Eggbergbecken

Das Eggbergbecken auf dem gleichnamigen Höhenrücken neben dem Wohnplatz Egg, Gemeinde Rickenbach, Quelle: LGL BW
Das Eggbergbecken auf dem gleichnamigen Höhenrücken neben dem Wohnplatz Egg, Gemeinde Rickenbach, Quelle: LGL BW

Das Eggbergbecken ist als Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Bad Säckingen ein Teil der Kraftwerkskaskade der Schluchseewerke. Es liegt auf dem gleichnamigen Berg etwa 2,5 km nördlich von Bad Säckingen im Landkreis Waldshut. Der 709 m hohe Eggberg ist in der Öffentlichkeit vor allem als Austragungsort des Eggbergrennens bekannt, das hier mit historischen Fahrzeugen ausgetragen wird. Auf dem Berg befindet sich zudem eine Fernsehsendeanlage des Südwestrundfunks mit einem 68 m hohen Antennenturm.

Das Eggbergbecken wurde zwischen 1963 und 66 als Wasserreservoir für das Pumpspeicherkraftwerk Bad Säckingen errichtet. Das Pumpwasseraufkommen wird durch eine Reihe natürlicher Zuflüsse ergänzt, die über Wasserleitungen herangeführt werden. Der Ringdamm des Speicherbeckens mit einem Bauwerksvolumen von 700.00 Kubikmetern wurde als Steinschüttdamm mit einer Außendichtung aus Asphaltbeton ausgeführt. Das Becken ist 500 m lang und 300 m breit; die Kronenlänge beträgt 1.340 m, die Kronenbreite 4,50 m. Bei Volleinstau bedeckt das Wasser eine Fläche von 12 Hektar. Das Becken hat ein Speichervermögen von 2,1 Millionen Kubikmetern bei einem Stauziel von derzeit 700 m über NN bei einer Höhe der Bauwerkskrone von 701,50 über NN. Die Höhe des Staudammes beträgt 30,2 m. Über einen senkrechten gepanzerten Druckschacht ist das Eggbergbecken mit dem 400 m tiefer liegenden Kavernenkraftwerk verbunden. Die maximale Fallhöhe des Wassers beträgt bei einem Rheinpegel von 289,28 m über NN insgesamt 410,72 m.

Um die Staukapazität des Eggbergbeckens zu erhöhen und damit auch zugleich die Energieleistung zu steigern wurde 2015 während einer Revision des Kraftwerkes Bad Säckingen auch mit einer Erweiterung des Speicherbeckens begonnen, das zukünftig zusätzlich 100.000 Kubikmeter und damit insgesamt 2,2 Millionen Kubikemter fassen soll. Durch den höheren Einstau wird der sogenannte Freibord, also die als Sicherheitsreserve gegen Überflutung/Überschwappen bei Wind dienende Entfernung zwischen dem Wasserspiegel und der Dammkrone um 85 cm verkürzt. Dies wird dadurch ausgeglichen, dass auf der Dammkrone 85 cm hohe Betonteile als Wellenumlenker eingebaut werden. Sie stellen den alten Sicherheitsabstand zwischen Wasserspiegel und Krone von 1,5 m wieder her und sichern so den Stausee gegen starke Winde. Mit der Erweiterung kann die Staukapazität, die bislang für einen sechsstündigen Turbinenbetrieb unter Volllast ausreichte, deutlich erweitert werden.

Als Unterbecken des Kraftwerkes Bad Säckingen dient der in diesem Bereich durch ein Wehr aufgestaute Rhein mit den Rheinstauräumen der Rheinkraftwerke Säckingen und Ryburg-Schwörstadt.

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