Jüdische Gemeinden bis 1945


In den 1960er Jahren erschienen im Rahmen der Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg Übersichtswerke, die sich der reichen und bewegten Geschichte der jüdischen Gemeinden im Areal des damals noch jungen Bundeslandes widmeten. Die Abhandlungen enden jeweils mit dem Holocaust, da dieser als vollumfänglicher Kontinuitäsbruch die bis zu 900 Jahre alte jüdische Tradition brutal beendete.

Auf die nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgten Gemeindneugründungen gehen die Werke von Paul Sauer sowie Franz Hundsnurscher und Gerhard Taddey nicht ein. Auch entsprechen sie nach über 50 Jahren nicht länger dem aktuellen Forschungsstand, leisten aber durch den weit gefächerten Überblick, die übersichtliche Gliederung der Informationen nach Orten und die umfassende Darstellung der historischen Entwicklungen einen wichtigen, anschaulichen Beitrag zum Verständnis für die Geschichte der jüdischen Gemeinden in Baden, Württemberg und Hohenzollern.

 

Literatur:

  • Sauer, Paul, Die jüdischen Gemeinden in Württemberg und Hohenzollern: Denkmale, Geschichte, Schicksale, in: Archivdirektion Stuttgart (Hrsg.), Veröffentlichungen der staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Band 18, W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1966.
  • Hundsnurscher, Franz und Taddey, Gerhard, Die Jüdischen Gemeinden in Baden. Denkmale, Geschichte, Schicksale, in: Archivdirektion Stuttgart (Hrsg.), Veröffentlichungen der staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Band 19, W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1968.
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