Speer, Albert 

Geburtsdatum/-ort: 19.03.1905;  Mannheim
Sterbedatum/-ort: 01.09.1981; London
Beruf/Funktion:
  • Architekt und Reichsminister
Kurzbiografie: 1918 Umzug nach Heidelberg; Gymnasium in Heidelberg
1923-1927 Studium der Architektur in Karlsruhe, München und Berlin-Charlottenburg (Lehrer: Poelzig, Tessenow)
1928 Assistent an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg
1931 Eintritt in die SA; selbständiger Architekt in Mannheim
1932 Mitglied der NSDAP
1934 Architekt und persönlicher Vertrauter Hitlers, Abteilungsleiter in der Deutschen Arbeitsfront; Beauftragter für Städtebau
1937 „Generalbauinspektor für die Neugestaltung der Reichshauptstadt“
1941 Abgeordneter im Reichstag
1942 15. 2. Reichsminister für Bewaffnung und Munition (ab 2. 9. 1943 Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion), außerdem Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Generalinspektor für Wasser und Energie, Generalbevollmächtigter für die Regelung der Bauwirtschaft, Leiter der Organisation Todt, der NSKK-Transportgruppe u.a.m.
1946 im Nürnberger Prozeß als Kriegsverbrecher zu 20 Jahren Haft verurteilt
1966 1. 10. aus dem Spandauer Gefängnis entlassen; Privatmann in Heidelberg; Autor mehrerer
Bücher
Weitere Angaben zur Person: Religion: ev.
Verheiratet: 1928 Margarete, geb. Weber
Eltern: Vater: Albert Friedrich Speer, Architekt (1863-1947)
Mutter: Luise Wilhelmine, geb. Hommel (1879-1952)
Kinder: Albert, Hilde, Friedrich, Margret, Arnold, Ernst
GND-ID: GND/118615998

Biografie: In: Badische Biographien NF 2, 259-265
Werke: (Auswahl) Die neue Reichskanzlei. Architekt A. Speer, München 1940; Tatsachen sprechen für den Sieg. Die Reden der Reichsminister Speer und Dr. Goebbels im Berliner Sportpalast am 5. Juni 1943, Berlin 1943; Erinnerungen, Frankfurt/M., Berlin 1969; Deutschlands Rüstung im Zweiten Weltkrieg. Hitlers Konferenzen mit A. Speer 1942-1945. Hg. v. Willi A. Boelcke, Frankfurt a. M. 1969; Spandauer Tagebücher, Frankfurt/M., Berlin, Wien 1975; Architektur. Arbeiten 1933-1942. Vorwort A. Speer Beiträge v. Karl Arndt, Georg Friedrich Koch, Lars Olof Larsson, Frankfurt a. M., Wien, Berlin 1978; Technik und Macht. Hg. v. Adelbert Reif, Esslingen am Neckar 1979; Der Sklavenstaat. Meine Auseinandersetzung mit der SS, Stuttgart 1981.
Nachweis: Bildnachweise: Fotos im Familienbesitz.

Literatur: Gregor Janssen, Das Ministerium Speer. Deutschlands Rüstung im Krieg, Berlin, Frankfurt/M., Wien 1968; R. R. Taylor, The World in Stone. The Role of Architecture in the National Socialist Ideology, Berkeley and Los Angeles, London 1974; Joachim Petsch, Baukunst und Stadtplanung im Dritten Reich, München, Wien 1976; Jost Dülffer, Jochen Thies, Josef Henke, Hitlers Städte. Baupolitik im Dritten Reich, Köln, Wien 1978; Lars Olof Larsson, Die Neugestaltung der Reichshauptstadt. A. Speers Generalbebauungsplan für Berlin. Stuttgart 1978; Adelbert Reif, A. Speer. Kontroversen um ein deutsches Phänomen, München 1978; Karin Förster, Das Deutsche Stadion in Nürnberg: Planungsgeschichte und Funktion, Magisterarbeit Göttingen 1979; Hinz/Mittig/Schäche/Schönberger (Hg.). Die Dekoration der Gewalt. Kunst und Medien im Faschismus. Gießen 1979; Angela Schönberger, Die neue Reichskanzlei von A. Speer Zum Zusammenhang von nationalsozialistischer Ideologie und Architektur, Berlin 1981; Von Berlin nach Germania. Über die Zerstörung der Reichshauptstadt durch A. Speers Neugestaltungspläne. AKat. des Landes A. Berlin 2. Hg. Hans J. Reichardt u. Wolfgang Schöche, Berlin 1984.
Suche