gosbach am Nordrand der Gemarkung tief eingeschnitten hat. Drackenstein liegt am Hang zwischen dem Gosbachtach und der Hochfläche der Schwäbischen Alb. Von Unterdrackenstein stürzt ein Wasserfall in das Tal der Gos. In der Nähe des Wasserfalls liegt die Mariengrotte, eine mehrere Meter tiefe Höhle. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergreifenden Einheit der Mittleren Kuppenalb. Der höchste Punkt liegt auf der Hochfläche auf 835,77 m, der tiefste Punkt auf 728,29 m. Am gegenüberliegenden Drackensteiner Hang verläuft die Fahrbahn der A8 in Richtung Stuttgart. Dort befand sich das Drachenloch, eine Höhle, die beim Bau der Autobahn zugeschüttet wurde. Drackenstein gehörte ab 1589 zur Herrschaft Wiesensteig und fiel 1806 an Württemberg. Bis 1810 wurde der Ort vom Oberamt Wiesensteig verwaltet und kam dann zum Oberamt Geislingen. Seit 1938 gehört die Gemeinde zum Landkreis Göppingen. Gemeinsam mit Gruibingen, Hohenstadt, Mühlhausen im Täle und der Stadt Wiesensteig bildet Drackenstein seit 1972 den Gemeindeverwaltungsverband Oberes Filstal. Mit rd. 420 Einwohnern ist es die kleinste Gemeinde in der Region Stuttgart. Drackenstein hat sich seit 1945 nur wenig entwickelt. Bis zum Ende der 1960er Jahre wurden zwei größere Baugebiete am nordöstlichen und südöstlichen Ortsende entwickelt, doch ging die Bautätigkeit dann stark zurück. In jüngerer Zeit entstanden am westlichen Ortsrand mehrere neue Bauplätze. Drackenstein ist durch Landes- und Kreisstraßen an das Fernstraßennetz angeschlossen. Die beiden Ortsteile Ober- und Unterdrackenstein sind durch eine Kreisstraße verbunden. Die A8 ist über die Anschlussstellen Mühlhausen und Merklingen zu erreichen. Der ÖPNV erfolgt durch Buslinien im Rahmen des Filsland Mobilitätsverbundes, ist jedoch aufgrund der geringen Einwohnerzahl nur schwach ausgebaut. In den Abendstunden und am Wochenende verkehrt lediglich ein Rufbus.

Der Gosbach hat sich mit einer tiefen Talschlucht von Westen her in die verkarstete Hochfläche (Weißjura αβ, γδ) der Mittleren Kuppenalb (Großkuppengebiet von Laichingen) am Nordrand der Gemarkung eingeschnitten. Mehrere Karstquellen, die hier entspringen, schufen mächtige Tuffsteinablagerungen. An der linken Talwand führt die Abfahrtsstraße der Autobahn Stuttgart-Ulm entlang. Räumlich noch voneinander getrennt, liegen die Ortsteile Unterdrackenstein im Gosbachtal und Oberdrackenstein darüber am Rande der Albhochfläche. Auf einem Bergvorsprung geringe Reste des 1679 abgebrochenen Schlosses derer von Westerstetten.

Wappen von Drackenstein

In Gold (Gelb) auf grünem Dreiberg ein feuerspeiender roter Drache.

Beschreibung Wappen

Auf Vorschlag der Archivdirektion Stuttgart legte die Gemeinde Drackenstein im Jahre 1959 dieses „redende" Wappen fest. Der feuerspeiende Drachen bezieht sich auf den ersten Bestandteil des Gemeindenamens, der 1338 „Drachenstein" lautete. Unter dem Tuffsteinfelsen, auf dem sich die Ortskirche erhebt, befindet sich das „Drachenloch". Auf die Endsilbe des Gemeindenamens und auf die Lage am felsigen Aufstieg zur Albhochfläche soll der Dreiberg hinweisen. Das Wappen wurde vom Innenministerium am 15. Dezember 1959 zusammen mit der Flagge verliehen.