Reutlingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1089

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Die Stauferstadt des 13. Jahrhunderts hat die Form eines langgezogenen Rechtecks von 24 Hektar (700 Meter mal 350 Meter) mit leicht ausgeschwungener, dem Bogen der Echaz folgender Langseite. Dieselbe Schwingung wiederholt die Wilhelmstraße, die Hauptachse des Straßennetzes, die zusammen mit der annähernd parallelen Metzger­straße ein leiterförmiges Grundrißelement bildet. Etwa in der Mitte an der Wilhelm­straße der rechteckige Marktplatz, von dem zur Echaz hin die Katharinenstraße abzweigt. Somit ursprünglich Drei-Tor-Anlage. Noch im Mittelalter entstand vor jedem der drei Haupttore eine ummauerte Vorstadt, darunter die Metmannsvorstadt, später »Tübinger Vorstadt«. Im 18. Jahrhundert kamen dazu die Gerbertor- und die äußere obere Vorstadt. Seit den Gründerjahren des 19. Jahrhunderts legte sich ein Gürtel aus Wohnvierteln mit eingestreuten Gewerbebetrieben um die Alt­stadt, vor allem im Nordosten und Osten. In Hanglage der Achalm dort Anfänge des Villenviertels. Reine Gewerbegebiete an der Bahnlinie (seit 1861) im Norden sowie an der Echaz oberhalb und unterhalb der Stadt bis an die Grenze der Stadtmarkung. An der Tübinger Straße reines Wohnviertel um 1900, an der Grenze gegen Betzingen Arbei­tersiedlung Gmindersdorf 1904 folgende. Zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg verhält­nismäßig geringes Wachstum, erst in den 30er Jahren Neubautätigkeit am Fuß des Georgenberges im Süden und neue Wohnsiedlung Römerschanze im Norden. Beim Wiederauf­bau nach den großen Zerstörungen durch 5 Luftangriffe 1944/45 Auflockerung des Ausbaugürtels, vor allem zwischen Gartenstraße und Karlstraße. In den letzten Jahr­zehnten starke Neubautätigkeit, wobei große geschlossene Wohnsiedlungen entstan­den: Römerschanze (1950/53), Burgholz (1953/54), Betzenried (1953/55), Storlach (1954/55), Voller Brunnen I (1954/58), Katzensteg (1959/70), Voller Brunnen II (1970/72), Hohbuch (1971/75, nahe der Pädagogischen Hochschule und Fachhochschule). Alle Großbauprogramme wurden von der Stadt selbst durch die »Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft« durchgeführt. Diese Entwicklung kulmi­nierte 1965/67 in der Gartenstadt Orschel-Hagen für circa 10 000 Einwohner im Norden der Stadt, die vom übrigen Baugebiet abgesetzt ist (Bungalows, Reihen- und Miethäuser, Punkthochhäuser, Ladenzentrum, 2 Schulen, 2 Kirchen). Zugleich Citybildung in der Altstadt durch moderne Geschäfts- und Verwaltungsbauten, ausgreifend nach Norden bis zur Karlstraße. Fußgängerzone seit 1968, Stillegung der letzten Straßenbahnlinie 1974. Weiteres Wachstum der Wohngebiete für gehobene Ansprüche an den Abhän­gen der Achalm und des Georgenbergs. Hier bauliche Verbindung mit der Nachbar­stadt Pfullingen, ebenso durch das neue Gewerbegebiet am Südbahnhof. Größere neue Gewerbegebiete im Norden zwischen Bahnlinie und Вundestraße 28 (Im Laisen) sowie (geplant) im Westen gemeinsam mit der Gemeinde Kusterdingen (Mark Nord, Mark Süd, Bonlanden).
Historische Namensformen:
  • Rutelingin
Geschichte: 1089 (Chronik 1. Hälfte 12. Jahrhundert, Корie 16. Jahrhundert) Rutelingin (Personenname Rutilo). Einige alemannische Reihengräber im Norden und Süden der Stadt. Als namengebende Ursiedlung wird die Nieder­lassung angesehen, die sich in unmittelbarer Nähe des alten Reutlinger Friedhofs »Unter den Linden« befunden hat. Hier war auch die ursprüngliche Pfarrkirche. Diese Siedlung dürfte bald nach der Stadtgründung aufgelassen worden sein, denn 1289 wird schon an der Stelle des heutigen Altersheimes »Unter den Linden« die Sondersiechensammlung bezeugt. Kirche und Friedhof liegen unmittelbar neben einem Brühl, der lange Zeit in Händen der Patrizierfamilie Ungelter gewesen ist und vom Reutlinger Spital um 1515 erworben wurde. Im Raum der späteren Stadt bestanden außerdem wohl mehrere andere ältere Siedlungen: Eine alemannische Siedlung in der Ge­gend der späteren oberen Vorstadt (Reihengräberfunde des 7. Jahrhunderts beim Gasthaus zum See und in der Lindachstraße). Sie war möglicherweise mit eigenem Recht ausgestattet, denn bei der Schadensregelung nach dem Überfall Herzog Ulrichs 1519 wurde die obere Vorstadt besser behandelt als die beiden anderen Vorstädte. Die Metmannsvorstadt links der Echaz, etwa auf dem Gelände des Bruderhauses, wurde dann in die Stadt hinein verlegt. Hier stand das alte, von den Antonitern betreute Spital (noch 1411 Reutlinger Bailei dieses Spitalordens). Ein Gut (praedium) beim späteren Zwiefalter Hof, welches das Kloster um 1130 erworben hat. Dazu gehören­der Brühl im Gebiet untere Bismarck-/Charlottenstraße. Kapelle des Zwiefalter Hofs 1277 erwähnt. Vielleicht geht dieser Besitz auf eine Schenkung der Achalmgrafen, der Stifter des Klosters, zurück. Die im Winkel zwischen Katharinen- und Wilhelmstraße gelegene Hofstatt wird als ältester Stadtteil angesehen. Hier hat es sich um einen Adelssitz gehandelt. Noch im 15. und 16. Jahrhundert wird wiederholt »des Teufels Turm« genannt, wohl ein spätmittelalterlicher Wohnturm. Der Gründer der Siedlung ist nicht bekannt. Als Bewohner werden um 1300 die Herren von Tachenhausen, im 14./15. Jahrhundert die Teufel und im 16. Jahrhundert die Becht genannt. Die Hofstattsiedlung erhielt wohl schon von Kaiser Friedrich I. ein Marktrecht, das Otto IV. um 1210 erweiterte. Bis heute hebt sich dieser Bezirk (Pfäfflinshof-/ Hofstattstraße als Südbegrenzung) durch seine unregelmäßige Straßenführung aus der übrigen Altstadt heraus. Die eigentliche Stadtgründung, vor allem die Ummauerung, muss um 1240 von Kaiser Friedrich II. ausgegangen sein. Ansatzpunkt war die Echazfurt der beiden Fernstraßen vom Mittelrhein zum Bodensee und Straßburg-Ulm. Burg Achalm und Stadt bildeten als kaiserlicher Doppelstützpunkt ein Gegenge­wicht zum hohen Adel in der Nachbarschaft, der um diese Zeit begann, sich eigene Herrschaftsgebiete aufzubauen. Das bestätigte die Belagerung der Stadt 1247 durch die Anhänger des Staufer-Gegenkönigs Heinrich Raspe, Landgraf von Thüringen. Im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts erwarb die Stadt in ihrer Umgebung gelegene Ortschaften von dem verarmenden Niederadel: Betzingen schon seit dem 13. Jahrhundert, Bronnweiler 1437, Ohmenhausen 1358, Wannweil 1333 folgende; Gomaringen mit Hinterweiler, Stock­ach und Ziegelhausen 1342 folgende. Gomaringen mit Hinterweiler musste wegen der im 30jährigen Krieg entstandenen Schuldenlast 1648 an Württemberg verkauft werden. Die Ausübung der Gerichtsbarkeit auf diesem Territorium war nur in Wannweil von Württemberg angefochten. Im Vergleich von 1484 sicherte Reutlingen durch Verzicht auf Amtmann und Gericht zu Kusterdingen sein Gericht zu Wannweil. Die Grundherrschaft kam bis gegen 1500 überwiegend aus den Händen der reichen Geschlechter durch Kauf und Schenkung über die Reutlinger Pflegschaften (Spital, Sondersiechen-, Hei­ligen- und Spendenpflege) in den Besitz der Stadt. Die stetige Bedrohung durch die benachbarten Fürsten — vom 14. Jahrhundert ab wollten hauptsächlich die Grafen von Württemberg die aufblühende Stadt gern ihrer Landesherrschaft einfügen — führte dazu, dass die Handwerker schon früh Zutritt zum Rat erhielten und zusammen mit der Ehr­barkeit die Geschicke der Stadt bestimmen konnten. Bei der Gründung leitete die Stadt ein vom kaiserlichen Achalmvogt ernannter Schultheiß (1243 scultetus), 1292 wird ein Bürgermeister erwähnt, der den Reichsschultheiß allmählich aus dem Stadtregi­ment verdrängt, bis dieser ab Mitte 14. Jahrhunderts nur noch als Gerichtsbeamter fungiert. Nach der von Kaiser Ludwig dem Bayer 1343 gewährten Verfassung wurde der Rat von 12 sich selbst ergänzenden Richtern aus der Ehrbarkeit und jährlich gewählten 8 Zunftmeistern gebildet. Kaiser Karl IV. bestätigte 1374 für Reutlingen die Gewohnheit und Ordnung der Stadt Rottweil. Danach bestand der Rat aus 12 Richtern und 4 alten Herren, die sich nicht mehr selbst ergänzten, und 12 Zunftmeistern. Das führte zur verstärkten Abwanderung der Geschlechter, die seit Mitte 16. Jahrhunderts überhaupt nicht mehr im Rat vertreten waren. Diese Ordnung wurde 1552 durch den der Stadt von Karl V. aufgezwungenen »Hasenrat« zweieinhalb Jahrzehnte unterbrochen. Ab 1576 bis 1802 wieder Magistratswahlen nach der Ordnung von 1374 durchgeführt. Seit 1505 Schirmvertrags Verhältnis mit Württemberg. In dem seit dem 15. Jahrhundert urkundlich be­kannten Reutlinger Asyl fanden von 1500 bis zur Aufhebung 1804 weit über 2000 »Totschläger« Zuflucht. Der Zusammenhalt der Bürgerschaft ermöglichte 1377 den Sieg über ein württembergisches Ritterheer, das die Stadt von der Burg Achalm aus bela­gerte. Im Januar 1519 überfiel Herzog Ulrich die Stadt, wurde dann aber rasch vom Schwäbischen Bund vertrieben. 1802/03 kam Reutlingen unter die württembergische Landeshoheit. Es wurde 1808 Oberamtsstadt und 1811, zusammen mit den sechs anderen bedeutend­sten Städten des Landes, zur »Guten Stadt« erhoben, die einen besonderen Vertreter in den Landtag entsenden durfte. 1817 bis 1924 Sitz der Regierung des Schwarzwald­kreises. Reste der Stadtbefestigung des 13. Jahrhunderts: Mauerzüge an der Jos-Weiß-Straße und am oberen Bollwerk, Tübinger Tor (früher Metmannstor) in gotischen Formen, Fachwerkauf­satz 16. Jahrhundert, und das heutige »Gartentor«, das wegen der früher besonders von Württemberg drohenden Überrumpelungsgefahr erst um 1700 geöffnet wurde. Das Obertor und das Untertor an den beiden Enden der Längsachse der Stadt wurden 1834/35 abgebrochen. Spendhaus (1306 Spendenpflege) 1518 neu erbaut, bis 1858 Fruchtkasten, jetzt Stadtbibliothek und Kunsthaus, mit drei Fachwerkgeschossen über Steingeschoß. Lyceum am Weibermarkt, jetzt Landwirtschaftsamt, hervorragen­der Fachwerkbau um 1727. Marktbrunnen mit Standbild Maximilians II., Renaissance 1570 (Kopie). Kirchbrunnen mit dem Standbild Friedrichs II., spätgotisch 1560 (Kopie). Gmindersdorf, an der Gemarkungsgrenze gegen Betzingen, Arbeitersiedlung im Ju­gendstil nach Plänen von Theodor Fischer 1904 bis 1914, wird zur Zeit in Zusammenar­beit von Stadt und Landesdenkmalamt restauriert. Mehrmals suchten schwere Brände die Stadt heim. Dem großen Brand von 1726 fielen vier Fünftel der Wohn­häuser und fast alle öffentlichen Gebäude zum Opfer. Ein rector puerorum wird 1276 genannt, demnach besteht eine Lateinschule wohl seit den Anfängen der Stadt, heute Friedrich-List-Gymnasium. Deutsche Knaben­schule 1457, Mädchenschule um 1490. Mittelschule 1906. Realanstalt 1810, Oberreal­schule 1876, heute Johannes-Kepler-Gymnasium. Isolde-Kurz-Gymnasium 1846 als höhere Mädchenschule gegründet. Gewerbeschulen seit 1827.
Ersterwähnung als Stadt: 1240 [um]
Wirtschaft: Wichtigstes Gewerbe war seit dem Mittelalter die Weberei, verbunden mit Färberei. Beachtliche Zunahme der Tuchmacher im 15. Jahrhundert. Vom 16. bis 19. Jahrhundert sogenannte Reutlinger Artikel, das heißt Woll- und Baumwollwaren aller Art, Filet- und Klöppelwaren, die durch Verleger vertrieben wurden. 1725 städtische Leinwandfabrik, seit 13. Jahrhundert Leder­erzeugung und -Verarbeitung. Die am stärksten spezialisierten Gewerbe umfasste die Schmiedezunft; aus dem Siebmacherhandwerk entwickelte sich die Metalltuchindu­strie. Von Bedeutung war auch die Papierherstellung; die letzte Papiermühle verlegte 1859 Gustav Werner nach Dettingen an der Erms. Im Zusammenhang mit der Papierpro­duktion steht der frühe Buchdruck in Reutlingen seit 1471. Das 19. Jahrhundert brachte die Voraus­setzungen für das Aufblühen der Industrie: Wegfall der die Wirtschaft einengenden Zunftgesetze und der hemmenden württembergischen Zollschranken. Der Anschluss an das Eisen­bahnnetz ermöglichte durch den nunmehr wirtschaftlich gewordenen Steinkohlenbe­zug die Errichtung von mit Dampfmaschinenkraft betriebenen Fabriken.

Ersterwähnung: 0700 [Wahrscheinlich 8. Jahrhundert]
Kirchengeschichte: Ursprüngliche Pfarrkirche der Stadt war Sankt Peter in den Weiden (1248 Sankt Peter und Paul) im heutigen Friedhof Unter den Linden. Wahrscheinlich im 8. Jahrhundert als Eigenkirche gegründet, muss über die Achalmgrafschaft bei der Stadtgründung ans Reich gekommen sein: 1308 schenkte König Albrecht I. dem von ihm gegründeten Kloster Königsbronn die Kirchherrschaft Reutlingen samt Patronat. 1325 Inkorporation. 1533 Ver­kauf der Kirchherrschaft an die Stadt, die sich 1523 der Reformation angeschlossen hatte. 1539 Abbruch der Kirche, Übertragung der Pfarrechte auf die Marienkirche. Nach der chronikalischen Überlieferung lösten die Bürger mit dem Bau dieser Kir­che ein Dankgelöbnis ein, als sie die Belagerung 1247 abgeschlagen hatten. Der älteste, rückwärtige Teil der Kirche stammt noch aus dem 12. Jahrhundert. In ihrer heutigen gotischen Form wurde sie 1247 (Chor, Osttürme) bis 1343 (Weihe) erbaut. Die Fassade des Hauptturms mit seiner Rosette ist verwandt mit Sankt Peter zu Wimpfen im Tal und lässt auch auf Einflüsse der Straßburger Münsterbauhütte schließen. Achtseitige Steinpyramide des Turms nach Zerstörung durch Blitzschlag 1494 erneuert. Im Stadtbrand von 1726 ging die innere Ausstattung bis auf den spätgotischen Taufstein (1499) und das Heilige Grab an der Chorostwand (Anfang 16. Jahrhundert) verloren. Wiederherstel­lungsarbeiten im 18./19. Jahrhundert, Innenraum besonders 1893/1901 durch Heinrich Dol­metsch und fortlaufend seit dem Ende des 2. Weltkriegs. 1850 wurden Wandmale­reien des 14. Jahrhunderts entdeckt. Generalsuperintendentur 1824 bis 1933, seit 1956 Prälatur. Weitere 3 Pfarreien an der Marienkirche noch vor 1905. Die Katharinenkirche und Pfarrei ist 1555 erwähnt. Abgebrochen 1887, Neubau 1890 von H. Dolmetsch. Wei­tere evangelische Pfarrkirchen: Leonhardskirche 1894, Christuskirche 1939, Kreuzkirche 1956, Auferstehungskirche 1957 und Jubilate-Kirche 1967. Katholische Pfarrei seit 1823, der die Nikolaikirche zum Gottesdienst überlassen wurde. Bau 1358 begonnen, war seit 1800 profaniert. 1945 ausgebrannt, 1950 wiederhergestellt. Pfarrkirche Sankt Wolfgang von 1909/10 (J. Cades), 1950 wiederhergestellt. Weitere katholische Pfarrkirchen: Sankt Pe­trus und Paulus 1960, Sankt Andreas 1967 und Heilig Geist 1968. 1259 wurde das Barfüßerkloster gegründet. 1535 Auflösung und Besitzübernahme durch die Stadt. Teilweise erhalten ist die Klausur, ein großer Fachwerkbau, seit 1872 Friedrich-List-Gymnasium. Letzte Renovation 1970/73. Von den 5 spätmittelalterlichen Kloster­höfen haben als eindrucksvolle Fachwerkbauten den großen Brand von 1726 über­standen: der Königsbronner Hof, 1537/38 unter Einbeziehung älterer Reste umge­baut, jetzt Heimatmuseum, im Garten Kapelle des 15. Jahrhunderts, der Marchtaler Hof mit Kapelle von 1506, seit 1893 Freimaurerloge, und der Salmannsweiler oder Nürtinger Hof (1738 Verkauf an das Spital Nürtingen) mit einem nach dem Brand 1726 errich­teten barocken Hauptgebäude. Der Bebenhäuser und der Zwiefalter Hof sind abge­gangen. Das Spital am Markt (1922 Volksbildungshaus, 1945 Volkshochschule), 1333 erwähnt, wurde wahrscheinlich mit der Anlage des Marktplatzes Mitte 13. Jahrhunderts ge­baut, 1555 und später samt der zugehörigen Kirche vielfach verändert. Ein rector puerorum wird 1276 genannt, demnach besteht eine Lateinschule wohl seit den Anfängen der Stadt, heute Friedrich-List-Gymnasium. Deutsche Knaben­schule 1457, Mädchenschule um 1490. Mittelschule 1906. Realanstalt 1810, Oberreal­schule 1876, heute Johannes-Kepler-Gymnasium. Isolde-Kurz-Gymnasium 1846 als höhere Mädchenschule gegründet. Gewerbeschulen seit 1827.
Patrozinium: Sankt Peter in den Weiden
Ersterwähnung: 0700 [Wahrscheinlich 8. Jahrhundert]

GND-ID:
  • 4049657-0
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