10.11.1918

Die provisorische Regierung des Volksstaates Württemberg

Die provisorische Regierung des Volksstaates Württemberg
Die provisorische Regierung des Volksstaates Württemberg, Fotografie (Landesarchiv BW, HStAS J 300 Nr. 739)

Am 9. November 1918 wurde im Königreich Württemberg eine provisorische Regierung gebildet. Zu diesem Schritt sahen sich die Mehrheitssozialdemokraten im Bündnis mit einigen Vertretern der Unabhängigen Sozialdemokraten genötigt, nachdem die radikalen Spartakisten die Mehrheitssozialdemokraten ins Abseits zu drängen drohten. Auch die bürgerlichen Parteien mussten gewonnen werden. Nach langen Verhandlungen übernahmen die Fortschrittliche Volkspartei, das Zentrum und die Nationalliberale Partei drei Ressorts in der provisorischen Regierung. Dies geschah mit ausdrücklicher Billigung des populären Königs Wilhelm II., der die letzte königliche Regierung am 10. November 1918 auflöste. Aber auch der Arbeiter- und Soldatenrat lehnte die Ziele der Spartakisten ab und unterstützte die provisorische Regierung. Dieser gehörten Wilhelm Blos (MSPD), Arthur Crispien (USPD), Carl Hugo Lindemann (MSPD), Berthold Heymann (MSPD), Albert Schreiner (USPD), Theodor Liesching (Fortschrittliche Volkspartei), Johann Baptist von Kiene (Zentrum) und Julius Baumann (Nationalliberale Partei) an. Die Minister Hermann Mattutat (MSPD) und August Thalheimer (USPD) sind auf der Fotografie nicht zu sehen.