Thoma, Richard Andreas 

Geburtsdatum/-ort: 11.12.1847;  Bonndorf im Schwarzwald
Sterbedatum/-ort: 26.11.1923;  Heidelberg
Beruf/Funktion:
  • Pathologe, Konstrukteur wissenschaftlicher Apparate
Kurzbiografie: Abitur Heidelberg, Medizinstudium in Berlin und Heidelberg
1870 Promotion in Heidelberg
1870/71 Militärarzt, dann Assistent am Pathologischen Institut Heidelberg
1873 Habilitation in Heidelberg
1877 außerordentlicher Prof. in Heidelberg
1884 Ordinarius in Tartu (Dorpat)/Estland
1894 Pathologe in unbezahlter Stellung an den Städtischen Krankenanstalten in Magdeburg
1906 Privatgelehrter in Heidelberg
Weitere Angaben zur Person: Religion: rk.
Verheiratet: Freiburg i.Br. 1881 Elisabeth, geb. Schmidt
Eltern: Vater: Andreas Thoma, Rechtsanwalt (geb. 1811)
Mutter: Maria F. Alwine, geb. Siegel aus Heidelberg (geb. 1815)
Geschwister: nicht feststellbar
Kinder: 3 Söhne:
Dr. Ing. Dieter, ordentlicher Prof. für Hydraulik Technische Hochschule München (1882-1943)
Dr. med. Wilhelm, Arzt in Heidelberg (geb. 1885 Dorpat)
Dr. Ing. Hans Wolfgang, ordentlicher Prof. für Elektrotechnik Technische Hochschulen Karlsruhe und München (1887-1973)
GND-ID: GND/117640778

Biografie: In: Badische Biographien NF 3, 272-273
Werke: Die Überwanderung farbloser Blutkörper von dem Blut- in das Lymphgefäßsystem. Heidelberg, 1873; Über ein Mikrotom, in: Virchow's Arch. 84, 1881; Die Zählung der weißen Zellen des Blutes, in ebda. 87, 1882; Untersuchungen über die Größe und das Gewicht der anatomischen Bestandteile des menschlichen Körpers. Leipzig, 1884; Untersuchungen über Histogenese und Histomechanik des Gefäßsystems, Stuttgart, 1893; Lehrbuch der pathologischen Anatomie. Stuttgart, 1894; Die experimentell mathematische Behandlung des Blutkreislaufs, in: Handbuch der biologischen Arbeitsmethodik, Berlin, 1927 (postum).
Nachweis: Bildnachweise: in Freund und Berg (1964) Band 2 sowie Silló-Seidl (1981).

Literatur: W. Doerr, Vor 100 Jahren, in: Der Pathologe 2, 1981; P. Ernst, Richard Thoma (Nachruf) (Separatabdruck ca. 1925); J. Fischer, (Hg.) Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte der letzten fünfzig Jahre. Urban & Schwarzenberg, Berlin 1933; F. Walter, in: A. Berg und H. Freund, Geschichte der Mikroskopie, Bd. 2, 1964; Klaus Sander, M. Scherer, G. Mahlke und F. Kremp, Das Thoma-Mikrotom und seine Benutzer. Biologie in unserer Zeit 12. Verlag Chemie, Weinheim 1982; G. Silló-Seidl, Ärzte ohne Nobelpreis, deren Entdeckungen Millionen Menschen geholfen haben. Ariston, Genf, 1981.
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