Bühl 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.buehl.de
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Einwohner: 28572
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 390.0
Max. Höhe ü. NN (m): 1037.85
Min. Höhe ü. NN (m): 116.37
PLZ: 77815

Die Gemarkung der Stadt Bühl mit der Kernstadt und zehn weiteren Stadtteilen erstreckt sich im Süden des Landkreises Rastatt mit einer Fläche von 73,21 qkm. Sie hat Anteil an den großen naturräumlichen Einheiten der Kinzig-Murg-Rinne als Teil der Niederterrasse des Rheins im Westen, dem Hügelland der Vorbergzone und dem Nördlichen Talschwarzwald und Grindenschwarzwald im Osten. Das Relief bewegt sich über Höhenlagen zwischen 116 m über NN im Westen bis zu 1037,85 m am Schwarzwaldrand. 1788 wurde die Stadt zum Sitz des markgräflich badischen Amtes Yburg, dessen Bezirk von Söllingen bis nach Herrenwies und Hundsbach im Schwarzwald reichte. 1803/06 wurde ein Großteil der zuvor badischen Gemeinden um Bühl dem Amt Bühl zugeschlagen. 1939 wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Bühl. 1971 ging der Landkreis im neuen Landkreis Rastatt auf. Seit 1973 ist Bühl Große Kreisstadt und nimmt die Funktion eines Mittelzentrums wahr. Die Kernstadt ist aus einem Marktflecken hervorgegangen, der sich zunächst beidseits der heutigen B3 entwickelte. Im 19. und 20. Jahrhundert wuchs die Bebauung mit erkennbar rechtwinkligem Straßennetz vorwiegend hangaufwärts nach Osten. Nach 1945 wurden im Süden und Westen größere Wohngebiete ausgewiesen. Zu Beginn der 1960er Jahre entstanden jenseits der Bahnlinie zwei Industriegebiete. Bühl hat in seiner Entwicklung von der verkehrsgünstigen Lage an der Nord-Süd-Hauptachse profitiert. Hier verlief früher die Staatsstraße, die heute als B3 eine der am dichtesten befahrenen Bundesstraßen ist. An der Stadt vorbei verlaufen auch die Trassen der ab 1844 erbauten Eisenbahn sowie der 1942 begonnen Autobahn, die 1955-62 fertiggestellt wurden.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Wüstung

Das ausgedehnte Stadtgebiet im Grenzbereich von Oberrheinischem Tiefland und Schwarzwald hat Anteil an drei unterschiedlichen Naturräumen. Im Westen erstreckt es sich weit in die von zahlreichen Bach- und Flußniederungen sowie von Hursten durchsetzte mittelbadischen Rheinebene. Sein östlicher Gebirgsabschnitt liegt im Grundgebirge des nördlichen Talschwarzwaldes, dessen Granit- und Gneiskuppen von vielen zur Rheinebene entwässernden Tälern zergliedert werden. Der Ostrand erstreckt sich in den Grindenschwarzwald, wo zwischen Vorfeldkopf und Hochkopf die mächtige Schichtstufe über dem Grundgebirgssockel im Unteren und Mittleren Buntsandstein ansteigt.

Wappen von Bühl

In Blau drei (2 :1) goldene (gelbe) Bühel (Hügel).

Beschreibung Wappen

Der einst befestigte Ort war Amtssitz (bis 1972 des aufgelösten Landkreises Bühl), hatte seit dem 15. Jahrhundert einen Wochenmarkt und einen Jahrmarkt und wurde 1835 zur Stadt erhoben. 1934 wurde Kappelwindeck, zwischen 1971 und 1973 weitere neun Orte eingemeindet. Die Bedeutung als Markt- und Amtsflecken ist der Grund für die frühe Siegelführung des Ortsgerichts. Schon das 1398 erwähnte und seit 1409 überlieferte Siegel zeigt in einem Schild die drei schwebenden Hügel als „redendes" Bild für den Ortsnamen (Bühl/Bühel = Hügel). 1597 ist von den „drey Bühelen" als Fleckenzeichen die Rede. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden sie wegen der in der Gegend gefundenen römischen Meilensteine („Immensteine") zu Bienenkörben umgedeutet und so in den Siegeln gezeichnet. Das Generallandesarchiv stellte im Jahre 1900 das Wappen richtig und bestätigte seine Tingierung, die den Farben der Herren von Windeck, der Ortsherren im Mittelalter, entspricht.

GND-ID:
  • 4008726-8