Rohrdorf - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1092

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Haufendorf nördlich von Meßkirch am Rand des Altmoränenlandes gegen die Flächenalb im Norden. Ältere Wachstumsspitzen an den Straßen nach Heudorf, Meßkirch und Engelswies.
Historische Namensformen:
  • Rordorf
Geschichte: 1092 Rordorf (wohl von Schilfrohr). Ort der fränkischen Ausbauzeit. Namengebender Sitz für die zwischen 1092 und 1210 häufig genannte Grafenfamilie. Nach deren Aussterben im Mannesstamm um 1210 fiel der Allodialbesitz an die Familie der Herren von Neuffen, wie Schenkungen von 1275 an Kloster Wald und 1293 an den Hochaltar der Pfarrkirche Meßkirch beweisen. Burgruine in der Nähe des Dorfes, fast völlig zerstört. Die von Neuffen verkauften den größten Teil des Besitzes in den zwanziger Jahren des 13. Jahrhunderts an die Truchsessen von Waldburg, von denen sich ein Zweig seitdem Truchsessen von Rohrdorf nannte. Neben ihnen und den Herren von Neuffen hatten auch die Familie von Wildenstein (1326) und die Herzöge von Teck (1336) Güter im Dorf. Berthold Truchseß von Rohrdorf vermachte das Dorf seiner mit Werner von Zimmern vermählten Tochter Anna. Auf diesem Wege gelangte Rohrdorf 1351 an die Familie von Zimmern, von ihr 1594 an die Grafen von Helfenstein und 1627 an die Grafen, später Fürsten von Fürstenberg. Der Grafschaft Sigmaringen stand seit 1504 die hohe Gerichtsbarkeit außerhalb Etters zu, während Fürstenberg als Nachfolger der von Zimmern innerhalb Etters alle Grafen- und Hoheitsrechte sowie das Niedergericht, die Steuer- und die Militärhoheit innehatte. 1806 an Baden. 1807 zum Amt Meßkirch, 1936 Bezirksamt (1939 Landkreis) Stockach.

Ersterwähnung: 1701
Kirchengeschichte: Kirchlich ursprünglich zu Meßkirch, 1964 Pfarrei. Katholische Pfarrkirche Sankt Peter und Paul von 1701; 1937 und 1950/52 erweitert. Evangelische nach Meßkirch.
Patrozinium: Sankt Peter und Paul
Ersterwähnung: 1701

GND-ID:
  • 7831184-6
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