Urkunde 

Datierung :
  • 18.11.1763
Autor/Urheber:
  • Exter, Friedrich
Ortsbezüge (Werk):
  • Zweibrücken [Verlagsort]
Objekttyp: Digitalisiertes Werk
Weitere Angaben zum Werk: Urkunde
Deutsch [Sprache]
Inhalt:
  • Schreiben des Friedrich Ludwig Exter: Exter leitet ein Päckchen aus Gotha an Philipp Wilhelm Ludwig Fladt nach Heidelberg weiter und entschuldigt sich dafür, dass dies mangels früherer Gelegenheit erst jetzt geschehe. Er nutzt den Anlass, um seine Ergebenheit Fladt gegenüber abermals zu beteuern und bedankt sich für die freundliche Aufnahme und die gewährte Unterstützung seitens Fladt bei seinem Aufenthalt in Heidelberg. Exter berichtet, dass Georg Christian Crollius weitere Teile des zweiten Bandes seiner "Origines Bipontini" habe drucken lassen. Fladt soll ihm bitte mitteilen, welche Stücke des zweiten Bandes er bereits besitze, so dass er (Exter) ihm die weiteren, noch fehlenden Teile schicken könne. Was die Arbeiten des älteren Crollius (Johann Philipp) angeht, so zweifelt Exter mittlerweile, ob jener sie noch zu Lebzeiten fertigstellen könne. Leider haben Hindernisse auch Exter abgehalten, weitere Teile seiner Pfälzer Münzsammlung drucken zu lassen. Jedoch konnte er die Ausarbeitung über die Münzen des Kurfürsten Johann Wilhelm voranbringen, die er bis zum nächsten Osterfest veröffentlichen will. Exter beschreibt unter den Prägungen des Kurfürsten eine Medaille, die anlässlich der Wiederherstellung des Rathauses nach der Zerstörung Heidelbergs entstand. Diese wurde jedoch in drei unterschiedlichen Gewichten geschlagen, deren jeweiliger Verwendungszweck ihm aber unklar sei. Er bittet daher Fladt um Unterstützung bei der Aufklärung. Darüber hinaus soll Fladt ihm mögliche Bauinschriften am Rathaus mitteilen, die er als ergänzende Illustrationen in seine Pfälzer Münzsammlung aufnehmen wolle. Bei einer zweiten Medaille, die Johann Wilhelm für den Baron Johann Friedrich von Schaesberg habe schlagen lassen, könne er Teile der Umschrift nicht auflösen und bittet wiederum um Hilfe, die Legende zu entziffern, damit seine Beschreibung nicht nur Stückwerk bleibe. Was die Sammlung der Schriften von Fladt angehe, so freue er (Exter) sich, dass er nunmehr bis auf eine alle beisammen habe. Es fehle ihm nur noch die "Ichnographia originum Francothalensium", die er (Fladt) ihm doch noch bitte zuschicken möge. Bezüglich der Numismatik hat Exter keine weiteren besonderen neuen Nachrichten mehr mitzuteilen, lediglich Hofrat David Samuel von Madai sitze an einer neuen Ausgabe von "Lilienthals Thaler-Cabinett" und der Sekretär Horstmann habe ihm von seiner Reise nach England einen englischen Taler mitgebracht, der Exter jedoch sehr enttäuschte, da es sich nicht um einen Silber-Taler handelte. Solche ließ der König nicht prägen. Dies habe ihm allerdings bereits schon zuvor Hofrat Schläger aus Gotha mitgeteilt.
Quelle/Sammlung: Heidelberger historische Bestände — digital: Urkunden
Identifikatoren/​Sonstige Nummern: urn:nbn:de:bsz:16-diglit-96439 [URN]
Weiter im Partnersystem: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/lehm544

Ortsbezüge:
Personenbezüge:
  • Exter, Friedrich
  • Flad, Philipp Wilhelm Ludwig
  • Crollius, Georg Christian
  • Crollius, Johann Philipp
  • Johann Wilhelm <Pfalz, Kurfürst>
  • Madai, David Samuel von
  • Schlaeger, Julius Carl
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