Culotte 

Datierung :
  • um 1720  [Hergestellt]
Ortsbezüge (Werk):
  • Frankreich (wahrscheinlich) [Hergestellt]
Objekttyp: Hose
Weitere Angaben zum Werk: Seide (Lampas, broschiert), Leinenfutter, Leder [Material/Technik]
Gesamtlänge 67 cm, Taillenweite 98 cm [Maße]
Kurzbeschreibung: Um 1700 begann man in Europa Seidenstoffe mit völlig neuartigen Mustern zu weben. Die skurrile Kombination der Dekore aus ornamentalen Phantasiegebilden, Blumen und amorphen Formen führte dazu, dass die Gruppe dieser heute höchst modern wirkenden Stoffe in der Forschung als "Bizarre Seiden" bezeichnet wurden. Gewebe in dieser Musterung sind gesuchte Sammlerstücke, daraus gefertigte Kleidungsstücke eine große Seltenheit. Mit dem auffälligen Muster und den kräftigen Farben führt uns die Hose vor Augen, wie sehr wir heute bei der Beurteilung von gesellschaftlich angemessener Herrenkleidung von den geschlechtsspezifischen Einteilungen ausgehen, die sich im 19. Jahrhundert etabliert und zu einem äußerst reduzierten Formen- und Farbkanon geführt haben. Erworben aus Lotto-Mitteln. [Rainer Y]
Quelle/Sammlung: Kostüme, Textilien und moderne Textilkunst
Kunst- und Kulturgeschichtliche Sammlungen
Identifikatoren/​Sonstige Nummern: 1999-117 b
Weiter im Partnersystem: https://www.museum-digital.de/bawue/index.php?t=objekt&oges=1119

Ortsbezüge:
  • Frankreich (wahrscheinlich)
Schlagwörter: Textilie, Kleidung, Herrenkleidung, Herrenmode, Culotte
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