Altingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1120 [um]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Dicht gebautes Haufendorf im flachen Talgrund der Ammer oberhalb des Reustener Sattels. Nach 1910 Bahnhofsviertel links des Flüßchens, daran anschließend neues Wohngebiet. Weiteres Neubaugebiet im Nordwesten (Vorderboll). Gewerbegebiet an der Straße nach Gültstein.
Historische Namensformen:
  • Altingen
Geschichte: Um 1120 (Корie 16. Jahrhundert) Altingen (Personenname), Reihengräberfeld südöstlich des Dorfs spätestens Mitte 7. Jahrhunderts. Seit dem Mittelalter Markungsexklave am Schönbuchrand. Im 12. Jahrhundert nannten sich Edelfreie sowie Dienstleute der Marktgrafen von Ronsberg nach Altingen. Von 1311 bis um 1400 Niederadel von Altingen. Abgegangene Burg im Dorf, 1271 pfalzgräfliches Lehen der Siler von Nufringen. Oberhoheit vermutlich von den Pfalzgrafen von Tübingen an die Grafen von Hohenberg. Letztere verpfändeten das Dorf 1340 an die Herren von Ehingen, die 1348 die Hälfte an die Pfalzgrafen verkauften. 1350 erste Regelung des Kondominiums. Lösung des Ehingensehen Teils 1367 durch Hohen­berg, 1381 Übergang an Österreich. Pfalzgräflicher Teil 1382 mit der Herrschaft Herren­berg an Württemberg (Kammergut). Die Hoheitsrechte wurden fortan abwechselnd ausgeübt. Der österreichische Teil kam 1805 ebenfalls an Württemberg. Oberamt Herrenberg, seit 1938 Landkreis Tübingen.

Ersterwähnung: 1275
Kirche und Schule: Kirche und Pfarrei 1275, Sankt Magnus 1489. Kirchensatz als Zubehör der Fronhöfe 1299 von den Pfalzgrafen von Tübingen an Kloster Bebenhausen. Inkor­poration der Pfarrei 1325. Durch die Säkularisierung Bebenhausens kam der Kir­chensatz 1534 an Württemberg. Das Nominationsrecht blieb bei Österreich, das jedoch den Übertritt von Untertanen zum evangelischen Bekenntnis nicht hinderte (evangelische Pfarrei Kayh). Seitdem »paritätischer Ort«. Die katholische Pfarrkirche ist eine Ostchorturmkir­che des 12. Jahrhunderts, Turmobergeschosse wohl erst 14. und 15. Jahrhundert. Langhaus 15. Jahrhundert. Spät­gotische Wandmalereien. Pfarrei heute von Poltringen aus versorgt. Evangelische Kirche 1861 von Ch. F. Leins, Pfarrei Reusten.
Patrozinium: Sankt Magnus
Ersterwähnung: 1489

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