Weilen unter den Rinnen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.weilen-udr.de/
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Weilen unter den Rinnen
Einwohner: 612
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 199.0
Max. Höhe ü. NN (m): 871.9
Min. Höhe ü. NN (m): 657.28
PLZ: 72367

Weilen unter den Rinnen liegt im südwestlichen Teil des Zollernalbkreises an der Grenze zum benachbarten Landkreis Tuttlingen. Die Gemarkung gehört zum Bereich des inneren Albvorlandes und liegt dicht vor dem Albtrauf beim Ortenberg oberhalb der Schlichem, die das Gemeindegebiet im Nordosten randlich berührt. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergreifenden Einheit des Südwestlichen Albvorlandes; lediglich der südöstliche Randbereich reicht bereits auf die Hohe Schwabenalb. Die höchste Erhebung erreicht im Südosten 872 m, der tiefste Punkt liegt im Tal bei 672 m. Die Gemeinde gehörte ursprünglich zu Österreich und kam 1805 an Württemberg, das sie der Verwaltung durch das Oberamt Spaichingen unterstellte. Nach der Auflösung des Oberamts 1938 gelangte sie zum Landkreis Balingen, der seinerseits bei der Verwaltungsreform 1973 im Zollernalbkreis aufging. Das Dorf mit einem Straßenkreuzgrundriss zeigt in seinem älteren Teil eine regelmäßige, auf einen planmäßigen Siedlungsvorgang hinweisende Gestalt. Nach 1945 hat sich der Ort zur Pendlerwohngemeinde entwickelt. Zunächst entstanden ab den 1950er Jahre neue Siedlungsflächen am nördlichen und südwestlichen Ortsrand. Diese wurden mit steigender Nachfrage in den 1980er Jahren durch ein ausgedehntes Baugebiet an der westlichen Ortsgrenze ergänzt. Ab Ende der 1990er Jahren wurden dann weitere Flächen vorwiegend im Norden, Süden und Osten erschlossen und Baulücken bebaut. Mehrere kleinere Gewerbeflächen sind am westlichen und östlichen Ortsausgang sowie im Norden entstanden. Der Öffentliche Nahverkehr erfolgt durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehören die Schluchten der Rinnen am Albtrauf mit den Wasserfällen.

Gemarkung des inneren Albvorlands wenig vor dem Albtrauf beim Ortenberg, links über dem Tal der Schlichem, die das Gebiet im Nordosten eben noch berührt. Untergrund im wesentlichen unterer Braunjura, dessen schwere Böden vorwiegend als Grünland genutzt werden. Im Süden steigt die Gemarkung zu der hier deutlichen Blaukalkstufe an, deren Kante die Grenze weitgehend folgt.

Wappen von Weilen unter den Rinnen

In Rot ein silberner (weißer) Balken, belegt mit einem achtstrahligen roten Stern zwischen den roten Großbuchstaben V und R.

Beschreibung Wappen

Farbabdrücke eines Prägesiegels, das dem Stil nach in den Jahren um 1830 für das Schultheißenamtssiegel angefertigt worden ist, lassen den Schild mit dem Balken erkennen. Es handelt sich um den rot-silber-roten österreichischen Bindenschild, der in die Zeit der von 1381 bis 1805 währenden österreichischen Ortsherrschaft zurückweist. Wie das in ähnlicher Weise mit Girlanden geschmückte Wappen am Rathaus dürfte auch das Prägesiegel die im Farbabdruck nicht erkennbaren Initialen einer altertümlichen Schreibung des Gemeindenamens (V für W) samt dem Beizeichen des Sterns enthalten haben. Vermutlich ist dieses Wappen noch im 18. Jahrhundert entstanden, in dem auch der Namenszusatz „unter den Rennen" (später: Rinnen) aufgekommen ist. Das Landratsamt hat die Flagge am 4. Juli 1983 verliehen.