Bad Überkingen - Altgemeinde~Teilort
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|---|---|
| Typauswahl: | Ortsteil – Historisches Ortslexikon |
| Typ: | Teilort |
| Ersterwähnung: | 1258 |
Ortsgeschichte
| Ortslage und Siedlung (bis 1970): | Umgeben von bewaldeten Steilhängen in dem durch den Talkessel des Reichenbachs erweiterten oberen Filstal gelegen. Von 1968 bis jetzt wurden etwa 10 ha mit neuen Wohnsiedlungen aus Ein- und Zweifamilienhäusern bebaut. |
|---|---|
| Historische Namensformen: |
|
| Geschichte: | 1258 Uberchingen, 1373 Ubrachingen, 1928 Bad Überkingen (Personenname), wohl in der Merowingerzeit entstanden. Eine Niederadelsfamilie von Überkingen, helfensteinische Ministerialen, ist 1258-1439 nachweisbar. Über ihre Ortsburg bei der Kirche liegen kaum Nachrichten vor. Die sicheren scheinen sich alle auf die über dem Ort liegende Burg Bühringen, die 1270 Alberingen heißt, zu beziehen. Diese wurde 1363 von Hans von Obenhausen an Helfenstein verkauft und ging 1368 an dessen Erben Götz von Gerstenegg (Landkreis Landshut), war aber seit 1373 Witwensitz der Herzogin Maria von Bosnien, nach deren Tod 1403 sie an Ulm fiel. Die Burg, auf der ein Ulmer Vogt saß, wurde 1525 von den Bauern zerstört. Neben den von Überkingen waren die Adelsfamilien von Nellingen, von Obenhausen, von Rietheim, von Ufenloch, von Winkental und von Weißenstein hier begütert, aber nur Wilhelm von Rietheim nannte sich 1373 nach Überkingen. Der sonst helfensteinische Ort kam 1396/1403 an Ulm und bildete bis 1774 teils mit Aufhausen, teils mit Böhringen (Ober- und Unter-) und Hausen an der Fils ein Amt. Er fiel 1802 an Bayern, 1810 an Württemberg und zählte bis 1938 zum Oberamt Geislingen, seither zum Landkreis Göppingen. |
| Wirtschaft und Bevölkerung: | Neben Feldbau, Leinenweberei und Spindelmacherei besaß das Bad schon früh besondere Bedeutung. Der angeblich seit dem 12. Jahrhundert, urkundlich seit 1415, bekannte alkalische Säuerling gab Überkingen besonders vom 15. bis 17. Jahrhundert internationale Geltung. Neuen Aufschwung brachte die Gewinnung der Adelheidquelle 1926. Das Badhotel, ein stattlicher Fachwerkbau mit viergeschossigem Giebel, stammt von 1588. |
Burgen und Schlösser
| Name: | Burg Überkingen. Burg Bühringen |
|---|---|
| Datum der Ersterwähnung: | 1258 [13. Jahrhundert] |
Kirche und Religion
| Ersterwähnung: | 1275 |
|---|---|
| Kirche und Schule: | Die Pfarrkirche St. Gallus (so 1463), später zusätzlich Maria, wird erstmals 1275 erwähnt; das Patronat kam 1363 von den von Obenhausen an Helfenstein und 1396 an Ulm. Evangelische Pfarrkirche, eine spätgotische Chorturmanlage mit hohem Spitzhelm im ummauerten Friedhof; sie wurde 1589 erweitert und 1914 umgebaut. Im Chor Spuren alter Malerei; die Holzdecke von Gabriel Bockstorffer und Jörg Hennenberger (von 1589) wurde 1756 schlecht renoviert. Zwei beachtliche Epitaphe des 17. Jahrhunderts. Kulturhistorisch wertvoll die Grabdenkmäler von Badegästen. Katholisch zu Geislingen Pfarrei St. Maria. |
| Patrozinium: | St. Gallus |
| Ersterwähnung: | 1463 |


















![Graf Ulrich von Helfenstein (Helfenstain) eignet mit Zustimmung seines Sohnes Ulrich auf Bitten der Brüder Dietrich, Heinrich und Otto von Ehestetten (Eschistetin), seiner Getreuen, deren Güter und Besitzungen zu Frankenhofen (Frankenhoven) mit Zugehörde, nachdem die Brüder ihnen dieselben aufgelassen haben, dem Kloster der heiligen Jungfrau Maria zu Salem. Siegler: Der Aussteller. Datum apud villam Suzun, anno domini MCC[LXXIH]., in crastino post diem beati Gregorii. Testes: Hainricus et U{o}lricus de U{e}berchingin, Ru{o}dolfus de Nallingin, Ludewicus de Hofsteten, Hainricus de Sorge milites, Ru{o}dolfus iuvenis comes de Spizinberc, Ernfridus de Roden, Wernherus de Mahtolshain, Hainricus senior notarius et alii quam plures clerici et laici.](/media/labw_wub/current/delivered/jpg/wub-3143.jpg)




![Graf Ulrich von Helfenstein bestätigt mit Einwilligung seines Sohnes Ulrich den Verkauf eines Guts, nämlich dreier Höfe zu Frankenhofen, durch deren Eigentümer seinen Dienstmann (ministerialem suum) Otto von Ehestetten, dem auch dessen Brüder Dietrich und Heinrich, sowie seine Gattin, alle seine Kinder und alle sonstigen Beteiligten zustimmen, um 40 Mark Silber an Abt . . und Konvent von Salem. Actum apud villam Suzun, anno domini MCCLXXIII., in crastino beati Gregorii, testibus: Hainrico et U{o}lrico de Uberchingin, Ru{o}dolfo de Nallingin, Ludewico de Hofstetin, Hainrico dicto Sorge militibus, Eberhardo iuniore comite de Spizinberc, Ernfrido de Roden, Wernhero de Mahtolfshain et H[ainrico] notario aliisque quam pluribus probis viris. Siegler: Der Aussteller.](/media/labw_wub/current/delivered/jpg/wub-3142.jpg)

![Graf Ulrich und [seine Gemahlin] Gräfin Willibirg von Helfenstein bestätigen die ganze von dem Bischof Hartmann von Augsburg und seinem Vater dem Grafen Hartmann von Dillingen gemachte Güterschenkung an das Kloster vom Garten der Hl. Maria in Söflingen und nehmen dasselbe mit allem seinem Besitz in ihren Schutz.](/media/labw_wub/current/delivered/jpg/wub-2230.jpg)
![Rudolf und seine Erben beurkunden, dass der Streit, den Propst und Konvent von Herbrechtingen (Herbrehtingen) wegen eines Hofs in Setzingen (villa Sezzingen) mit ihnen gehabt haben, durch Vermittelung des edlen Mannes Graf Ulrichs (U{o}l.) des Älteren von Helfenstein und des Ritters Ulrich (Ul.) von Überkingen (Uberchingen) in der Weise beigelegt worden ist, dass das Kloster den Hof besitzen soll mit dem Recht, den Maier ein- und abzusetzen, dagegen die Einkünfte des Hofs in den nächsten 3 Jahren von den beiden Teilen je zur Hälfte genossen werden sollen. Siegler: Der Aussteller, der Graf von Helfenstein, der Abt von Anhausen (Ahusen). Testibus viris prenotatis et hiis subscriptis: iuniore comite de Helfenstein, custode Gotfrido in Ahusen, U{o}l[ricus] miles de Dilingen, Cu{o}nradus minister, minister dictus Scho{u}ne, Walther de Daverstein. Acta sunt autem hec anno domini MCCLXXXI., in octava sancte Marie.](/media/labw_wub/current/delivered/jpg/wub-3932.jpg)





















![Graf Ulrich von Helfenstein (Helfenstain) eignet mit Zustimmung seines Sohnes Ulrich auf Bitten der Brüder Dietrich, Heinrich und Otto von Ehestetten (Eschistetin), seiner Getreuen, deren Güter und Besitzungen zu Frankenhofen (Frankenhoven) mit Zugehörde, nachdem die Brüder ihnen dieselben aufgelassen haben, dem Kloster der heiligen Jungfrau Maria zu Salem. Siegler: Der Aussteller. Datum apud villam Suzun, anno domini MCC[LXXIH]., in crastino post diem beati Gregorii. Testes: Hainricus et U{o}lricus de U{e}berchingin, Ru{o}dolfus de Nallingin, Ludewicus de Hofsteten, Hainricus de Sorge milites, Ru{o}dolfus iuvenis comes de Spizinberc, Ernfridus de Roden, Wernherus de Mahtolshain, Hainricus senior notarius et alii quam plures clerici et laici.](/media/labw_wub/current/generated/jpg/wub-3143.jpg.tm.png)




![Graf Ulrich von Helfenstein bestätigt mit Einwilligung seines Sohnes Ulrich den Verkauf eines Guts, nämlich dreier Höfe zu Frankenhofen, durch deren Eigentümer seinen Dienstmann (ministerialem suum) Otto von Ehestetten, dem auch dessen Brüder Dietrich und Heinrich, sowie seine Gattin, alle seine Kinder und alle sonstigen Beteiligten zustimmen, um 40 Mark Silber an Abt . . und Konvent von Salem. Actum apud villam Suzun, anno domini MCCLXXIII., in crastino beati Gregorii, testibus: Hainrico et U{o}lrico de Uberchingin, Ru{o}dolfo de Nallingin, Ludewico de Hofstetin, Hainrico dicto Sorge militibus, Eberhardo iuniore comite de Spizinberc, Ernfrido de Roden, Wernhero de Mahtolfshain et H[ainrico] notario aliisque quam pluribus probis viris. Siegler: Der Aussteller.](/media/labw_wub/current/generated/jpg/wub-3142.jpg.tm.png)

![Graf Ulrich und [seine Gemahlin] Gräfin Willibirg von Helfenstein bestätigen die ganze von dem Bischof Hartmann von Augsburg und seinem Vater dem Grafen Hartmann von Dillingen gemachte Güterschenkung an das Kloster vom Garten der Hl. Maria in Söflingen und nehmen dasselbe mit allem seinem Besitz in ihren Schutz.](/media/labw_wub/current/generated/jpg/wub-2230.jpg.tm.png)
![Rudolf und seine Erben beurkunden, dass der Streit, den Propst und Konvent von Herbrechtingen (Herbrehtingen) wegen eines Hofs in Setzingen (villa Sezzingen) mit ihnen gehabt haben, durch Vermittelung des edlen Mannes Graf Ulrichs (U{o}l.) des Älteren von Helfenstein und des Ritters Ulrich (Ul.) von Überkingen (Uberchingen) in der Weise beigelegt worden ist, dass das Kloster den Hof besitzen soll mit dem Recht, den Maier ein- und abzusetzen, dagegen die Einkünfte des Hofs in den nächsten 3 Jahren von den beiden Teilen je zur Hälfte genossen werden sollen. Siegler: Der Aussteller, der Graf von Helfenstein, der Abt von Anhausen (Ahusen). Testibus viris prenotatis et hiis subscriptis: iuniore comite de Helfenstein, custode Gotfrido in Ahusen, U{o}l[ricus] miles de Dilingen, Cu{o}nradus minister, minister dictus Scho{u}ne, Walther de Daverstein. Acta sunt autem hec anno domini MCCLXXXI., in octava sancte Marie.](/media/labw_wub/current/generated/jpg/wub-3932.jpg.tm.png)



























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