Schwarzach 

 

Dieser Beitrag stammt aus der Studie von Franz Hundsnurscher und Gerhard Taddey, Die jüdischen Gemeinden in Baden. Denkmale, Geschichte, Schicksale, hg. von der Archivdirektion Stuttgart (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg 19), Stuttgart 1968.

Die Studie wird hier in der Originalfassung als Volltext zugänglich gemacht und separat bebildert. Inhalte und Sprachgebrauch entsprechen dem Stand von 1968. Weitere Informationen zur Entstehung und Einordnung der Studie finden Sie hier.

Im Gebiet der ehemaligen Reichsabtei Schwarzach, die lange vor dem Anfall an Baden 1803 unter badischer Schirmvogtei stand, wohnten seit 1582 vereinzelt Juden. Sie wurden zum Teil von den Markgrafen, zum Teil vom Abt in den Schutz aufgenommen. Dies bot Anlass zu häufigen Streitigkeiten und Protesten. 1775 musste der Markgraf sogar einige Husaren einsetzen, um die Aufnahme eines Juden gegen den Willen des Abtes und der Ortsbewohner zu erzwingen.

1825 zählte die jüdische Gemeinde, die 1827 dem Rabbinatsbezirk Bühl zugewiesen wurde, 25 Seelen. Bis 1875 war ihre Zahl auf 3 abgesunken. Bis zur nächsten Volkszählung wohnte kein Jude mehr in Schwarzach.

 

Zitierhinweis: Hundsnurscher, Franz/Taddey, Gerhard: Die jüdischen Gemeinden in Baden, Stuttgart 1968, Beitrag zu Schwarzach, veröffentlicht in: Jüdisches Leben im Südwesten, URL: […], Stand: 20.12.2022

Lektüretipps für die weitere Recherche

  • Bloch, Alfred, Aus der Vergangenheit der Lörracher Juden, in: Unser Lörrach, (1979), S. 238.
  • Gutmann, Ernst, Die jüdische Gemeinde Stollhofen-Schwarzach, in: Die Ortenau 81 (2001), S. 473-486.
  • Rumpf, Andrea/Götz, Patrick, Jüdische Spuren in Achern, Lichtenau, Schwarzach und Stollhofen, in: Jüdisches Leben. auf den Spuren der israelitischen Gemeinde in Bühl, (Bühler Heimatgeschichte Nr. 15), 2001, S. 22-28.
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