Zunftbücher

Von Senta Herkle

Wappenbuch der Goldschmiedemeister in Ulm, (Quelle: Stadtarchiv Ulm A 7766/1)
Wappenbuch der Goldschmiedemeister in Ulm, (Quelle: Stadtarchiv Ulm A 7766/1)

Definition der Quellengattung

Zunftbücher entstanden seit dem Spätmittelalter im Rahmen der Selbstverwaltung und Organisation von Handwerkszünften vorwiegend in (Reichs-)Städten, zum Teil aber auch auf dem Land (Landzünfte). In ihnen wurden die Merkwürdigkeiten der jeweiligen Zunft festgehalten; dazu zählten etwa Statuten und Ordnungen aber auch Verzeichnisse der Zunftmitglieder. Die Ausgestaltung oblag der jeweiligen Zunft. Die Bezeichnung „Zunftbuch“ ist zeitgenössisch überliefert, sie dient aber auch als Sammelbegriff für die in Bänden gesammelte zunftinterne Überlieferung.

Aufbau und Inhalt

Zunftbücher sind in vielfältiger Ausfertigung überliefert; größtenteils sind sie auf Papier erstellt, vereinzelt auch auf Pergament. Die Bücher sind ebenso vielgestaltig wie auf vielfältige Weise eingebunden; sie konnten mit Koperteinbänden aus Leder oder Pergament oder beispielsweise auch mit aufwändig gestaltetem Holzdeckeleinband ausgestattet werden.

Mit dem Begriff „Zunftbücher“ werden diejenigen gebundenen bzw. in einem Buch aufgezeichneten Sammlungen von Dokumenten bezeichnet, in denen rechtliche Rahmenbedingungen, zunftinterne Regelungen, die zünftischen Finanzen wie auch die Mitglieder der Zunft wiedergegeben werden.[1]

Zur zunftinternen Überlieferung zählen Meisterbücher, Ein- und Ausschreibbücher der Lehrlinge, Mitgliederverzeichnisse – auch Verzeichnisse von Meisterwitwen und kindern –, Meisterstückverzeichnisse, Wahlverzeichnisse oder –bücher,[2] Artikelbücher, Ordnungsbücher sowie Rechnungsbücher, Zinsbücher und Protokollbücher. Die Gesellen, die sich mancherorts[3] in einer den Meisterzünften ähnlich strukturierten Gesellenvereinigung organisiert hatten, zeigen einen ähnlichen Kanon hinsichtlich der überlieferten Bände. Im 19. Jahrhundert kamen verstärkt Briefbücher, Lehrvertragsverzeichnisse, Prüfungsprotokolle sowie Wanderbücher hinzu.

Die Gestaltung der jeweiligen Bücher hing vom Einfluss und Vermögen der jeweiligen Zunft ab. So sind im Bereich der Meisterbücher sehr aufwändig aufbereitete Bände überliefert, die beispielsweise Abbildungen der Zunftmeister mit ihren Lebensdaten[4] oder Wappen der Meister[5] enthalten und kostspielig gebunden sind. Neben organisatorischen Inhalten war es nicht unüblich, besondere Merkwürdigkeiten im Sinne von besonderen Vorfällen in Zunftbüchern wiederzugeben. So ist im Zunftbuch der Ulmer Bäcker[6] etwa der durch einen Lehrjungen verschuldete Brand eines Bäckerhauses wiedergegeben.

Überlieferungslage und ggf. vorarchivische/archivische Bearbeitungsschritte

Zunftbücher sind in Südwestdeutschland in kommunalen wie auch in staatlichen Archiven überliefert. Besonders reich ist die Überlieferung in Archiven vormaliger Reichsstädte. Eine 1973 erstellte Übersicht über die Zunftarchivalien Baden-Württembergs kann als Einstieg dienen.[7]

Historische Entwicklung

Mit ihrer zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung im 14. und 15. Jahrhundert erlangten die Zünfte immer mehr Einfluss innerhalb der (reichs-)städtischen Regierungen. Die „Zunftkämpfe“ des 14. Jahrhunderts führten besonders in Süddeutschland zu Änderungen in städtischen Verfassungen, nach denen die Zünfte an der städtischen Herrschaft beteiligt wurden, so geschehen in Ulm etwa 1345/1397, in Esslingen 1376 oder in Rottweil 1316/1378. Zwar wurden die Rechte der Zünfte im 16. Jahrhundert unter Kaiser Karl V. beschnitten, in den meisten Reichsstädten partizipierten sie dennoch bis zur Mediatisierung an den städtischen Magistraten. In Reutlingen blieb die zünftische Verfassung – mit Einschränkungen in der Reformationszeit – bis zur Mediatisierung der Reichsstadt im Prinzip bestehen.[8] In Ulm unterstanden die Zünfte seit dem 16. Jahrhundert dem Handwerksamt, das unter anderem dafür zuständig war, in Kompetenzstreitigkeiten zwischen den Zünften zu vermitteln. Die Zünfte behielten aber im Rahmen der Zunftordnungen, die vom Rat genehmigt werden mussten, Selbstverwaltungsrechte – vor allem hinsichtlich handwerksinterner Angelegenheiten, etwa den Lehrinhalten oder den Meisterprüfungen.[9]

Die Überlieferung der Zünfte deckt einen großen Teil der besonders (reichs-) städtischen Bevölkerung vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert ab – in südwestdeutschen Reichsstädten war ein großer Teil der Bürger Zunftmitglied; eine Ausnahme bildeten etwa Geistliche. Der Einflussbereich der Zünfte innerhalb der Städte beschränkte sich nicht allein auf Verwaltung und Stadtregiment, sondern sie bestimmten und gestalteten das gesamte öffentliche Leben vielfältig mit. Seit dem 16. Jahrhundert wurde das Handwerk in Württemberg, Baden und auch in der Hohenlohe ebenfalls ähnlich organisiert, so dass etwa in Württemberg in der Mitte des 18. Jahrhunderts rund die Hälfte der württembergischen Bevölkerung Mitglied einer Zunft war.[10] Im Jahr 1862 wurden die Zünfte in Baden und Württemberg zugunsten der Gewerbefreiheit aufgelöst.

Quellenkritik und Auswertungsmöglichkeiten

Zunftbücher können zu sehr unterschiedlichen Fragestellungen Informationen liefern. Neben verfassungs-, verwaltungs- und rechtsgeschichtlichen Fragestellungen, etwa im Hinblick auf die Wechselwirkungen zwischen Regierung und Zunft, können sie beispielsweise unter sozioökonomischen oder kulturellen Gesichtspunkten und hinsichtlich der gewerblichen Produktion bearbeitet werden. Daneben sind anhand von Regelungen bezüglich der Witwenversorgen auch geschlechtergeschichtliche Analysen möglich. Stiftungsverzeichnisse geben Aufschluss über kommemorative Praktiken der Zunftmitglieder wie etwa über deren karitatives Engagement. Bedacht wurden mit den Stiftungen neben den Witwen z.B. auch bedürftige Nachkommen von Zunftangehörigen, für die unter anderem Stipendien eingerichtet wurden. So können auch die wirtschaftlichen Verhältnisse der Zunftmitglieder untersucht werden. Neben Einblicken in das spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Stiftungs- und Stipendienwesen sowie in die sozioökonomischen Verhältnisse einer Bevölkerungsgruppe lassen Zunftbücher außerdem anhand von Selbstdarstellungen der Zunftmitglieder, etwa in Form von Wappen- oder Porträtzeichnungen, Auswertungsmöglichkeiten im Bereich der Heraldik oder der Kunstgeschichte zu.

Die Ordnungs- und Artikelbücher gehören zudem in die Reihe ergiebiger wirtschaftshistorischer Quellen, die etwa als Grundlage für die Erarbeitung der Wirtschaftsordnung einer Stadt oder eines Ortes fungieren können. Ebenso lassen sich Erkenntnisse über die Rohstoffbeschaffung und verarbeitung, der Herstellung der Produkte, der Anzahl und Größe der Betriebe, der Überprüfung von Rohstoffen und Betrieben wie auch Kauf, Verkauf und Handel mit den Produkten gewinnen.

Anhand der überlieferten Lehrlingsverzeichnisse, in denen mindestens Name und Herkunft der Lehrlinge aufgelistet wurden, wie beispielsweise anhand der Überlieferung der Gesellen und Meister kann die Ausbildung innerhalb der zünftischen Gewerke nachvollzogen werden. Unter bildungsgeschichtlicher Perspektive können auch die Anforderungen an Lehrlinge und die Lehrinhalte, insofern sie nachvollziehbar sind, ausgewertet werden. Die Herkunftsorte lassen sich etwa bei Fragen nach Arbeitsmigration wie auch in Bezug auf den Einflussbereich der jeweiligen Stadt/des jeweiligen Ortes verarbeiten. Überdies können die Mitgliederverzeichnisse bei genealogischen Fragestellungen dienlich sein.

Die Überlieferung der Gesellen ermöglicht, deren besondere Mobilität und Wanderrouten durch ganz Europa z. B. anhand von Wanderbüchern (besonders im 19. Jahrhundert) und Gesellenverzeichnissen nachzuvollziehen.

Allerdings ist zu beachten, dass die Zunftbücher vor allem einen normativen Rahmen wiedergeben, der anhand anderer Quellengattungen hinsichtlich der handwerklichen Praktiken reflektiert werden muss. Für einen Vergleich von Norm und Praxis sollten demnach etwa Akten (beispielsweise Gewerbegerichtsprotokolle) hinzugezogen werden, die unter anderem Konflikte behandeln und so die praktische Ebene normativer Bestimmung verdeutlichen können.

Forschungs- und Editionsgeschichte

Die Geschichte des Zunfthandwerks im deutschen Südwesten ist mit einigen Ausnahmen besonders im lokalen und regionalen Kontext und hier vor allem im Rahmen von Stadt- und Ortsgeschichten und Ausstellungen erarbeitet worden. So liegen etwa zu den Zünften in Reutlingen, Rottweil und Württemberg sowie zum Handwerk am Oberrhein Begleitbände der jeweiligen Ausstellungen vor. Darüber hinaus sind einzelne Zünfte vor allem in den Reichsstädten, besonders die Weber, Gegenstand einiger Studien.[11] Innerhalb der reichsstädtischen Forschung und hier vornehmlich in Bezug auf das Verhältnis von Zunft und Obrigkeit werden zudem die Korporationen untersucht.

Seit den 1990er Jahren wurde der Blick auf die Zünfte in Europa durch neue Fragestellungen – zunächst vor allem in den Benelux-Ländern, Italien und Frankreich – erheblich erweitert. Die Auswertung normativer Quellen, besonders Zunftordnungen, die bis zu diesem Zeitpunkt innerhalb der Gewerbeforschung vorherrschend war, führte dazu, Zünfte als von starren Strukturen und einer Abwehr sämtlicher Modernisierung geprägte Institutionen zu verstehen und ihnen ein Misstrauen gegenüber Innovation und Veränderung zu attestieren.[12]

Zur Entwicklung neuer Ansätze im deutschsprachigen Raum haben wesentlich die Beiträge von Heinz-Gerhard Haupt[13] sowie Josef Ehmer[14] beigetragen, die für den Abgleich normativer Quellen beispielsweise mit den Zunftakten plädierten. Die Studien, die seither entstanden sind, zeigen ein breites Spektrum von Herangehensweisen auf[15]: Anke Sczesny setzte sich mit dem Verhältnis zwischen Stadt- und Landhandwerk in Augsburg auseinander,[16] Christine Werkstetter[17] mit den Geschlechterbeziehungen in Augsburg, Patrick Schmidt[18] mit zünftischen Erinnerungskulturen und Birgit Wiedl[19] mit ‚Alltag und Recht‘ des Handwerks der Frühen Neuzeit. Claudia Strieter[20], Lina Hörl[21] und Senta Herkle[22] griffen ebenfalls neue sozial- und kulturhistorische Ansätze auf und untersuchten außerdem die Wechselwirkung zwischen Regierung und Regierten. Hervorzuheben ist hier außerdem die Studie von Sabine von Heusinger, die sich mit der „Verflechtung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“[23] der Zünfte im Mittelalter in Straßburg beschäftigt. Die Studien tragen maßgeblich dazu bei, das statische Bild des Zunfthandwerks zu revidieren, indem sie die Handwerkerorganisationen als mobile und dynamische soziale Gruppen begreifen.

Anmerkungen

[1] „mit Ordnungen, Beschlüssen, Rechnungen usw. der Zunft“, s. Fischer, Zunftbuch, Sp. 1348.
[2] Z.B.: Wahlbüchlein der Tucherzunft, Laufzeit: 1765–1800, Heimatmuseum Reutlingen, Inventar-Nummer 1991/1584.
[3] Etwa in Freiburg i.Br., Ulm und Villingen. Vgl. Übersicht, S. 18f., 34, 36.
[4] Z.B. Zunftbuch der Barbiere in Ulm, StadtA Ulm, A [3107a], Laufzeit 1682–1764.
[5] Z.B. Wappenbuch der Goldschmiedemeister in Ulm, StadtA Ulm, A [7766/1], Laufzeit 1449–1857, Zunftbuch der Kramerzunft in Ulm, StadtA Ulm, A [2468].
[6] StadtA Ulm, A [7725].
[7] Vgl. Übersicht.
[8] Vgl. Borth/Breyvogel/Jung, Vergangenheit, S. 48–50.
[9] Vgl. Bestände, S. 111f.
[10] Vgl. Stieglitz, Zünfte in Württemberg, S. 12, 26.
[11] Vgl. Adler, Menschen und Tuche; Nahrung, Markt; Clasen; Augsburger Weber; Herkle, Reichsstädtisches Zunfthandwerk; Sczesny, Kontinuität und Wandel; Werkstetter, Frauen.
[12] Vgl. die Bemerkungen zum Forschungsstand zuletzt bei Elkar, Wert der Rechtsgeschichte; Herkle, Reichsstädtisches Zunfthandwerk, S. 14-17, Jeggle, Produktion; Reininghaus, Stadt und Handwerk.
[13] Vgl. Haupt, Neue Wege zur Geschichte der Zünfte in Europa, in: Haupt, Ende der Zünfte, S. 9-37.
[14] Vgl. Ehmer, Traditionelles Denken.
[15] Vorindustrielles Gewerbe.
[16] Sczesny, Kontinuität und Wandel.
[17] Werkstetter, Frauen.
[18] Schmidt, Wandelbare Traditionen.
[19] Wiedl, Alltag und Recht.
[20] Strieter, Aushandeln.
[21] Hörl, Handwerk in Bamberg.
[22] Herkle, Reichsstädtisches Zunfthandwerk.
[23] Heusinger, Zunft.

Literatur

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Zitierhinweis: Senta Herkle, Zunftbücher, in: Südwestdeutsche Archivalienkunde, URL: [...], Stand: 11.10.2017.

 

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