Wehr 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.wehr.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Wehr (Baden)
Einwohner: 12671
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 355.0
Max. Höhe ü. NN (m): 909.98
Min. Höhe ü. NN (m): 275.33
PLZ: 79664

Die Stadt liegt am südwestlichen Rand des Landkreises Waldshut, wo sie mit der 1972 eingemeindeten Altgemeinde Öflingen als langgestrecktes Band dem Unterlauf der Wehra bis zu deren Mündung in den Hochrhein folgt. Hier hat sie Anteil am Naturraum ‚Hochrheingebiet‘, während sie sonst hauptsächlich die Nahtstelle der Naturräume Dinkelberg und Hochschwarzwald umfasst. Vom Ostabhang des Dinkelbergs reicht sie über die Wehra auf die Raitbach-Säckinger Randstufe, dem Steilanstieg zum Hotzenwald, hinauf. Hier, im Nordosten, wird mit 910 m über NN das Höhenmaximum erreicht, das zum Hochrhein auf rd. 281 m abfällt. Die imposante Wehra-Felsschlucht im Nordosten geht in den Wehrastausee über, der am Stufenrand für das Kavernenkraftwerk Wehr angelegt ist. Die naturnahen Wälder um die Schlucht stehen genauso unter Naturschutz (Naturschutzgebiet Bannwald Wehratal) wie im Südwesten die Schilf- und Flachwasserzonen der ‚Wehramündung‘. Die Kernstadt folgt dem breiten Wehratal zwischen Dinkelberg und Hotzenwald, wo sie sich verstärkt seit den 1980er Jahren nach Nordwesten und aus dem Tal hinaus auf die östlichen Hänge ausdehnte. In ihrem Zentrum sind die beiden Schlössern der Herren von Schönau (heute Sitz der Stadtverwaltung), das ‚Storchenhus‘ und das Gasthaus Krone historisch bedeutend. Gleiches gilt für die ehemaligen Weberei Brennet (Textilmuseum). Sie und andere alte Unternehmen weisen darauf hin, wie sehr die Industrie die Stadtentwicklung (Stadtrecht seit 1950) gestaltete. Heute ist die Stadt ein Unterzentrums, vorrangig aber Wohnort mit kräftigem Auspendleranteil. Landesstraßen und die von Schopfheim kommende B518 erreichen die Kernstadt und treffen am Hochrhein auf die B34. Dort hat sie durch die Hochrheinbahn mit dem Bahnhof Wehr-Brennet auch Anschluss an das Schienennetz. Nach Angliederung an Baden gehörte sie ab 1805 zum Ober- bzw. Bezirksamt Säckingen, kam 1864 zum Bezirksamt Schopfheim, 1936 zum Landkreis Säckingen und 1973 zum Landkreis Waldshut.

Das in seiner Hauptausdehnungsrichtung dem Lauf der Wehra folgende Stadtgebiet erstreckt sich mit seiner großen Nord-Süd-Ausdehnung von fast 12 km im Grenzbereich von Dinkelberg und westlich Hotzenwald und folgt einer dem Oberrheingraben parallelen Bruchzone, die den Talverlauf vorprägte. Im Norden und Оsten des südwärts dem Hochrhein zustrebenden Flußlaufs treten Grundgebirgsgesteine des Schwarzwalds an die Oberfläche: Im Norden Syenite und Syntexite, in die die Wehra tief eingekerbt ist, sowie im Оsten Granite der Vorwaldscholle des Hotzenwaldes. Der westlich Talhang baut sich aus Schichten des Mittleren und Oberen Muschelkalks der Dinkelbergscholle auf. Die Dinkelberg-Hochfläche in 480-450 m Null-Niveau liegt ebenfalls im Hauptmuschelkalk. Zahlreiche Dolinen künden von einer starken Verkarstung. Im Süden des Stadtgebietes finden sich östlich und westlich von Öflingen und Brennet Moränen und Schotter der Rißeiszeit.

Wappen von Wehr

In Silber (Weiß) ein blauer Wellenbalken, auf den Wellenlinien nebeneinander stehend oben vier grüne, unten vier silberne (weiße) Laubbäume.

Beschreibung Wappen

Infolge seiner wirtschaftlichen Bedeutung erhielt der Ort 1950 Stadtrecht. Wie viele ehemals ritterschaftliche Orte führte die Gemeinde vor 1800 kein eigenes Siegel. Benutzte sie seit Beginn des 19. Jahrhundert ein reines Schriftsiegel, so ist im Stempel der Zeit um 1850 ein von gekreuzten Laubzweigen in Form eines Kranzes umgebener ovaler Schild mit einem W über einem Wellenschildfuß (?) enthalten. Spätere Siegel zeigen in etwa das heutige Wappenbild, das im Jahre 1902 vom Generallandesarchiv nach den Wünschen der Gemeinde gezeichnet und in den Farben festgelegt wurde. Die zunächst den heraldischen Regeln widersprechende „natürliche" Farbe der Bäume wurde in den sechziger Jahren korrigiert. Der Wellenbalken weist „redend" auf den Fluss Wehra hin, an dem die Stadt liegt und von dem ihr Name abgeleitet ist. Die Bäume versinnbildlichen den Waldreichtum.