Aufarbeitung

von Nora Wohlfarth

 

Hinter Aktendeckeln verbergen sich oft bewegende Lebensschicksale – auch wenn hier meist nur wenige Dokumente aufbewahrt sind [Quelle: Archiv Stiftung St. Franziskus]. Zum Vergrößern bitte klicken.
Hinter Aktendeckeln verbergen sich oft bewegende Lebensschicksale – auch wenn hier meist nur wenige Dokumente aufbewahrt sind [Quelle: Archiv Stiftung St. Franziskus]. Zum Vergrößern bitte klicken.

Die Stiftung Anerkennung und Hilfe trägt es im Namen: ein wichtiger Baustein für die Aufarbeitung der Erfahrungen von Leid und Unrecht derjenigen, die Heimkindheiten erleben mussten, ist die Anerkennung dieser Erfahrungen. Dies möchten wir in diesem Themenmodul nicht zuletzt durch die Veröffentlichung von Berichten Betroffener und auch durch die Dokumentation verschiedenster Aspekte der Einrichtungen unterstützen. An dieser Stelle sollen darüber hinaus weitere Aspekte von Aufarbeitung reflektiert werden: Mehrere Texte widmen sich der Frage, was Aufarbeiten im Archiv bedeutet, welchen Beitrag Archive bisher zur Aufarbeitung in Baden-Württemberg geleistet haben und auch, was das sowohl für Mitarbeitende im Archiv als auch für Betroffene bedeutet, die ihre Akte suchen oder erhalten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Anerkennung von Leid und Unrecht in einem eher praktischen Sinne: Hier geht es um Reflektionen und Überlegungen zur Arbeit der Stiftung Anerkennung und Hilfe sowie des Fonds Heimerziehung, also um deren Versuche, eine Art von Ausgleich zu schaffen für das entstandene Leid. Weitere Aspekte der Aufarbeitung sind die Bemühungen einzelner Einrichtungen zur Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte, die Perspektiven von Betroffenen auf die Aufarbeitung sowie die Konsequenzen für die heutige Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.