Ströle, Karl 

Geburtsdatum/-ort: 06.03.1887;  Benzenzimmern/Ostalbkreis
Sterbedatum/-ort: 10.07.1981;  Stuttgart
Beruf/Funktion:
  • Ministerialrat im Staatsministerium, Leiter der Abwicklungsstelle
Kurzbiografie: 1893-1900 Elementar- und Lateinschule in Plieningen bzw. Hohenheim
1900-1905 Eberhard-Ludwig-Gymnasium, Stuttgart
1905-1910 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Tübingen, Leipzig und Berlin
1910 I. Höhere Justizdienstprüfung
1910-1911 Militärdienst in Stuttgart (Einjährig-Freiwilliger)
1911-1914 Referendariat
1914-1918 Kriegsdienst in Frankreich, Rußland, Lothringen und im Oberelsaß, November 1918 Entlassung aus dem Militär als Leutnant
1919 (Sommer) II. Höhere Justizdienstprüfung, August/September Gerichtsassessor beim Amtsgericht Stuttgart, (15.09.) Eintritt ins Staatsministerium (als Oberregierungsassessor)
1920 IV.01. Regierungsrat
1927 Regierungsrat an gehobener Stelle
1929 Oberregierungsrat
1933 Beförderungsstop, weil nicht Mitglied der NSDAP; Dienststrafreferent bei der Ministerialabteilung für die Volksschulen, später auch für die höheren und Gewerbeschulen
1945-1952 Ministerialrat (Kanzleidirektor) im württemberg-badischen Staatsministerium; Schriftleiter des Regierungsblattes
1949 X Leiter der Abwicklungsstelle des Ministeriums für Befreiung
1950 II.02. Erklärung des Rücktritts vom Amt des Leiters der Abwicklungsstelle
1951 Vorsitzender des Verwaltungsrates des Diakonissenhauses Schwäbisch Hall
1952 Eintritt in den Ruhestand; Bundesverdienstkreuz I. Klasse
1967 Großes Bundesverdienstkreuz
Weitere Angaben zur Person: Religion: evangelisch
Verheiratet: 1920 Stuttgart, Elise, geb. Mayser (1896-1981)
Eltern: Karl (1861-1923), evangelischer Pfarrer
Luise, geb. Herrmann (1863-1945)
Geschwister: keine
Kinder: Friedrich (1921-1941), gefallen in Rußland
Dorothee (1923-1972)
Heinrich (* 1927), Oberstudiendirektor i.R.
Eva (* 1930)
GND-ID: GND/1012715418

Biografie: In: Baden-Württembergische Biographien 3, 414-416
Quellen: Schriftliche Auskünfte des Sohnes Heinrich Ströle, Ostfildern (13.06.1995); Personalakten im HStAS, EA 1/150, Nr. 275; Protokolle des württembergischen Staatsministeriums, ebd., B 1; Protokolle des württemberg-badischen Staatsministeriums im HStAS, E 130 und EA 1; Akten des Befreiungsministeriums im HStAS, EA 11
Werke: Aus meinem bunten Leben. Erinnerungen für meine Familie zur Feier des 80. Geburtstages aufgeschrieben (Stuttgart, 6. März 1967), Typoskript, Kopie im Besitz des Verfassers; Im Dienst der vier württembergischen Staatspräsidenten der Weimarer Zeit. Aus den Lebenserinnerungen von Karl Ströle. Aus Anlaß seines 80. Geburtstages am 6. März 1967, in: Beiträge zur Landeskunde (Regelmäßige Beilage des Staatsanzeigers von Baden-Württemberg) 3/März 1967, 5-12
Nachweis: Bildnachweise: Titelblatt „Aus meinem bunten Leben“ und in BzL 3/1967 (vgl. Werke)

Literatur: Kurt Gayer/Heinz Krämer, Die Villa Reitzenstein und ihre Herren. Die Geschichte des baden-württembergischen Regierungssitzes, 1988, 84, 122, 126; Rudolf Kieß, Christian Mergenthaler. Württembergischer Kultminister 1933-1945, in: ZWLG 54 (1995), 281-332; Reinhold Maier, Erinnerungen 1948-1953, 1966, 77, 229ff., 233ff., 246; Klaus-Jürgen Matz, Reinhold Maier (1889-1971). Eine politische Biographie (Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 89), 1989, 301-302; Paul Sauer, Demokratischer Neubeginn in Not und Elend. Das Land Württemberg-Baden von 1945 bis 1952, 1978, 92, 164, 166, 173
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