Hochschulmatrikeln

Von Wolfgang Mährle

Einträge in die Matrikel der Universität Tübingen September-Dezember 1512, ganz oben Philipp Melanchthon (Philippus Schwartzerd), (Quelle: Universitätsarchiv Tübingen 5/24, S. 180)
Einträge in die Matrikel der Universität Tübingen September-Dezember 1512, ganz oben Philipp Melanchthon (Philippus Schwartzerd), (Quelle: Universitätsarchiv Tübingen 5/24, S. 180)

Definition

Hochschulmatrikeln (von lat. matricula „Liste“, „Stammrolle“) sind Verzeichnisse von Personen, die einer Hochschule angehören.[1] Sie wurden bzw. werden von Bildungseinrichtungen unterschiedlichen Typs geführt, so unter anderem von Universitäten, Semiuniversitäten, Hohen Schulen, Ritterakademien, Technischen/Medizinischen/Landwirtschaftlichen/Pädagogischen und Künstlerischen Universitäten bzw. Hochschulen sowie Fachhochschulen. In Alteuropa war mit der Immatrikulation an einer Hochschule die Zugehörigkeit zu einer privilegierten Rechtsgemeinschaft verbunden.

Historische Entwicklung

Bereits an den ersten, im Hochmittelalter gegründeten Universitäten Europas wurden die Mitglieder einzelner Kollegien, (Studenten-)Nationen oder Fakultäten in Matrikeln (Matrikelbüchern, Matrikelrollen) registriert. Aus diesen Verzeichnissen gingen an den Universitäten des Heiligen Römischen Reichs nördlich der Alpen seit dem ausgehenden 14. Jahrhundert die allgemeinen Hochschulmatrikeln hervor; sie werden zumeist als General-, Haupt- oder Rektoratsmatrikel bezeichnet. Zahl und Art der Matrikeln, die im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit bei den einzelnen Hochschulen geführt wurden, differieren. An zahlreichen Universitäten existierten neben einem allgemeinen Verzeichnis zeitweise oder dauerhaft weitere Matrikeln: so für spezifische Personengruppen (z.B. adlige Studenten), für bestimmte Zwecke (z.B. Graduierung) oder – wie bereits in hochmittelalterlicher Zeit – für einzelne Kollegien, nationes oder Fakultäten.

Seit dem 17. Jahrhundert änderte sich die Form der Matrikeln. Zunächst vor allem an universitären Neugründungen wurden die Matrikelbücher durch sog. Studentenalben (album academicum) verdrängt. Die Studentenalben bestanden im Gegensatz zu den älteren Matrikeln aus einfachem Papier und waren stärker formalisiert. Die Veränderung in der Form der Matrikeln war durch einen schleichenden Funktionswandel bedingt. Da der Staat – vor allem im Zeitalter der Aufklärung – die korporativen Rechte der Universitäten beschnitt, verloren diese sukzessive ihren Charakter als eigene Privilegien- und Rechtsgemeinschaften. Die Einschreibung in die Matrikel einer Hochschule begründete daher immer weniger eine besondere Rechtsstellung des Immatrikulierten, sondern bildete einen bloßen Verwaltungsakt. Unter diesen Vorzeichen ersetzten nach 1800 auch die älteren Universitäten die Matrikelbücher durch Studentenalben.

Die Eintragungen in die Hochschulmatrikeln erfolgten bis ins 18. Jahrhundert regelmäßig in der Gelehrtensprache Latein. Seit der Aufklärungszeit findet sich an protestantischen Bildungseinrichtungen häufiger die Landessprache. In Matrikeln katholischer Hochschulen verbreitet sich die Volkssprache erst nach 1800.

Bildeten die Matrikeln (bzw. die Studentenalben) im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit die einzigen Verwaltungsinstrumente zur systematischen Erfassung der Mitglieder einer Hochschule, so wurde die Studentenschaft seit dem 19. Jahrhundert mithilfe weiterer Aufzeichnungen dokumentiert. Die administrativen Praktiken der einzelnen Hochschulen unterschieden sich. Wichtige Schriftguttypen, die im Gebrauch waren, sind Rückmeldelisten, Einschreibbücher, Hörer- und Hospitantenverzeichnisse, Exmatrikelbücher und Studentenakten. Vor allem die Studentenakten erlangten herausgehobene Bedeutung, da sie die ursprünglichen rechtlichen Funktionen der Matrikeln übernahmen. Die Matrikeln verloren teilweise auch ihre administrativen Funktionen. So unterblieb beispielsweise an der Universität Tübingen seit 1922, offiziell seit 1932, der Eintrag der Studierenden in die Matrikel.[2]

Jüngere Matrikeln weisen unterschiedliche äußere Formen auf. Neben Matrikelbücher treten Karteien und maschinenschriftliche Verzeichnisse. Seit den 1980er Jahren begannen die Hochschulen sukzessive, die Matrikelführung elektronisch vorzunehmen.

Aufbau und Inhalt

Matrikeln listen die Mitglieder einer Hochschule üblicherweise in der Reihenfolge ihrer Inskription auf. Häufig ist das Verzeichnis nach Rektorats- bzw. Studienjahren oder nach Semestern gegliedert.

In den Hochschulmatrikeln sind zum einen die Studierenden verzeichnet, in vor- und frühmoderner Zeit aber auch das Lehrpersonal sowie die sog. Universitätsverwandten (cives academici), d.h. die Familienmitglieder und das Personal der Professoren, Sprach- und Exerzitienmeister, Apotheker, Buchdrucker, Pedellen etc. Welcher Personenkreis die akademischen Freiheiten genoss, variierte von Hochschule zu Hochschule und war in den jeweiligen Statuten festgelegt.

Die Einträge in den mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Matrikeln sind unterschiedlich detailliert und auch innerhalb eines Immatrikulationsverzeichnisses nicht normiert. Neben dem Inskriptionsdatum und dem Namen der eingeschriebenen Person finden sich in der Regel Angaben zur regionalen Herkunft bzw. zur Heimatstadt. Weitere mögliche Informationen betreffen die Immatrikulationsgebühren, den Studiengang, den Erwerb akademischer Grade, das Schwurverhalten (z.B. Eidbefreiungen), die soziale Stellung, Familien- und Verwandtschaftsverhältnisse, die Wohnung am Studienort sowie eine eventuelle Relegation. Zusätze, die nachträglich in die Matrikeln eingefügt wurden, geben öfters Hinweise auf den weiteren Lebensweg von Studenten. Nicht enthalten ist jedoch in den vor- und frühmodernen Matrikeln das Datum der Exmatrikulation.

In den Matrikeln des 19.–21. Jahrhunderts sind in der Regel neben dem Namen des Inskribenten das Immatrikulations- und das Exmatrikulationsdatum, das Geburtsdatum, der Geburtsort, die Religionszugehörigkeit, das Studienfach und der bisherige Studienweg dokumentiert.

Überlieferungslage

Die Matrikeln der meisten mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Hochschulen im Gebiet des Heiligen Römischen Reiches haben sich im Original erhalten. Dies gilt auch für die Matrikeln der drei traditionsreichen südwestdeutschen Universitäten Heidelberg, Freiburg i. Br. und Tübingen. Die Matrikeln der für die Bildungsgeschichte des südwestdeutschen Raums wichtigen protestantischen Hochschule in Straßburg sind ab dem Jahr 1621, dem Jahr der Universitätsgründung, überliefert. Von der 1770 bis 1793 bestehenden Hohen Carlsschule in Stuttgart hat sich keine Matrikel erhalten; vorhanden ist lediglich ein „Nationalbuch“, das die Eleven (= Internatsschüler) dieser Bildungseinrichtung – nicht jedoch die Oppidaner (= Stadtschüler) – verzeichnet.[3]

Ein Überblick über die Überlieferungslage zu den Matrikeln aus der Zeit nach 1800, vor allem über die Matrikeln der zahlreichen im 19. und 20. Jahrhundert gegründeten Hochschulen, fehlt. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Matrikeln erhalten sind. Doch sind auch Kriegsverluste zu beklagen: Im Zweiten Weltkrieg verloren ging etwa die Matrikel der Technischen Hochschule Stuttgart und ihrer Vorgängerinstitutionen.

Universitätsmatrikeln sind in der Regel in den jeweiligen Universitätsarchiven überliefert. Für die Archivierung von Matrikeln anderer Hochschulen sind zumeist staatliche Archive zuständig.

Quellenkritik und Auswertungsmöglichkeiten

Matrikeln zählen zu den zentralen Quellen der Hochschulgeschichte. Für die Zeit des Mittelalters und der Frühen Neuzeit stellen sie den einzigen Dokumententyp dar, der umfassende, wenngleich kaum jemals vollständige Informationen über die Studentenschaft einer Hochschule enthält. Matrikeln bilden aus diesem Grund die Grundlage für alle Forschungen über die Universitätsangehörigen der älteren Epochen. Aus dem 19. und 20. Jahrhundert sind weitere Quellen erhalten, die über die Studierenden informieren (vgl. Abschnitt „Historische Entwicklung“).

Die Auswertung der älteren, im vorstatistischen Zeitalter entstandenen Hochschulmatrikeln wirft zahlreiche methodische Fragen auf.[4] Eine adäquate Auswertung von Matrikeln ist erst nach einer Analyse der Immatrikulationspraktiken der jeweiligen Hochschule möglich. Die Rekonstruktion der Einschreibepraxis ist besonders dann von Bedeutung, wenn an einer Hochschule mehrere Matrikeln geführt wurden. Grundlegende Probleme bei der Auswertung der Matrikeln stellen fehlerhafte, uneinheitliche oder unvollständige Einträge sowie variierende Schreibweisen dar.

Hochschulmatrikeln werden vor allem im Rahmen von biografischen, genealogischen und bildungsgeschichtlichen Forschungsprojekten ausgewertet. Trotz der genannten methodischen Schwierigkeiten ermöglichen die in den Matrikeln enthaltenen Daten Forschungen über die Frequenzen auch spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Hochschulen sowie über das soziale und regionale Profil von deren Studentenschaft.[5] Studentische Bildungsgänge aus der Zeit vor 1800 lassen sich lediglich durch die Auswertung mehrerer Matrikeln rekonstruieren. Hingegen erlauben die Matrikeleinträge bisweilen, personenbezogene Informationen indirekt zu erschließen, etwa studentische Reisegruppen zu identifizieren.

Hinweise zur Benutzung

Die Nutzung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Matrikeln erfolgt in der Regel durch die Einsichtnahme in Editionen (vgl. Abschnitt Forschungs- und Editionsgeschichte). In jüngster Vergangenheit wurden Matrikeln durch Online-Ausgaben zugänglich gemacht. Die Formen der Präsentation variieren. Zum Teil wurden Digitalisate der Matrikeln ins Internet eingestellt (Tübingen, Heidelberg), zum Teil wurden ältere Matrikeleditionen durch die jeweils zuständigen Universitätsarchive oder durch Dritte digitalisiert (Tübingen, Heidelberg, Freiburg). Verzeichnisse der Studierenden der Eberhard Karls Universität Tübingen von 1818 bis 1918 sowie der Technischen Hochschule Stuttgart und ihrer Vorgängerinstitutionen aus dem Zeitraum von 1829 bis 1932 sind ebenfalls online zugänglich. In diesen Beständen kann wie auch in den älteren Matrikeln der Universitäten Tübingen, Heidelberg und Freiburg mittels spezieller Suchfunktionen nach Studierenden recherchiert werden.

Forschungs- und Editionsgeschichte

a) Quellenkundliche Forschungen

Quellenkundliche Informationen zu Hochschulmatrikeln finden sich in den zumeist ausführlichen Einleitungen der Matrikeleditionen, daneben auch in bildungshistorischen Werken, die eine Matrikelanalyse zur Grundlage haben. Darüber hinaus wurden besonders in den vergangenen drei Jahrzehnten Forschungsbeiträge zu den spätmittelalterlichen bzw. frühneuzeitlichen Hochschulmatrikeln publiziert.[6]

b) Editionen

Die Edition von spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Hochschulmatrikeln begann in Südwestdeutschland wie andernorts in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Editionsprojekte setzten jeweils bei den ältesten erhaltenen Matrikeln an und wurden bis 1817 (Tübingen) bzw. bis zur Reichsgründung 1870 (Heidelberg, Freiburg) fortgeführt.[7] Die Matrikeln der protestantischen Universität Straßburg wurden komplett herausgegeben.[8] Die Editionen der Heidelberger und der Straßburger Matrikeln konnten noch zur Zeit des Kaiserreichs im Druck vorgelegt werden. Der Abschluss der Editionsprojekte in Tübingen und Freiburg datiert in die Jahre 1954 bzw. 1991.

Matrikeleditionen weisen grundsätzlich eine unterschiedliche Zielsetzung und Qualität auf.[9] Teilweise handelt es sich nicht um Volltext-Editionen, sondern um Aufstellungen von Studentennamen, die durch Auswertung der Matrikel gewonnen wurden (sog. „Suchbucheditionen“). Die Einträge werden zudem bisweilen in orthografisch modernisierter Weise wiedergegeben. Unterschiedlich ist ferner die Erschließung der Matrikeldaten durch Indizes sowie die Art der Kommentierung.

Die Matrikeleditionen der genannten drei südwestdeutschen Universitäten sowie der Hochschule in Straßburg bilden jeweils den originalen Matrikeltext ab. Sie weisen – qualitativ unterschiedliche – weiterführende biografische Angaben zu den Studenten auf. Die Matrikeln sind durch ausführliche Personen- und Ortsindizes, im Fall Heidelbergs auch durch Sach- und Wortindizes erschlossen.

Trotz der erwähnten Editionsprojekte sind noch viele Hochschulmatrikeln nicht publiziert. Dies betrifft vor allem die Matrikeln der nichtuniversitären Hochschulen. Darüber hinaus weisen die Editionen der universitären Einrichtungen aus der Zeit des 19.–21. Jahrhunderts Lücken auf.

Eigentliche digitale Editionen von Matrikeln liegen für die südwestdeutschen Hochschulen bislang nicht vor.[10]

Anmerkungen

[1] Neuere quellenkundliche Einführungen (bis zur Zeit des 19. Jahrhunderts): Häcker/Lang, Hochschulmatrikeln; Asche/Häcker, Matrikeln (mit weiterer Literatur); Schuh, Matrikeln.
[2] Universitätsarchiv Tübingen, Beständeübersicht, S. 100 (Link: https://uni-tuebingen.de/index.php?eID=tx_securedownloads&p=86562&u=0&g=0&t=1573892923&hash=bfe2ac5836463675bd2e840fd15cbd056e6aff0e&file=/fileadmin/Uni_Tuebingen/Einrichtungen/Universitaetsbibliothek/Universitaetsarchiv/Dokumente/Best%C3%A4nde%C3%BCbersicht_Universit%C3%A4tsarchiv_T%C3%BCbingen_2015.pdf).
[3] Gebhardt, Schüler.
[4] Vgl. bes. Achelis, Universitätsmatrikeln; Paquet/Bultot-Verleysen, Matricules, Bd. 1, S. 50–99.
[5] Vgl. bes. Eulenburg, Frequenz; Schwinges, Universitätsbesucher; Wolf, Heidelberger Universitätsangehörige; Fuchs, Heidelberger Universitätsbesucher; Alschner, Universitätsbesuch; Asche, Bürgeruniversität; Link, Landesuniversität; Giese, Studenten; Bönisch, Universitäten und Fürstenschulen; Mährle, Süddeutsche Reichsstädter sowie die Auswertungen im Rahmen des Projekts „Repertorium Academicum Germanicum (RAG)“ (Link: https://rag-online.org/)
[6] Vgl. bes. Paquet/Bultot-Verleysen, Matricules, daneben die in Anm. 1 genannte Literatur sowie Asche, Peregrinatio.
[7] Matrikeln Heidelberg; Matrikel Freiburg; Matrikeln Tübingen.
[8] Matrikeln Straßburg.
[9] Übersicht über die Editionsarbeiten: Giessler-Wirsig/Böhm-Klein, Universitäts- und Hochschulmatrikeln. Vgl. auch die folgende genealogische Internetseite: http://genwiki.genealogy.net/Universit%C3%A4tsmatrikel.
[10] Vgl. hierzu Jooss, Digitale Edition sowie die Matrikeleditionen der Universität Duisburg, der Akademie der Bildenden Künste München, der Universität Rostock und der Universität Hamburg. Links zu den Matrikeln:
https://www.uni-due.de/ub/archiv/universitaetsmatrikel.shtml/
https://matrikel.adbk.de
http://matrikel.uni-rostock.de/index.action
https://www.matrikelportal.uni-hamburg.de/content/index.xml
Vgl. des Weiteren das an den Universitäten Frankfurt am Main und Potsdam angesiedelte Projekt zur Digitalisierung der Matrikeln der Universität Wittenberg 1502 bis 1648 (Projektbericht: https://www.civ-online.org/de/service/startseite/).

Literatur

a) Matrikeleditionen

  • Die Matrikel der Universität Freiburg im Breisgau, 3 Bde.: Bd. 1 1460–1656, hg. von Hermann Mayer, Freiburg 1907; Bd. 2 1656–1806, hg. von Friedrich Schaub, Freiburg 1955; Bd. 3 1806–1870, hg. von Thomas Adolph, Masch. Freiburg 1991.
  • Die Matrikeln der Universität Heidelberg von 1386 bis 1662, 7 Teile: Teil I 1386–1553, bearb. u. hg. von Gustav Toepke, Heidelberg 1884; Teil II 1554–1662, bearb. u. hg. von Gustav Toepke, Heidelberg 1886; Teil III Personen- Orts, Sach- und Wörterregister, bearb. u. hg. von Gustav Toepke, Heidelberg 1893; Teil IV 1704–1807, bearb. u. hg. von Gustav Toepke, Heidelberg 1903; Teil V 1807–1846, bearb. u. hg. von Gustav Toepke, Heidelberg 1904; Teil VI 1846–1870, bearb. u. hg. von Gustav Toepke, Heidelberg 1907; Teil VII Register zu den Teilen IV-VI 1704–1870, Personen-, Orts- und Sachregister, bearb. von Paul Hintzelmann, Heidelberg 1916.
  • Die alten Matrikeln der Universität Straßburg 1621 bis 1793, bearb. von Gustav C. Knod, 3 Bde.: Bd. 1 Die allgemeinen Matrikeln und die Matrikeln der philosphischen und theologischen Fakultät, Straßburg 1897; Bd. 2 Die Matrikeln der medicinischen und juristischen Fakultät, Straßburg 1897; Bd. 3 Personen- und Ortsregister, Straßburg 1902.
  • Die Matrikeln der Universität Tübingen, 3 Bde.: Bd. 1 1477–1600, hg. von Heinrich Hermelink, Stuttgart 1906; Bd. 1 Register zu den Matrikeln der Universität Tübingen 1477–1600, bearb. von Heinrich Hermelink, Stuttgart 1931; Bd. 2 1600–1710, bearb. von Albert Bürk/Wilhelm Wille, Stuttgart 1953; Bd. 3 1710–1817, bearb. von Albert Bürk/Wilhelm Wille, Stuttgart 1953; Bd. 2/3: Register zu den Matrikeln der Universität Tübingen 1600–1817, bearb. von Albert Bürk/Wilhelm Wille, Tübingen 1954.

b) Wissenschaftliche Literatur

  • Achelis, Thomas Otto, Universitätsmatrikeln und ihre Benutzung, Neustadt a. d. Aisch 1963.
  • Alschner, Uwe, Universitätsbesuch in Helmstedt 1576–1810. Modell einer Matrikelanalyse am Beispiel einer norddeutschen Universität, Braunschweig 1998.
  • Asche, Matthias, „Peregrinatio academica“ in Europa im Konfessionellen Zeitalter. Bestandsaufnahme eines unübersichtlichen Forschungsfeldes und Versuch einer Interpretation unter migrationsgeschichtlichen Aspekten, in: Jahrbuch für Europäische Geschichte 6 (2005), S. 3–33.
  • Asche, Matthias, Von der reichen hansischen Bürgeruniversität zur armen mecklenburgischen Landeshochschule. Das regionale und soziale Besucherprofil der Universitäten Rostock und Bützow in der Frühen Neuzeit (1500–1800), 2. Auflage, Stuttgart 2010.
  • Asche, Matthias/Häcker, Susanne, Matrikeln, in: Quellen zur frühneuzeitlichen Universitätsgeschichte. Typen, Bestände, Forschungsperspektiven, hg. v. Ulrich Rasche, Wiesbaden 2011, S. 243–267.
  • Bönisch, Linda Wenke, Universitäten und Fürstenschulen zwischen Krieg und Frieden. Eine Matrikeluntersuchung zur mitteldeutschen Bildungslandschaft im konfessionellen Zeitalter (1563–1650), Berlin 2013.
  • Eulenburg, Franz, Die Frequenz der deutschen Universitäten von ihrer Gründung bis zur Gegenwart, Leipzig 1904 (ND Berlin 1994).
  • Fuchs, Christoph, „Dives, pauper, nobilis, magister, frater, clericus“. Sozialgeschichtliche Untersuchungen über Heidelberger Universitätsbesucher des Spätmittelalters (1386–1450), Leiden/New York 1995.
  • Gebhardt, Werner, Die Schüler der Hohen Karlsschule. Ein biographisches Lexikon. Unter Mitarbeit von Lupold von Lehsten/Frank Raberg, Stuttgart 2011.
  • Giese, Simone, Studenten aus Mitternacht. Bildungsideal und peregrinatio academica des schwedischen Adels im Zeichen von Humanismus und Konfessionalisierung, Stuttgart 2009.
  • Giessler-Wirsig, Eva/Böhm-Klein, Johanna, Universitäts- und Hochschulmatrikeln, in: Taschenbuch für Familienforschung, hg. von Wolfgang Ribbe/Eckart Henning, 11. Auflage, Neustadt a. d. Aisch 1995, S. 235–269.
  • Häcker, Susanne/Lang, Florian, Hochschulmatrikel, in: Enzyklopädie der Neuzeit 5 (2007), Sp. 550f.
  • Jooss, Birgit, Die Digitale Edition der Matrikelbücher der Akademie der Bildenden Künste München, Norderstedt 2010.
  • Link, Achim, Auf dem Weg zur Landesuniversität. Studien zur Herkunft spätmittelalterlicher Studenten am Beispiel Greifswald (1456–1524), Stuttgart 2000.
  • Mährle, Wolfgang, Süddeutsche Reichsstädter an der Universität Straßburg (1621–1793). Chronologie des Hochschulbesuchs, Bildungsziele, städtische und regionale Profile, in: Die Universität Straßburg zwischen Späthumanismus und Französischer Revolution, hg. v. Hanspeter Marti/ Robert Seidel (unter Mitarbeit von Karin Marti-Weissenbach), Wien/ Köln/ Weimar 2018, S. 379–462.
  • Paquet, Jacques/Bultot-Verleysen, Anne-Marie, Les matricules universitaires, 2 Bde., Turnhout 1992/2003.
  • Schwinges, Rainer Christoph, Deutsche Universitätsbesucher im 14. und 15. Jahrhundert. Studien zur Sozialgeschichte des Alten Reiches, Stuttgart 1986.
  • Schuh, Maximilian, Matrikeln, in: Universitäre Gelehrtenkultur vom 13.–16. Jahrhundert. Ein interdisziplinäres Quellen- und Methodenhandbuch, hg. von Jan-Hendryk De Boer/ Marian Füssel/ Ders., Stuttgart 2018, S. 103–117.
  • Schwinges, Rainer Christoph, Deutsche Universitätsbesucher im 14. und 15. Jahrhundert. Studien zur Sozialgeschichte des Alten Reiches, Stuttgart 1986.
  • Wolf, Karl Henning, Die Heidelberger Universitätsangehörigen im 18. Jahrhundert. Studien zu Herkunft, Werdegang und sozialem Beziehungsgeflecht, Heidelberg 1991.

Zitierhinweis:  Wolfgang Mährle, Hochschulmatrikeln, in: Südwestdeutsche Archivalienkunde, URL: […], Stand: 03.01.2018.

 

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