Ottenstein, Bertha 

Andere Namensformen:
  • Ottenstein, Bertchen
Geburtsdatum/-ort: 27.02.1891; Nürnberg
Sterbedatum/-ort: 17.06.1956; Nähe Concords/Mass., USA, beigesetzt am 26.9. in der Bigelow Chapel, Mount Auburn Friedhof, Cambridge/Mass.
Beruf/Funktion:
  • Dermatologin, Verfolgte des NS-Regimes
Kurzbiografie: 1897–1910 Höhere Mädchenschule, anschließend Privatrealgymnasialkurse in Nürnberg bis Abitur
1910 Studium d. Chemie, Physik u. Geologie in Erlangen, nach 3 Semestern an d. TH Stuttgart
1914–1919 Promotion magna cum laude in Erlangen zum Dr. phil.: „Über das Verhalten von Wasserstoff gegen Palladium u. Iridium“, Beginn des Medizinstudiums an d. Univ. Erlangen, dann München, medizinische Promotion summa cum laude, Praktisches Jahr an d. 2. Med. Klinik in München bei Friedrich von Müller (1858–1941)
1920 Volontärassistentin in d. Med. Poliklinik, gleichzeitig Arbeit im Laboratorium unter Siegfried Thannhauser (1865–1962), Veröffentlichungen über Nucleinstoffwechsel, Assistenzärztin im städtischen Bürgerhospital in Stuttgart
1924 Wechsel nach Jena, physikalisch-chemische Studien unter Felix Alexander Gutbier (1876–1926), Leiterin d. Kolloidchemischen Abteilung des klinischen Laboratoriums in Jena
1927 Assistentin am Kaiser-Wilhelm-Institut für Biochemie in Berlin-Dahlem bei Carl Neuberg (1877–1956), anschließend Tätigkeit in d. chemischen Abteilung des Pathologischen Instituts d. Charité Berlin bei Peter Rona (1871–1945)
1928 Wechsel an die Universitäts-Hautklinik Freiburg im Br. unter Georg Alexander Rost (1877–1970), Leitung des physiologisch-chemischen Laboratoriums, stoffwechselphysiologische Untersuchungen
1931 Vergabe der „venia legendi“, Habilitation in Freiburg bei G. A. Rost: „Untersuchungen über den Gehalt d. Haut u. des Blutes an diastatischem Ferment u. dessen biochemischer Bedeutung bei Hautkrankheiten“
1933–1935 Entzug d. Lehrbefugnis, Wechsel nach Budapest an die Königl. Ungarische Péter-Pázmány Universität, Assistentin bei Lajos Nékám (1868–1957) in d. Klinik für Haut- u. Geschlechtskrankheiten
1935–1945 Wechsel nach Istanbul, Laborchefin in d. Hautklinik bei Hulûsi Behçet (1889–1948), Laborarbeit im Krebsforschungsinstitut bei Siegfried Oberndorfer (1876–1944), dazwischen Ablehnung des Rufes als Leiterin des chemischen Zentrallaboratoriums des Musterkrankenhauses in Ankara
1945–1956 Wechsel nach Boston als Research Fellow an die Tufts University, dort im Forschungslaboratorium an dem Boston Dispensary (Poliklinik) bei S. Thannhauser
1947 Fellowship d. Skin Clinic des Boston Dispensary unter Francis M. Thurmon, zweifache Ablehnung des Rufes nach Hamburg als ao. Professorin an das Krankenhaus Eppendorf
1949 Teilnahme am 1. dt. Dermatologenkongress nach dem Krieg in Heidelberg
1950 Wahl zum korrespondierenden Mitglied d. Italienischen Dermatologischen Gesellschaft
1951 ao. Professorin d. Medizinischen Fakultät d. Univ. Freiburg im Br., Erhalt d. amerikanischen Staatsbürgerschaft; 1956 Zuerkennung d. planmäßigen Professur durch die Univ. Freiburg
Weitere Angaben zur Person: Religion: isr.
Verheiratet: Unverheiratet
Eltern: Vater: Albert (1852–1907), Kaufmann, Hopfenhändler, Filmproduzent und -regisseur
Mutter: Minna, geb. Strauss
Geschwister: 5; Karla, Anna, Stefan, Gretchen u. Friedrich
Kinder: keine
GND-ID: GND/1047269740

Biografie: Franziska Krause (Autor)
Aus: Baden-Württembergische Biographien 5, 293-296

Bertha, die erste weibliche Dozentin für Dermatologie in Deutschland, zählt zu den Begründern der Forschung zur Biochemie der Haut. Der von der Universität Freiburg jährlich für Initiativen im Bereich der Frauenförderung und Gleichstellungsarbeit sowie hervorragende wissenschaftliche Leistungen von Frauen ausgeschriebene Preis wurde 2005 zum Gedenken an diese bedeutende Wissenschaftlerin in „Bertha-Ottenstein-Preis“ umbenannt. Geboren als jüngstes von sechs Kindern einer Nürnberger Kaufmannsfamilie hatte Ottenstein aufgrund der finanziell gesicherten Situation der Familie die Möglichkeit, neun Jahre lang die höhere Mädchenschule in Nürnberg zu besuchen. Anschließend trat sie für vier Jahre in die Dr. Ullrich’schen Privatgymnasialkurse ein, die sie 1910 am Königlichen Realgymnasium zu Nürnberg mit dem Abitur abschloss. Aufgrund dieser fundierten schulischen Ausbildung war es Ottenstein möglich zu studieren, was für Frauen zu Anfang des 20. Jahrhunderts noch sehr ungewöhnlich war.
Kurz darauf begann sie mit dem Studium der Chemie und Physik und Geologie als Nebenfächer in Erlangen. Nachdem Ottenstein anschließend drei Semester an der TH Stuttgart studiert hatte, wurde ihr 1914 an der Universität Erlangen mit ihrer Arbeit „Über das Verhalten von Wasserstoff gegen Palladium und Iridium“ die Doktorwürde der Philosophischen Fakultät „magna cum laude“ verliehen. Ihr Interesse an der Chemie führte Ottenstein im Sommersemester 1914 nach Oxford, wo sie bis zum Kriegsbeginn blieb. Zurück in Deutschland nahm sie noch im selben Jahr ihr Medizinstudium in Erlangen auf. Auch in diesem Studium war Ottenstein eine der ersten Frauen; damals durften Frauen in Bayern erst seit zehn Jahren Medizin studieren.
Nach dem Physikum wechselte Ottenstein nach München, wo sie 1918 ihr Staatsexamen ablegte und im Juli 1919 mit einem nicht mehr zu klärenden Thema „summa cum laude“ auch als Medizinerin promoviert wurde. Anschließend arbeitete sie in ihrem Praktischen Jahr an der II. Medizinischen Klinik in München bei Friedrich von Müller. Seit 1920 war Ottenstein bei Siegfried Thannhauser im Laboratorium tätig und publizierte wichtige Ergebnisse ihrer Forschungen zum Nucleinstoffwechsel. Gleichzeitig war sie Volontärassistentin an der Medizinischen Poliklinik, wechselte aber noch im selben Jahr als Assistenzärztin in das Städtische Bürgerhospital in Stuttgart.
Im Februar 1924 vermittelte Felix Alexander Gutbier, mit dem sie an der TH Erlangen zusammengearbeitet hatte, Ottenstein nach Jena, wo sie zahlreiche chemisch-physikalische Studien als Assistentin und später Leiterin der Kolloidchemischen Abteilung des Klinischen Laboratoriums durchführte. Von März bis Dezember 1927 ist Ottenstein als wissenschaftlicher Gast bzw. als Mitarbeiterin nach Berlin-Dahlem ins Kaiser-Wilhelm-Institut für Biochemie zu Carl Neuberg gegangen, danach war sie bis Mai 1928 in der Chemischen Abteilung des Pathologischen Institutes der Charité Berlin bei Peter Rona tätig. Damals war die Kolloidchemie als unverzichtbar erkannt worden für neue Methoden und Fragestellungen, so dass Ottensteins Kenntnisse in diesem Bereich sowohl in der Medizin als auch in der Chemie stark gefragt waren. Nur wenige Wissenschaftler hatten in diesem jungen Zweig der Chemie solche Erfahrung. Auf Vermittlung von Siegfried Thannhauser, mit dem sie im chemischen Labor in München zusammengearbeitet hatte, eröffnete sich Ottenstein 1928 eine Stelle bei Alexander Rost an der Freiburger Universitäts-Hautklinik. Hier bildete Ottenstein ihr Fachgebiet Dermatologie aus und leistete weiterhin wichtige Studien im Bereich der Kolloidchemie. Ottensteins „warmes Herz, ihr unendlicher Fleiß und ihre wissenschaftliche Treue“ (Keller) wurden allseits wahrgenommen. In Freiburg verfestigte sich die freundschaftliche Beziehung zu Siegfried Thannhauser und seiner Familie. Begünstigt durch gut ausgestattete Laboratorien und die kreative und kollegiale Atmosphäre in der Freiburger Dermatologie leistete Ottenstein damals bedeutende Forschungsarbeiten mit dem Schwerpunkt der ferment-chemischen Bestimmung der Haut und des Blutes, insbesondere bei der Syphilis. Teilweise unter Mitwirkung von Alfred Marchionini, Leiter des bakteriologisch-serologischen Labors, publizierte Ottenstein Artikel über Probleme der Stoffwechselveränderungen bei Hautkrankheiten. 1931 reichte Ottenstein ihre Habilitationsschrift mit dem Titel „Untersuchungen über den Gehalt der Haut und des Blutes an diastatischem Ferment und dessen biochemische Bedeutung bei Hautkrankheiten“ ein und konnte sich als erste Frau in Deutschland im Fach Dermatologie habilitieren. Als Ausdruck der Bedeutung ihrer wissenschaftlichen Arbeit und Qualifikation wurde Ottenstein bereits einige Wochen zuvor die Venia legendi erteilt. Eine feste Anstellung oder gar eine Berufung blieb ihr jedoch verwehrt.
Auch für Ottenstein wurde dann das im April 1933 erlassene „Gesetz zur Widerherstellung des Berufbeamtentums“ wirksam, das u.a. die Kündigung „nicht-arischer“ Universitätsangehöriger vorsah. Ungeachtet ihres Widerspruchs wurde sie als „Volljüdin“ entlassen. Sie floh im Oktober 1933 nach Budapest an die Königlich Ungarische Péter- Pázmány Universität zu Lajos Nékám, wo sie bis 1935 blieb. Unter ungünstigsten Lebensumständen – sie erhielt für ihre Arbeit weder Gehalt noch eine Wohnung, sondern lediglich Verpflegung – verfolgte Ottenstein damals in Budapest dermatologische und biochemische Fragestellungen und verfasste zahlreiche auch international anerkannte Artikel, so z.B. über den Cholesterinstoffwechsel bei Xanthomatose, d. s. knotenähnliche Fettablagerungen an der Haut, und über Fermentuntersuchungen in experimentellen Rattentumoren.
Da ihre anfängliche Überzeugung, bald nach Deutschland zurückkehren zu können, sich nicht bestätigte, nahm Ottenstein 1935 ein Angebot des international bekannten türkischen Dermatologen Hulûsi Behçet als Leiterin des Chemischen Laboratoriums an der Universitäts-Hautklinik Istanbul an. Bei der Gründung der türkischen Republik war das Universitätswesen reformiert worden und wurde so für Lehrkräfte mit internationaler Reputation interessant. Die Universität Istanbul galt bald als eine der größten „Immigrantenuniversitäten“. Unter der Leitung von Siegfried Oberndorfer führte Ottenstein dort das Laboratorium des neuerrichteten Krebsforschungsinstituts. Ein Angebot, das Chemische Zentrallaboratorium des Musterkrankenhauses in Ankara zu leiten, lehnte sie 1936 ab. Gemäß ihrem Bestreben, sich intensiv mit der Forschung zu befassen und auch praktisch als Ärztin zu arbeiten, blieb Ottenstein neben ihrer Laborarbeit gleichzeitig in der Klinik tätig. Ottensteins Forschungsinteresse galt dem Lipoid- und Mineralstoffwechsel bei der Psoriasis, also Schuppenflechte. In dieser Zeit schrieb sie u.a. an einem Buch, das 1938 in Istanbul zum Thema „Die Diätkur in der Dermatologie“ auf Türkisch erschien und in Fachkreisen lobend aufgenommen wurde. In der Zeit des türkischen Exils entwickelten sich auch bleibende Freundschaften, so z.B. zu ihrer Mitbewohnerin Ester von Bülow, mit der Ottenstein auch noch nach ihrem Aufenthalt in der Türkei rege korrespondierte. Die lebensfrohe Art, mit der sie ihrem Schicksal begegnete, zeigt sich in diesen Briefen, von denen viele an die „Liebe arische Hälfte“ (Ottenstein) adressiert sind. Trotz der Solidarität der deutschen Wissenschaftler untereinander und dem Wiedersehen mit alten Kollegen wie A. Marchionini bedeutete das Leben in der Türkei für Ottenstein eine große Umstellung. Als Ausländerin mit Sondervergünstigungen, zudem als Frau musste sie sich die Anerkennung der türkischen Kollegen besonders hart erarbeiten.
Aufgrund der befristeten Arbeitsverhältnisse, unsicherer Altersversorgung und ihrer Staatenlosigkeit führte Ottensteins Weg wie der vieler in die Türkei Immigrierter schließlich in die USA. 1945 folgte sie ihrem langjährigen Freund Siegfried Thannhauser nach Boston und arbeitete im Labor des Boston Dispensary im New England Medical Center. 1947 erhielt Ottenstein ein Forschungsstipendium, was sie an die von Francis M. Thurmon geleitete Hautklinik führte. Dort studierte sie biochemische Probleme der Dermatologie. Ottenstein fand in den USA zwar bessere Arbeitsbedingungen als in der Türkei, sie durfte aber aufgrund amerikanischer Bestimmungen nicht als Ärztin praktizieren; auch ihr Professorentitel war nicht anerkannt. „[…] ich fasse jetzt den Durchfall nicht als Schande auf, sondern schließe mich der Meinung der anderen Kollegen an, dass der Board mich als Ausländerin das erste Mal durchfallen lassen wollte.“, schrieb sie an E. von Bülow. Trotz guter Englischkenntnisse fiel sie sogar zwei Mal bei dem Versuch durch, das amerikanische Approbationsexamen abzulegen. Bei ihrem ersten Versuch scheiterte Ottenstein u.a. an Biochemie, Dermatologie und Toxikologie, bei ihrem zweiten Versuch in allen Fächern, ein Ergebnis, das im krassen Widerspruch zu ihrer nachweisbaren wissenschaftlichen Leistung steht.
Nach anfänglich nur zögerlichen Erfolgen zeitigte Ottensteins Forschung mit der Entdeckung der Methode zur Bestimmung der Cerebroside, d.i. Gehirnsubstanz, schließlich internationale Wirkung. Anschließende Studien zur Chemie der Acetalphosphatide wurden als „Pionierleistungen“ (Schmidt/Thurmon) bewertet, die gültige Auffassungen über die Zusammensetzung markhaltiger Nerven revidierten. Der ständige Kampf um die berufliche Existenz und das viele Arbeiten setzte Ottenstein körperlich zu, dennoch vernahmen Kollegen „keine Spur von Bitterkeit oder auch nur Enttäuschung“ (Schmidt/Thurmon). Den zweimaligen Ruf A. Marchioninis an das Krankenhaus Eppendorf in Hamburg, 1947 und 1948, nahm Ottenstein nicht an.
Im Jahr 1949 reiste Ottenstein nach Heidelberg, um dort beim I. deutschen Dermatologenkongress nach dem II. Weltkrieg einen Vortrag über ihre neuesten Arbeiten auf dem Gebiet der Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichts der Haut und ausgleichender therapeutischer Maßnahmen zu halten. Ein Jahr später wurde sie zum Ehrenmitglied der Italienischen Dermatologischen Gesellschaft gewählt. 1951 wurde Ottenstein auch in ihrer Heimat als Wissenschaftlerin gewürdigt. Die außerordentliche Professur der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg wurde ihr zuerkannt. Ottenstein bekundete ihre Freude in einem kurzen Antwortschreiben. Im August dieses Jahres erhielt sie endlich auch die amerikanische Staatsbürgerschaft.
Es dauerte aber bis wenige Wochen vor ihrem Tod, bis Ottenstein mit der planmäßigen Professur endlich Pensionsansprüche und somit eine gesicherte Altersversorgung zuerkannt wurden. Maßgebend dafür war der Einsatz von A. Marchionini und G. A. Rost, deren Stellungnahmen bezeugten, dass Ottenstein „im Verlaufe ihrer akademischen Laufbahn voraussichtlich planmäßiger außerordentlicher Professor geworden wäre“ (Schmialek). Ottenstein starb 65-jährig an einem Herzschlag beim Baden. „Das Bertchen“ (Marchionini), wie Ottenstein in Freundeskreisen hieß, war nicht nur eine erfolgreiche Forscherin und Dermatologin, sie blieb immer auch eine humorvolle und bescheidene Frau.
Quellen: Notgemeinschaft dt. Wissenschaftler im Ausland (Hg.), List of Displaced German Scholars, 1936 (Neudr. 1975); UA Erlangen, Promotionsakte 3605; UA Freiburg Personalakte 1928–1956; Univ.-Hautklinik Freiburg, Personalakte 1950–1956; GLA Karlsruhe 235/7613, Univ.-Hautklinik Freiburg, Assistenz; UA Jena Best. D 2210, Personalakte; UA Semmelweis-Univ. Budapest Registrierbuch No. 1/6– 4117/1933–34; US Department of Justice, Immigration & Naturalization Service Washington D. C. 2–163a, Rev. 10–34–49, Alien Registration Act, AR No. 6139957; Briefwechsel in Besitz von Anja Schmialek; schriftl. Hinweis von Thomas Johnson, Mountauburn Friedhof, vom 18.11.2009.
Werke: Werkverzeichnis in: A. Schmialek, Prof. Dr. Bertha Ottenstein, 1995 (81 Einträge). – Auswahl: (mit S. Thannhauser) Experimentelle Studien über den Nucleinstoffwechsel, in: Hoppe-Seylers Zs. für physiolog. Chemie 114, 1921, 17-22; Über Säure-Basengleichgewicht u. Ekzem, in: Klinische Wochenschr. 1, 1929, 704-706; (mit A. Marchionini) Schwitzurtikaria, in: Archiv für Dermatologie u. Syphilis 163, 1931, 61-73; Blutzuckeruntersuchungen bei Hautkrankheiten, in: Zentralbl. für Haut- u. Geschlechtskrankheiten u. deren Grenzgebiete 38, 1931, 462; Untersuchungen über den Gehalt d. Haut u. des Blutes an diastatischem Ferment u. dessen biochemische Bedeutung bei Hautkrankheiten, in: Biochemische Zs. 240, 1931, 328-356 (= Habilitationsschrift); (mit A. Marchionini) Stoffwechseluntersuchungen im Schwitzbad bei Hautgesunden u. Hautkranken, in: Klinische Wochenschr. 21, 1931, 971-974; Diastaseuntersuchungen bei Neurosyphilis, in: Dt.e Zs. für Nervenheilkunde 128, 1932, 86-102; (mit I. Pastinsky) Über die Bleitherapie d. Krebses u. den Einfluss einiger kolloider Metalle auf das Wachstum experimenteller Rattenimpftumoren, in: Zs. für Krebsforschung, 1935, 245-250; (mit L. Nekam) Studies in colesterol in xanthoma, in: Magyar orvosi arch. 36, 1935, 63-71; Dermatolojide diyet tedavisi, 1938; (mit C. K. Incedayi) Zur Frage d. Behandlung d. Psoriasis mit kaliumarmer Diät u. Nebennierenrindenextrakt, in: Dermatologica 80, 1939, 65-81; Hautkrankheiten u. Gesamtorganismus, in: Dermatologica 83, 1941, 151-176; (mit G. Schmidt u. S. J. Thannhauser) Studies concerning pathogenesis of Gaucher’s disease, in: Blood 3, 1948, 1250-1258; (mit N. Boncoddon u.a.) Experiments on choline content of skin and sebum, in: Journal of Ivestigative Dermatology 19, 1952, 105-108; (mit F. Thurmon u.a.) Sorption of amino acids and other substances by amberlite ion exchange resins, in: Journal of Ivestigative Dermatology 22, 1954,349-355.
Nachweis: Bildnachweise: Leven, 1990 ; Scholz, 1999; Scherb, 2002. (vgl. Literatur).

Literatur: (Auswahl) A. Marchionini, Bertha Ottenstein zum 60. Geburtstag, in: Der Hautarzt 2, 1951, 94; G. Schmidt u. F. M. Thurmon, Zum Tode von Bertha Ottenstein, in: Der Hautarzt 7, 11, 1956, 527-528; P. Keller, Georg A. Rost zum 80. Geburtstag, in: Der Hautarzt 8, 3, 1957, 142-144; H. Widmann, Exil u. Bildungshilfe, 1973, 279; E. Boedecker u. M. Meyer, 50 Jahre Habilitation von Frauen in Deutschland, 1974, 95; K.-H. Leven, 100 Jahre klinische Dermatologie an d. Univ. Freiburg im Br. 1890–1990, 1990; A. Schmialek, Prof. Dr. Bertha Ottenstein (1891–1956), erste habilitierte Dermatologin Deutschlands, Diss. med. Freiburg im Br., 1995; W. Weyers, Death of Medicine in Nazi Germany, 1998, 85-87; A. Scholz, Geschichte d. Dermatologie in Deutschland, Berlin, 1999; U. Scherb, Ich stehe in d. Sonne u. fühle, wie meine Flügel wachsen, 2002, 132-134, 183; E. Seidler u. K.-H. Leven, Die medizinische Fakultät d. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Br., 2007, 337, 450, 467f.; A. Vogt, Wissenschaftlerinnen an Kaiser-Wilhelm-Instituten A-Z, 2008,138f.
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