Stadtansichten von Lauffen am Neckar 

Datierung :
  • 1907
Objekttyp: Video
Inhalt:
  • Das Video beginnt mit einem Blick an der Uferstraße entlang, kurz sieht man den Chor der ehemaligen Pfarrkirche St. Martin, heute Regiswindiskirche. Dahinter sind Häuser zu erkennen, heute befindet sich dort ein Park mit Kinderspielplatz. Die Kamera schwenkt von der Brücke aus über den Fluss, mit Blick auf die Weinberge hinter der von Westen in den Neckar fließenden Zaber. Die Kamera schwenkt weiter auf die Insel. Die darauf liegende Grafenburg ist die einzige Inselburg des Neckars. Heute befindet sich dort das Rathaus. Die Burg der Grafen von Lauffen wurde in der Salierzeit erbaut. Ihr genaues Alter ist unbekannt, die mittelalterliche Bausubstanz nur zum Teil erhalten. Die frühesten Schätzungen verorten die Entstehung der Burg bereits im 9. Jahrhundert, in der Fachliteratur am weitesten verbreitet ist die Einschätzung, dass die Burg im Laufe des 11. oder zu Anfang des 12. Jahrhunderts erbaut wurde. Das Geschlecht der Grafen von Lauffen starb 1219 mit dem Tod des letzten männlichen Nachkommen aus. Zu diesem Zeitpunkt residierten die Grafen bereits nicht mehr auf der Inselburg. Bei einem der beiden heute noch stehenden Gebäude handelt es sich um einen hochmittelalterlichen Wohnturm, von dem noch drei Geschosse erhalten sind. Da dort nicht ausreichend Platz für Schlafkammern oder private Wohnräume vorhanden ist, gab es vermutlich ein weiteres Geschoss aus Holz. Wie vergleichbare Bauten hatte die Burg wohl eine Ringmauer, von der allerdings keine archäologischen Spuren erhalten sind. In dem noch erhaltenen Wohnturm befinden sich heute Teile des Lauffener Rathauses. Hinter der Grafenburg befindet sich heute ein Naturschutzgebiet. Die "Vogelinsel", auch "Nachtigalleninsel" genannt, wurde 1908 von Lina Hähnle, Gründerin des Bundes für Naturschutz (heute NABU) aus ihrem Privatvermögen gekauft und zu einem der ersten Naturschutzgebiete Deutschlands gemacht. Heute gehört das Gebiet der NABU-Stiftung und wird im Andenken an sie Lina-Hähnle-Auwald genannt. Nora Wohlfarth, LABW
Quelle/Sammlung: Landesfilmsammlung Baden-Württemberg: Lauffen am Neckar, 1907
Identifikatoren/​Sonstige Nummern: 680 [Archivnummer]
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