Finckh, Ludwig Eduard 

Geburtsdatum/-ort: 21.03.1876;  Reutlingen
Sterbedatum/-ort: 08.03.1964;  Gaienhofen
Beruf/Funktion:
  • Dichter, Arzt, Naturschützer
Kurzbiografie: 1887 Gymnasium Reutlingen
1894 Jura-Studium (Tübingen, München)
1899 Medizin-Studium (Freiburg/Br. 6, Berlin 1, Freiburg 2 Semester)
1904 Promotion in Freiburg/Br. „Über die Palliativ-Operation, besonders die Trepanation bei Stauungspapille“ bei Prof. Theodor Axenfeld, anschließend Assistenzzeit in Melsungen und Aachen
1905 Wohnsitz Gaienhofen
1907 Verlust des Gaienhofener Hauses durch Brand
1910 „Dichterpreis der rheinischen Frauen“
1913 Aufnahme des Kampfes um den Hohenstoffeln
1915 Stabsarzt in Schloß Marbach/Untersee und Konstanz
1922 Lesereisen nach Osteuropa und Balkan
1926 Ehrenbürger Gaienhofens (50. Geburtstag); Erscheinen der 7-bändigen Werkausgabe
1932 Kontakte zum Wartburg-Kreis deutscher Dichter
1936 „Schwäbischer Dichterpreis“
1939 Sieg Finckhs im Kampf um den Hohenstoffeln. Beginn der Augenerkrankung
1945 Mehrwöchige politische Haft (Gefängnis Radolfzell und Lager Hüfingen)
1951 Bildung des „Freundeskreises Ludwig Finckh“
1968 Ludwig Finckh-Stube in Gaienhofen
1988 Einrichtung einer Ludwig Finckh-Abteilung im Höri-Museum Gaienhofen
Weitere Angaben zur Person: Religion: evangelisch
Verheiratet: 07.01.1907 Reichenau, Dora Gertrud Honsell, katholisch (Dürrheim 1880 – Gaienhofen 1951)
Eltern: Paul Rudolf Finckh (1842-1918), Hofrat und Apotheker
Agnes Helene Emma, geb. Grathwohl (1846-1932)
Geschwister: Ludwig August, Magdalena, Gertrud, Agnes
Kinder: Ruth Barbara (* 1908)
Konrad (* 1909)
Judith Brigitte (* 1912)
Ursula Hanna (* 1918)
Ulrike Haile (* 1921)
GND-ID: GND/11853307X

Biografie: In: Baden-Württembergische Biographien 2, 132-136
Quellen: Nachlaß in Privatbesitz und im DLA Marbach (2 Kästen); Entnazifizierungsakten im StAF (D 180/2, Nr. 221 771)
Werke: (Auswahl) Das dichterische Werk. 7 Bde., 1926; Ludwig Finckh-Buch. Auszüge aus zahlreichen Werken des Dichters, hg. von M. Lang, 1926; Ausgewählte Werke. 2 Bde. im Auftrag des Ludwig Finckh-Freundeskreises aus Anlaß des 80. Geburtstags, 1956. Fraue du, du Süße. Lieder, 1900; Biskra. Ein Oasenbüchlein, 1905; Rosen. Gedichte, 1905; Der Rosendoktor. Roman, 1905 und 1968; Rapunzel, 1909; Die Reise nach Tripstrill, 1911; Der Bodenseher, 1914; Inselfrühling, 1916; Die Lerche. Eine Auswahl schwäbischer Dichtung von den Anfängen bis in die Gegenwart (Hg.), 1918; Brückenbauer. Betrachtungen, 1919; Wiederaufbau. Aufsätze, 1919; Sonne, Mond und Sterne. Erzählungen, 1920; Die Jakobsleiter, 1920; Ahnenbüchlein, 1921; Seekönig und Graspfeifer. Erzählungen, 1922 und 1984; Der Vogel Rock. Erzählung, 1923; Sudentendeutsche Streife, 1924; Bruder Deutscher. Ein Auslandsbüchlein, 1925; Bricklebritt. Roman, 1926; Der Bodensee. Schilderung einer Landschaft, 1928; Sonne am Bodensee. Ein Skizzenbuch, 1928; Urlaub von Gott. Erzählung, 1930; Die Reise an den Bodensee. Erzählungen, 1931; Stern und Schicksal. Johannes Keplers Lebensroman, 1931; Der göttliche Ruf. Leben und Werk von Robert Mayer, Roman, 1932; Schmuggler, Schelme, Schabernack. Geschichten, 1933; Kleine Auswahl aus den Schriften. Hg. Dr. A. Schmid, 1933; Das deutsche Ahnenbuch, 1934; Der unbekannte Hegau, 1935; Trommler durch die Welt. Gedichte, 1936; Zaubervogel. Erzählungen, 1936; Ein starkes Leben. Roman, 1936; Die Kaiserin, der König und ihr Offizier. Geschichtlicher Roman, 1939; Herzog und Vogt. Roman, 1940; Kleine Stadt am Bodensee, 1942; Das goldene Erbe. Roman, 1943; Der Rosengarten. Neue Gedichte, 1948; Verzauberung. Novelle, 1950; Schelmerei am Bodensee. Geschichten, 1952; Der Goldmacher. Roman, 1953; Ludwig Finckh-Brevier, hg. W. Dürr, 1958; Konrad Widerholt – ein Mann im Hegau. Roman, 1960; Die goldene Spur. Neue Gedichte. Auswahl von W. Jantzen, 1961; Himmel und Erde. 8 Jahrzehnte meines Lebens und neue Gedichte, 1961; Ich stehe an meinem Platz. Trostbuch, 1964; ... daß alle Harmonien leis erklingen ... Nachgelassene Gedichte, 1966; Ludwig Finckh. Aus seinen Freundesbriefen, 1973; Gaienhofener Idylle. Erinnerungen an H. Hesse, 1981; Sonnentau. Gedichte, 1988. – Weitergehende bibliographische Angaben bei E. Bruder, Ludwig Finckh, in: Die Neue Literatur 37, 1936, 206-208 (bis 1936) und W. Dürr (Hg.), Ludwig Finckh-Brevier, 49-58 (bis 1957)
Nachweis: Bildnachweise: Fink; Himmel und Erde; Ludwig Finckh. Aus seinen Freundesbriefen (vgl. Literatur)

Literatur: Willy Rath, Der Rosendichter, in: Das literarische Echo 8, 1905/06, Sp. 857-860; Laurenz Kiesgen, Ludwig Finckh, in: Hochland 5, 1907, H. 1, 118f.; Theodor Heuss, Schwäbische Kunde, in: Das literarische Echo 11, 1908/09, Sp. 840ff.; Rudolf Krauß, Ludwig Finckh, in: Ebd. 17, 1914/15, 715ff.; Franz Herwig, Neue Romane, in: Hochland 13, 1915, H. 12, 357ff.; Achalm. Schwäbische Monatsschrift, Reutlingen 1, 1918/19, H. 4 (= Ludwig Finckh-Heft); Otto Doderer, Ludwig Finckh, in: Der Schwabenspiegel 19, 1925, Nr. 19, 146f.; Rudolf Kapff, Ludwig Finckh zum 50. Geburtstag, in: Schwäbisches Heimatbuch 1926, 7-10; Martin Lang, Ludwig Finckh zum 50. Geburtstag, in: Das Deutsche Buch 6, 1926, H. 3/4, 73-76; Oscar Schwertle, Ludwig Finckh, der deutsche Dichter in seiner Bedeutung für das Auslandsdeutschtum, New York 1926; Hugo Ball, Hermann Hesse. Sein Leben und sein Werk, 1927, passim; Otto Doderer, Ludwig Finckh. Zum 60. Geburtstag des Dichters, in: Westmark 3, 1935/36, H. 6, 329-332; Gertrud Fink, Ludwig Finckh. Leben und Werk, 1936; Erhard Bruder, Ludwig Finckh, in: Die neue Literatur 37, 1936, 196-208; A. E. Thurnher, Familiengeschichtliche Fragen in den Werken Ludwig Finckhs, Wiener Dissertation, 1937; Franz Lennartz, Ludwig Finckh, in: ders., Die Dichter unserer Zeit, 1938, 113-115; Walther Rauschenberger, Ahnentafel des Dichters Ludwig Finckh, in: Lieferung 13, Folge 4 der Ahnentafeln berühmter Deutscher, 1938; Hans Franke, Über Ludwig Finckh, in: Westmark 8, 1940/41, H. 7, 476ff.; Gotthold Wurster, Der deutsche Finckh. Leben und Werk, 1941; Hanns Schmiedel, Ludwig Finckh. Zu seinem 65. Geburtstag, in: Schwaben 13, 1941, 65-72; K. Bittel, Ludwig Finckh zum 65. Geburtstag, in: Das Bodenseebuch 1911-1912, 1942, 100; Hermann Beutten (Hg.), Bodensee-Dichterspiegel, 1949, 97-100; Karl Götz, Ludwig Finckh zum 75. Geburtstag, 1913-1914, in: Genealogie und Heraldik 3, 1951, H. 1/2, 1; Aus der Stille kam dir Kraft. Dank und Gruß an Ludwig Finckh zum 80. Geburtstag, hg. W. Dürr, 1956; W. Dürr, Ludwig Finckh 80 Jahre alt, in: Bodensee-Hefte 7, 1956, 120f.; Hellmuth Langenbucher, Ludwig Finckh zu seinem 80. Geburtstag am 21. März 1956, in: Schwäbische Heimat 7, 1956, 65f.; Josef Zimmermann, Ludwig Finckh, dem Achtzigjährigen, in: BH 36, 1956, H. 1, 66-68; Walther Jantzen (Hg.), Ludwig Finckh. Freundesgabe des Arbeitskreises für deutsche Dichtung, 1959; ders. (Hg.), Ludwig Finckh 1876-1964. Gedenkgabe des Arbeitskreises für deutsche Dichtung, 1964; Finckhen-Zeitung 34, 1964, 433ff. und 35, 1966, 457ff. und 489ff. ; anonym, Ludwig Finckh +, in: Archiv für Sippenforschung 30, 1964, H. 14, 421f.; Südwestdeutsche Blätter für Familien- und Wappenkunde 11, 1964, 373; Georg Fahrbach, Ludwig Finckh zum Gedenken, in: Blätter des Schwäbischen Albvereins 70, 1964, 35f.; Karl Götz, Ludwig Finckh zum Gedächtnis, in: Schwäbische Heimat 15, 1964, 111f.; Karl Asal, E. Baader, Karl Willy Straub, Ludwig Finckh 1876-1964, in: Ekkhart 1965, 139-145; Heinrich Jantzen, Ludwig Finckh, in: ders., Namen und Werke. 3. 1975, 93-98; Deutsches Geschlechterbuch 9. Schwabenband, 1975, 510ff.; Ludwig Finckh Freundeskreis e.V. (Hg.), Ludwig Finckh zum 100. Geburtstag am 21.3.1976, 1976; Be./Br., Ludwig Finckh, in: Kosch, Deutsches Literatur-Lexikon Bd. 5, 1977, 16-19; Eugen Wendler, Ludwig Finckh. Ein Leben als Heimatdichter und Naturfreund, 1985; Wilhelm Theopold, Ludwig Finckh (1876-1964), in: ders., Doktor und Poet dazu, 1987, 302-306; Hans Sarkowicz, Ludwig Finckh, in: W. Killy (Hg.), Literatur-Lexikon Bd. 3, 1989, 381f.; Wolfgang Martin u.a., Ludwig Finckh: Hohenstoffeln, in: BH 69, 1989, 535-546. Kurt Oesterle, Doktor Faust besiegt Skylock! Wie Ludwig Finckh den Hohenstoffeln rettete und wie der Reichsführer-SS H. Himmler als sein Mephisto im dabei half, in: Allmende 18, 1998, H. 56/57, 238-271 – Weitere sekundärbibliographische Angaben in G. Fink, 115f. und Lautenschlager
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